loading
  • DE-93413 Cham
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-127228)

Neubau einer Stadthalle


  • ein 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Yvonne Baur

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: SPREEN ARCHITEKTEN, München (DE)
    Tragwerksplaner: merz kley partner, Dornbirn (AT), Altenrhein (CH)

    Preisgeld
    19.250 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser folgt dem natürlichen Geländeverlauf und stellt die einfache, langgestreckte Stadthalle hangaufwärts in den Westen, um zur Further Straße einen weiten zonierten, gut nutzbaren Vorbereich zu schaffen. Das Gebäude liegt relativ weit entfernt von der Straße, Restaurant und Tagungsräume liegen ungünstig im Nordosten.

    Die beiden Baumhaine fassen auf unprätentiöse Art und Weise den neuen Festplatz und bilden Übergangszonen mit bester Aufenthaltsqualität.
    Der Entwurf besticht durch seine Strenge und Einfachheit und die kluge Ergänzung der Gebäude mit den Baumhainen. Dadurch entsteht eine klare Raumbildung. Unter den Baumdächern wird bescheiden geparkt, darüberhinaus sind die Freiräume unter den Bäumen auf vielfältige Weise nutzbar.
    Der westlich des Neubaus liegende Stadthallengarten ist ein wichtiger Beitrag zur Verbindung des Grünzugs zwischen Sportplatz und Stadt. Er scheint aber ein wenig zu knapp.
    Die fußläufige Verbindung der Bushaltelinie zur Further Straße ist als attraktive Folge von Weg, Platz und Baumhain gut vorstellbar und stellt eine wichtige Querverbindung dar.
    Der vor dem Gebäude breit gelagerte Festplatz ist gut nutzbar für Freiflächenveranstaltungen, als Freisitz des Restaurants sowie zum Verweilen vor der Veranstaltung. Insgesamt bietet sich der Platz von allen Seiten attraktiv an.

    Die Parkierung ist aufgeteilt in ebenerdige Aufstellflächen, günstig gelegen zwischen Stadthalle und Sportplatz und einer eingeschossigen Tiefgarage unter dem Stadthallengebäude. Die Parkplätze sind störungsfrei für den Wohnungsbau positioniert und anfahrbar. Die Anlieferung der Halle erfolgt unauffällig und funktional.

    Vorbereich, Foyer, Saal und Stadthallengarten können gestalterisch als eine Einheit zusammengebunden werden, sie sind, aufgeteilt in ihre einzelnen Teilbereiche, gut proportioniert und gut nutzbar.
    Die klare einfache Architektursprache mit dem gewählten Material Ziegel wird dem gestellten Thema Stadthalle im hohen Maße gerecht. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist dies sowohl in der Gestaltqualität als auch im Unterhalt ein guter Beitrag.

    Das Raumprogramm ist erfüllt. Die vorgeschlagene Ausstellungsgalerie ist ein zusätzlicher schöner Beitrag zur Gestaltung des Foyers. Der Weg von der Küche zu Foyer und Saal verläuft über das Restaurant. Der Hinterbühnenbereich ist stimmig organisiert.

    Die knappe Baukubatur und die vorgeschlagene Materialität (Ziegel und Holz) sind ökologisch sinnvoll und lassen geringe Energie- und Unterhaltskosten erwarten. Die einfache, geradlinige Baukonstruktion mit geringem Glasanteil lässt sich wirtschaftlich umsetzten. Der zweite Bauabschnitt erweitert unauffällig den einfachen Baukörper.

    Insgesamt ein einfacher, klarer, sehr guter Beitrag für die gestellte Aufgabe.