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  • ein 2. Preis

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    TGA-Fachplaner
    Duschl Ingenieure GmbH & Co.KG, Rosenheim (DE), München (DE), Chemnitz (DE), Erlangen (DE), Merano (IT), Frankfurt/Main (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ama_architekturbüro michael auerbacher, Burghausen (DE)
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)

    Preisgeld
    70.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einer sich von Norden nach Süden verschlankenden zweifach abgeknickten Baufigur wird der Baublock auf überzeugende Weise geschlossen. Durch das Zurückweichen von der Dachauer Straße entsteht ein angemessen großes Vorfeld mit dem Haupteingang im konkaven Knick des Baukörpers. Besonders hervorzuheben ist der große zusammenhängende Freiraum im Blockinnenbereich. Das Gelände ist für die Belichtung des Hofgeschosses schon im nördlichen Bereich etwas abrupt abgeböscht. Auf der Straßenseite ergibt sich aus gleicher Ursache - Abgrabung des Vorplatzes im Bereich südlich des Haupteingangs - eine ungünstige Situation im urbanen Umfeld.


    Hauptproblem des Entwurfs ist die sehr knappe Außenabwicklungslänge, was zu einem reduzierten Achsrastermaß der Büros führt, so dass einige Büros in einen zu engen schachtartigen Lichthof orientiert werden müssen. Auch die Ausbildung des Konferenzbereichs auf zwei Ebenen ist nicht akzeptabel.

    Vielleicht ließen sich die Probleme der zu geringen Abwicklung durch eine ausgeprägtere Terrassierung auf der Hofseite mildern.

    Bemängelt wird generell die räumliche Gefangenheit der Innenzonen ohne Ausblicke ins Freie. Dies geht auf Kosten der Orientierung der Besucher im Gebäude. Dieses Problem beginnt schon im Eingangsbereich, von dem aus man sich einen Durchblick oder zumindest Durchgang in den Hof wünschen würde. Positiv gesehen wird die großzügige Treppenanlage im Zentrum des Gebäudes. Von den dezentral situierten Aufzügen sind die Wege z.T. sehr lang. Es fehlt ein Lastenaufzug mit Verbindung zum Anlieferungsbereich.

    Die Fassaden sind mit einem einheitlichen Muster überzogen, das zwar die Dynamik betont, die durch die leichten Abwinklungen entsteht, aber auch die Gefahr von Monotonie in sich birgt.

    Das Prallscheibenthema erscheint zur Dachauer Straße hin richtig. Die barrierefreie Erschließung des Männerwohnheims ist gut gelöst. Dessen Gebäudehöhe überschreitet die Toleranz des § 34. Die Caféterrasse kann den fehlenden Garten nicht ersetzen. Zumindest einer der erhaltenswerten Bäume muss aufgrund des vorgeschobenen Erdgeschosses entfallen.

    Die Kindertagesstätte ist wohltuend klar und kompakt ausgeformt und von einer großen begrünten Freifläche umgeben, die gut besonnt ist. Die räumliche Qualität des zentralen Innenbereichs erscheint dagegen verbesserungsfähig.


    Die Arbeit zeichnet sich in besonderer Weise dadurch aus, dass ein kompaktes, langgestrecktes Gebäude einen angemessen großzügigen Eingangsbereich und einen gut proportionierten, ausgedehnten, ruhigen Binnenraum bildet. Die öffentliche Durchwegung ist von der Schleißheimer Straße und der Gabelsbergerstraße durch Gebäudepassagen möglich.

    Der Anteil versiegelter Flächen im Grünraum ist zu hoch. Bei Anerkennung der zurückgenommenen Gestaltung wird eine vertiefende Durcharbeitung der Freiflächen
    vermisst. Wertvolle Bäume können bedingt erhalten werden. Weitere Teile der Freianlagen sind durch die Tiefgarage unterbaut.

    Im Themenfeld „Komfort und Gesundheit“ verfügt die Arbeit infolge des hohen Gesamtfensterflächenanteils, der stark vertikal gegliederten Fassadenausbildung und teilweise dunklen Flure – mit eingeschränkten Sichtbeziehungen zum Außenraum – über eine mäßige Tageslichtversorgung. Auch das Raumklima bietet bei eher hohem Ost-West-
    Fensterflächenanteil, transparenten Brüstungsbereichen, einem mäßig effizientem Sonnenschutzkonzept nur bedingt förderliche Arbeitsplatzbedingungen. In Bezug auf die „Wirtschaftlichkeit“ zeichnet sich der Baukörper durch eine vorteilhafte Flächeneffizienz (NF/BGF-Verhältnis) aus. Die Lebenszykluskosten lassen gleichermaßen sehr geringe Investitions- und Betriebskosten erwarten. Hinsichtlich „Ressourcen und Energie“ ist ein mittlerer Anteil des Gesamtgrundstücks versiegelt. Der Primärenergieinhalt der Baustoffe
    („graue Energie“) weist gleichermaßen sehr geringe Werte zur Baumasse unter Gelände, zum Bruttorauminhalt und zum Hüllflächenanteil auf. Zudem erscheint die Fassadenausbildung
    robust und dauerhaft. Der absolute Endenergiebedarf ist sehr gering, der spezifische Bedarf (d. h. pro m2NGF) eher durchschnittlich. Die Energiebedarfsdeckung kann mit einem
    großen PV-Potential aufwarten, die Solartechnik ist teilweise formal in die Dachflächen integriert. Insgesamt liegt das Energie- und Nachhaltigkeitskonzept des Beitrages
    gleichermaßen im Wettbewerbsmittel aller Arbeiten sowie der Arbeiten in der Engeren Wahl im oberen Bereich.


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