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  • AT-6521 Fließ
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-144552)

Natur- und Kulturpanorama Gacher Blick


  • Teilnahme


    Landschaftsarchitekten
    AllesWirdGut, Wien (AT), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: feld72 Architekten ZT GmbH, Wien (AT), Kaltern (IT)

    Erläuterungstext
    A gache Gschicht

    Das Tor zum Naturpark Kaunergrat, der Gache Blick. Ein Ort, der nicht nur zu einem Blick ins Tal und in die Ferne, sondern auch zum (Rück)blick in die eigene Geschichte wird.

    Heute eine Situation, die “unfertig” wirkt. Vor uns die atemberaubende Landschaft, der fast “dahingeworfene” Parkplatz nimmt dem Ort viel von seiner möglichen Wirkung.
    Ziel unserer Intervention ist es, die Landschaft zum Klingen zu bringenohne Zutaten- nur durch das Überformen der bestimmenden Elemente vor Ort.

    Wie kann man die Elemente vor Ort neu arrangieren und deren Atmosphären stärken? Kann durch subtile Ergänzung der besondere Ort in seiner Qualität
    gestärkt und zu einem neuen Ganzen verbunden werden? Wie kann man den spektakulären Ritt entlang der Straße hoch zum Berg am Gachen
    Blick entschleunigen, um Schritt für Schritt anzukommen an einem Ort, der Ausblick und Einblick gleichermaßen anbieten kann?

    Der Eingriff konzentriert sich auf 3 wesentliche Elemente:
    -Parkplatz / Renaturierung und Verdichtung
    -Die Gache Kante/ Infrastruktur und Möblierungselement
    -Die Gache Arena mit Aussichtstrum / Inszenierung des Panoramablicks, Rückzugsraum

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der „Gache Blick“ ist ein ungestalteter Ort, ein Aussichtspunkt ohne Aufenthaltsqualität. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz ohne gestalterischen Anspruch, Straßenraum ohne Fassung, Aussichtspunkt ohne Aufenthaltsqualität.

    Die Idee des Entwurfes ist die bestehende Aussichtsqualität mit Aufenthaltsqualität zu verknüpfen durch drei wesentliche gestalterischen Maßnahmen.
    1. Parkplatz einfacher Eingriff in der Textur mit Linien und Weiderosten überlagert von der 3.Dimension (Bäumen)
    2. Hölzernes Band als Begrenzung des Parkplatzes, Möbel in der Landschaft, Informationsträger, beginn des Weges in die Tiefe
    3. Arena – natürliche Bewegung des Geländes wird weitergeführt, überhöht, gesteigert bis zu einem Turm mit einem sich darunter befindenden Raum. Der Turm zum Schauen, die Vermittlung „archaiisch“. Die Arena als getreppte aber überwachsene Landschaft, der Turm aus geschichteten Holzblöcken mit Höhlen und zum Erklimmen.

    Die Landschaft wird immer mehr geformt und endet in der Holzskulptur. Ein sehr spannendes Projekt, welches sich sehr gut mit der Örtlichkeit und den Vorstellungen des Auslobers auseinandersetzt. Interessant und gut gelöst ist der Übergang des Parkplatzes in die Landschaft, die „Gache Kante“ in der Diskussion und im Vergleich mit anderen Projekten
    hat sich die Jury allerdings die Frage gestellt, ob der Parkplatz nicht grundlegend verändert gehört und gerade im Bereich des Naturparkhauses ein Stück Natur der gestalteten
    Landschaft zurückgegeben werden kann. Auch die Idee der Arena ist im ersten Moment sehr bestechend, wobei die Frage diskutiert wurde, ob dieser Ort in dieser Form nicht überzeichnet wird.


INFO-BOX

Angelegt am 09.07.2013, 11:08
Zuletzt aktualisiert 03.07.2014, 18:03
Beitrags-ID 4-70686
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