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  • DE-91020 Erlangen
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-131262)

Neubau einer Wohnanlage für Studierende


  • Anerkennung

    lageplan

    Architekten
    hirner & riehl architekten und stadtplaner partg mbb, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Hirner , Dr. Martin Riehl

    Mitarbeit
    Eva-Maria Aurbach, Robert Härtl

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: lab landschaftsarchitektur brenner Partnerschaft mbB, Landshut (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Das Konzept verdichtet die vorhandenen, einzeln im Wald stehenden Studentenhäuser zu einer kleinen Studentenstadt mit eigenem Charakter. Durch die Anordnung der 5 neuen Studentenhäuser entstehen Plätze unterschiedlicher Größe. Diese gliedern das Quartier, bilden verschieden große Aufenthaltsbereiche und schaffen einen maßstäblichen Kontrast zu den vorhandenen Großstrukturen der Institutsbauten.
    Durch einen einheitlichen neuen Oberflächenbelag ergibt sich ähnlich dem Gefüge einer historisch gewachsenen Stadt ein Geflecht aus Wegen, Plätzen, Aufweitungen und Verengungen. Auf den Plätzen selbst bleiben die vorhandenen Kiefern als Inseln im sonst durchgehenden Belag erhalten, sie werden wo nötig ausgedünnt und neu gefasst. Auch in den Randbereichen der Studentenstadt wird der Waldbestand bewahrt. Der nordwestliche Bereich des Wettbewerbsgrundstücks bleibt unbebaut und steht universitätsnahen Nutzungen wie dem geplanten Auditorium zur Verfügung. Das Parkhaus mit einer Wendel-rampe kann im nordöstlichen Grundstücksbereich untergebracht werden.

    Studentenhäuser
    Das Raumprogramm wird auf 5 Häuser mit 7 und 8 Geschossen aufgeteilt. Jedes Haus wird durch eine spezielle Farbe charakterisiert. In den Erdgeschossbereichen der neuen Häuser befinden sich neben dem Eingang die Gemeinschaftsräume, Fahrradabstellräume und Foyerzonen, in den darüberliegenden Geschossen wohnen die Studenten in unterschiedlichen Wohnformen. Der 2. Rettungsweg ist durch Anleiterbarkeit gesichert. Das Haus am zentralen Platz beherbergt als kommunikatives Zentrum das Café.

    Freianlagen

    Realisierungsteil
    Die kompakte Studentenstadt wird von einem grünen Vorhang aus ortstypischen Kiefern umschlossen. Der prägende Baumbestand wird gepflegt, aufgeastet und nach Bedarf ergänzt. Das Quartier ist autofrei und von allen Seiten fußläufig erschlossen. Die Feuerwehrzufahrten und die Anlieferung bleiben gewährleistet. Der Charakter einer Studentenstadt im Grünen, eingebettet zwischen dem alten Baumbestand, wird gestärkt. Im Inneren entstehen hochwertige, elegante, vielfältig nutzbare und robuste Freiräume. Die einheitliche und homogene Belagsfläche aus dunklem Mastix klammert die Gebäude zusammen. Das Wegesystem ist ungerichtet und hierarchielos. Eingangsbereiche vor den Häusern werden durch helle Ortbetonflächen markiert. Inselähnlich sind nutzbare Bereiche angeordnet, die kleine und maßstäbliche Platzsituationen definieren:
    - dichte Baumhaine aus bestehenden, hohen Kiefern
    - Baumgruppen mit Sitz und Liegemöglichkeiten
    Die Teppiche stärken die Kommunikation und die Aufenthaltsqualität:
    - Sitzen unter Bäumen und an den Plätzen
    - Grillplatz, Aufenthalt und Treffpunkte
    - ruhige Hofsituationen
    - dezentrale Fahrradstellplätze vor den Häusern
    An den Gebäuden werden Sickermulden angeordnet, die das Dach- und Oberflächenwasser aufnehmen.

    Umgriff
    Über die zentrale Achse wird der Nord- mit dem Südbereich verbunden. Im Bereich der Chemiegebäude entsteht ein naturnaher Heidestreifen mit lockerer Kiefern-Bepflanzung und beidseitigen Erschließungszonen.
    Bewusst wird eine grüne Fuge zu den bestehenden Wohnheimen im Nord-Westen geschaffen. Die sich aus dem Gebäudebestand ergebene Geometrie der Wegeführung wird ausgenutzt: In den Gelenken der Achse entstehen Plätze mit unterschiedlichen Funktionen und Stimmungen. Im Norden, an der Schnittstelle zu den Chemiegebäuden der Wasserplatz mit der Möglichkeit für Freiluftveranstaltungen, Skaten oder Erholung.

    Im Süden der großzügige, zentrale Platz mit vielfältigen und flexiblen Nutzungen wie Café, Buchmärkte, Ausstellungen oder Veranstaltungen.
    Der bestehende und prägende Baumbestand wird größtenteils erhalten, gepflegt und durch nutzbare, wassergebundene Beläge ergänzt. Als potentielle Ausgleichsflächen bieten sich die Kiefernwälder im Nord-Westen sowie im Osten an.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.