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  • ein 4. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: GEORG • SCHEEL • WETZEL ARCHITEKTEN, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Platzierung des Baukörpers folgt den vorgegebenen städtebaulichen Kanten. Der Neubau wird für die Öffentlichkeit durch die Aufweitung des Gehwegs von der belebten Kreuzung Bismarckstraße/ Stephanstraße erfahrbar und gibt dem Institut ein eigenständiges Gesicht im städtebaulichen Umfeld. Das im Ideenteil dargestellte optionale Baufeld ergänzt die städtebauliche Gesamtfigur sinnvoll und ermöglicht die Bildung von drei Plätzen unterschiedlicher Nutzungsqualitäten. Der für die Weiterentwicklung des Campus vorgesehene Entfall der Stellplätze in der Verbindung zwischen Stephanstraße und Ludwigstraße würde die angestrebte Verbindung des Universitätsplatzes zur Ecke Bismarckstraße/Stephanstraße aufwerten. Die Platzierung des Eingangs an der bestehenden und durch den Entwurf gestärkten Durchwegung des Campusquartiers erscheint gelungen. Die bereits geplante Erschließung der fünf Villen an der Bismarckstraße/Ludwigstraße ist nicht berücksichtigt.

    Das Volumen des Neubaus fügt sich durch Lage und Kubatur gut in das Umfeld ein. Der im Realisierungsteil im Blockinnenbereich verbleibende, große Parkplatz ist wenig ansprechend, die im Ideenteil vorgeschlagene Streichung fast aller Parkplätze scheint wenig plausibel.

    Die dargestellte Fassade nimmt weder die Bezüge der städtebaulichen Umgebung auf, noch schafft sie es die Funktion des Gebäudes als Theaterlabor und Experimentierstätte zu vermitteln. Der Baukörper nutzt die vorhandene Topographie nicht und erfordert umfangreiche Aufschüttungen. Teilweise sind die Aussagen zu den Höhenlagen widersprüchlich.

    Die geforderten Raumanforderungen sind weitgehend erfüllt. Die gewünschte Verbindung zwischen Foyer und Probesaal erscheint verbesserungswürdig. Die Konfiguration der Medienstudios bedarf einer Überarbeitung. Die Anlieferungssituation ist stimmig. Die Transparenz des Magazins erscheint als ein spannendes Erlebnisangebot für eventuelle Passanten. Die Verknüpfung der öffentlichen Grünfläche zum Theatersaal wird begrüßt.

    Die Raumkonfiguration von Anlieferung, Foyer, Magazin und Theatersaal ist weitgehend gelungen und entspricht den Anforderungen des Nutzers.

    Die technische Umsetzung des Konzepts erscheint möglich.

    Das Gebäude ist vollständig barrierefrei erschlossen. In den Außenanlagen ist eine zusätzliche Rampe erforderlich.

    Freiraum
    Die kraftvolle Konzeption der Quartiersachse eröffnet eine hohe Qualität für den Gesamtcampus. Der Fußgängerbereich entlang der Stephanstraße erscheint mit ca. 12 m Breite deutlich zu großstädtisch dimensioniert. Er verliert dadurch die Wirkkraft der „leeren“ großen Fläche.

    Kosten
    Die Arbeit liegt bei den Bauwerkskosten außerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens, jedoch unter dem Durchschnitt aller abgegebenen Arbeiten. Einsparpotenziale werden insbesondere im Bereich der Fassade gesehen.
    Hinsichtlich der Kosten für die Außenanlagen liegt die Arbeit außerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens und dabei am weitesten über dem Durchschnitt aller abgegebenen Arbeiten. Der Entwurf bearbeitet das Wettbewerbsgebiet in großen Teilen. Einsparpotenziale werden durch den Verzicht auf die Verlagerung des Spielplatzes sowie in einer Reduzierung der befestigten Promenaden gesehen.

    Bühnentechnik
    Als positiv wird die Berücksichtigung von Scherenpodesten mit einer einstellbaren Höhe von 0,00 bis 1,20 m registriert. Der Zugang zum Schnürboden sollte getrennt vom Lichttechnikraum sein. Die bühnen- und veranstaltungstechnischen Anforderungen werden ansonsten eingehalten.

    Energieeffizienz
    Die Einhaltung der Vorgaben zur Energieeffizienz sind dargestellt und können im Rahmen des Entwurfs ohne weiteres eingehalten werden. Die Aussagen zur Nachhaltigkeit der Fassadenkonstruktion müssen hinterfragt werden.