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  • DE-70173 Stuttgart
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-128542)

Neubau Sporthallenbad Neckarpark


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Sacker Architekten GmbH, Freiburg im Breisgau (DE)
    Visualisierer: ARCHITECTURE2BRAIN - architekturdarstellungen, Berlin (DE), Augsburg (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeichnet sich durch seinen klaren, einfachen Baukörper aus, der mit seiner Fassadengestaltung Ein- und Ausblicke gewährt und seine Nutzung von außen gut ablesbar macht.

    Die Einschließung erfolgt geschickt von Süden, von der Benzstraße abgewandt. Die Zufahrt erscheint problemlos. Vom vergleichsweise großzügigen Vorplatz gelangt man ebenerdig in das übersichtliche große und offen gestaltete Foyer.

    Kritisch gesehen wird die gemeinsame Nutzung des Vor- und Zufahrtsbereiches von Fußgängern und Fahrzeugen. Eine funktionierende Zufahrt von Bussen konnte nicht nachgewiesen werden.

    Das Foyer ist gut nutzbar für die Pausenbewirtung.

    Die Trennung zwischen Sportlern und Zuschauern erfolgt nachvollziehbar im Foyer, die Erschließung der Badeebene und Tribüne erfolgt über einsehbare Treppen hinter der Glasfassade, was kritisch gesehen wird. Dass sich Umkleiden und Duschen auf unterschiedlichen Ebenen befinden ist ein Mangel der Arbeit. Durch den fehlenden Ausgang von den Duschen auf die Badeplatte entstehen lange Wege und ein erhöhter Reinigungsaufwand im Betrieb.

    Die Badehalle mit ihrer Anordnung der Becken und Nebenräume ist übersichtlich und klar gegliedert. Die Tribüne reicht bis auf Beckenumgang und kann auch von den Sportlern genutzt werden. Die Halle wirkt durch Materialwahl, Zuschnitt und die großzügige Verglasung hell und freundlich. Die Nebenräume sind gut nutzbar angeordnet.

    Aus den Plänen ist keine räumliche Trennung der Schwimmhalle vom Foyer erkennbar, die aus lüftungstechnischer Sicht notwendig ist. Die Technikflächen sind zu klein und entsprechen von der Höhe auch nicht den Anforderungen.

    Die südliche Glasfassade ist mit Dünnschicht-Photovoltaik geplant, die gleichzeitig zur Verschattung und als Einblickschutz dient und im Ganzen positiv bewertet wird. Der große Glasflächenanteil führt zu einem hohen Energieverbrauch und zu einem hohen Reinigungsaufwand. Auch wird das anfallende Dachregenwasser nicht im Gebäude genutzt.

    Die Vorgaben der Ausschreibung werden im Wesentlichen erfüllt. Die funktionalen Zusammenhänge sind allerdings nicht in allen Bereichen gelöst.

    Der Vorzug des Entwurfs liegt in einer klaren, eigenständigen Architektursprache und einer kompakten, wirtschaftliche Bauform. Sie stellt von daher einen interessanten Beitrag zur Lösung der Aufgabe dar.