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  • DE-50679 Köln
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-127530)

Bildungslandschaft Altstadt Nord


  • 3. Preis


    Architekten
    CITYFÖRSTER architecture + urbanism, Berlin (DE), Hamburg (DE), Hannover (DE), Oslo (NO), Rotterdam (NL) Büroprofil

    Verfasser
    Kirstin Bartels

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    22.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebaulichen Setzungen der Rahmenplanung werden im Grundsatz aufgegriffen und in Teilbereichen neu interpretiert. Dabei geht die Ausbildung eines Turmplatzes mit zugeordneten Eingängen zu Grundschule, Kita und Studienhaus zu Lasten der Anbindung an den Park; diese wünscht man sich deutlich großzügiger. Der Eingang zur Realschule liegt in einer Gasse und ist von den anderen Eingängen leider abgekoppelt. Die Anbindung des Abendgymnasiums ist städtebaulich äußerst schwach ausgebildet.

    Prägende Elemente im Freiraum bilden die den Eingängen vorgelagerten Holzpodeste; diese können attraktive Pausenaufenthaltsflächen darstellen. Die Grundschulerweiterung bildet zusammen mit der Kita einen durchaus angenehmen Hof; hier sind die notwendigen Freiflächen in geschützer Lage angeordnet. Problematisch erscheint die bauliche Verbindung vom denkmalgeschützen Gebäude und seiner Erweiterung.

    Positiv wird bei der Realschule das durchgesteckte Foyer als Verbindung von Gasse und Park gesehen. Die innere Organisation und Erschließung bietet räumlich spannende Zusammenhänge; die Clusterbildung wird als sehr gelungen beurteilt. Die Verwaltungsräume im Erdgeschoss befinden sich an der richtigen Stelle.

    Die pädagogische Zielsetzung wird in Teilen erreicht, wobei das Realschul-Cluster der erwünschten Qualität entspricht. Es fehlt jedoch ein Naturwissenschaftsraum. Die Seminarräume im Studienhaus liegen über Eck und erfüllen damit nicht die Vorraussetzung eines Klausurraumes.

    Mit der hier vorgeschlagenen Ausbildung eines Brunnenplatzes erhält dieser Bereich eine angemessene und einprägsame Zugangsgestaltung. Funktionale Mängel beim Mensa- und Werkstatthaus werden bei der Mensa gesehen: Ausgabe und Eingangszone überlagern sich unvorteilhaft. Die seitliche Anordnung der Bühne ist nicht überzeugend.

    Sowohl für das Mensa- und Werkstatthaus und das Studienhaus sind in der Ausführung in Klinkermateriel vorgeschlagen. Dieses erscheint angemessen, allerdings fällt die Gestaltung der Schulen mit Wärmedämmverbundsystem davon deutlich ab.

    Das Raumprogramm wird hinsichtlich der NF 1-6 geringfügig überschritten, BGF und BRI liegen über dem Durchschnitt. Es ist mit durchschnittlichen Betriebskosten zu rechnen.
    Die Baukosten liegen geringfügig über dem veranschlagten Budget.

    Die Barrierefreiheit erscheint für das Gebäudeensemble grundsätzlich gegeben. Allerdings ist diese bei der Grundschule im Erdgeschoss nicht vollständig gewährleistet.

    Insgesamt handelt es sich um einen nachvollziehbaren und qualitätsvollen Beitrag zum Thema Bildungslandschaft.


INFO-BOX

Angelegt am 18.07.2013, 14:17
Zuletzt aktualisiert 20.12.2017, 20:03
Beitrags-ID 4-71053
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