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    Entwurf Wettbewerb Judenhof

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    Landschaftsarchitekten
    Baron Landschaftsarchitekt, Ulm (DE)

    Mitarbeit
    Team: Hans Jürgen Baron, freier Landschaftsarchitekt BDLA Mitarbeiterin: Katharina Sophia Meinhardt, Dipl. Ing. (FH), Lichtkonzeption: Conplaning GmbH

    Erläuterungstext


    Der neu gestaltete Judenhof wird im wesentlichen wieder mit einer Natursteinoberfläche in Kleinsteinpflaster belegt. Alle seitlichen Gehwege mit Borden werden aufgelöst und der neue Pflasterbelag höhengleich bis an die Platzwände herangeführt.

    Mittelpunkt des Judenhofes bilden weiterhin die 4 bestehenden Linden mit dem Neptunbrunnen. Dieser Bereich wird als Hauptanziehungspunkt des Platzes auf eine Fläche von ca. 18 x 18 m vergrößert. Die neue Fläche liegt auf einheitlicher Höhenlage und schiebt sich plateauartig aus der leicht nach Norden abfallenden Platzfläche des Judenhofes.
    Der Abschluss nach Norden und Westen wird durch 2 Granitstufen, die auch als Sitzstufen genutzt werden können, gebildet.
    Zur langfristigen Sicherung der Linden und als besonderer Spielbereich für Kinder sind die Oberflächen des Brunnenbereichs mit wassergebundener Decke aus hellem Granitsand ausgebildet. In diese Oberfläche ist der Brunnen bündig eingelassen und kann von allen Seiten gleichermaßen benutzt und bespielt werden.

    Der Zentralbereich des Platzes wird weiterhin durch Basaltpflaster gebildet und geprägt. Zur Neugestaltung des Bereichs wird das bestehende Pflaster aufgenommen, selektiert und neu verlegt. Helle Granitbänder im Raster von 6 x 6m gliedern die Flächen und unterstreichen die Funktion des Judenhofes als besonderen Stadt- und Quartiersplatz.

    Basaltbelag und wassergebundener Belag kennzeichnen die Platzzonen, auf denen ausschließlich autofreie Nutzungen zulässig sind. Neben der Nutzung als Spiel- und Aufenthaltsflächen bilden sie die Bühne für partielle Außenbewirtung, besondere Märkte, Konzerte, Theateraufführungen, Bindertanz etc....

    An den Rändern erhält der neu gestaltete Platz einen Belag aus hellem, oberflächenbearbeitetem Granit (entsprechend Breiter Gasse). Dieser bildet den Platzrahmen, durchzieht den Platz und vermittelt als Grundbelag des Stadtquartiers in alle seitlich angrenzenden Gassen. Er kennzeichnet sowohl die Mischflächen der verbleibenden, verkehrsberuhigten Zonen, wie auch die Fußgänger- und Andienungsflächen des Platzes. Aufgrund seiner hellen, ebenen Oberfläche bildet er einen besonders gehfreundlichen Belag, der auch hinsichtlich der Sicherheit bei Nacht den Platz im dunkeln an seinen Rändern gut reflektierend beleuchten lässt.

    Zu den bestehenden Linden erhält der Platz auf der Ostseite eine durchgängige zusätzliche Bepflanzung durch eine Baumpergola in Form eines geschnittenen Lindendaches.

    Unter dem Baumdach befinden sich im Norden Sitzbänke mit Münsterblick. Im Süden überstellt das Lindendach teilweise die bestehende Außenrestauration und erzeugt an Sommertagen ein südliches Flair. Darüber hinaus harmonisiert das Lindendach den Blick auf die weniger anschauliche Hauszeile entlang des östlichen Platzes.

    Die Beleuchtung des Platzes erfolgt entlang der Aussenkanten der basaltgepflasterten Platzflächen mit Mastaufsatzleuchten. Bodeneinbauleuchten unter den Linden erzeugen zusätzlich eine besondere Atmosphäre.

    Behindertengerechte Parkplätze sind unmittelbar östlich des Judenhofes vorgesehen, Parkplätze für Fahrräder sind südlich des Neptunbrunnens angeordnet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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