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  • DE Schleswig
  • 04/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4080)

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb "Auf der Freiheit"


  • 3. Preis

    Lageplan M 1/1000

    Architekten
    KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Finn Warncke Jörg Fuhrmann Katharina Wiedemann Nicolas Willms

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Michael Nagler Landschaftsarchitekt, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext


    Städtebauliches Konzept:

    Auf der Suche nach Identität als Ausdruck von Qualität müssen Spuren nicht nur gelesen, sondern auch aufbereitet werden.
    Dem aufgegebenen Kasernengelände werden die Mannschaftsquartiere entfernt, die ehemaligen Gemeinschaftseinrichtungen werden öffentlichen Nutzungen übergeben.
    Die zwei kompakten Hauptbaufelder liegen auf den Spuren der historischen Nutzung und legen sich wie Teppiche an die Haupterschließungsstrasse, welche Schlei von nördlich gelegenem Holmer Noor trennt.

    Wie beschützende Finger rahmen die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Parzellenränder die privaten Grünflächen. Trotz aller Durchlässigkeit weisen die Baufelder eine starke Orientierung zur Schlei auf. Auch wenn das Wasser in den nördlicheren Zonen nicht direkt erlebbar sein wird, so folgt doch die Gesamthaltung des Entwurfs dem Wunsch nach dem Wohnen am Wasser.

    Der schon über die Zeit der Kasernennutzung hinaus existierende Dreiecksplatz mit seinem hainartigem Charakter bildet das Scharnier der Gesamtanlage. Zusammen mit dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, den neuen Baumhäusern und dem vorhandenen Großgrün wird hier das identitätsstiftende Moment der Gesamtanlage geschaffen.
    Im Gegensatz zu den kompakten Baufeldern wird hier auf eine Gliederung in private Gartenräume verzichtet, in Kombination mit einer eher unkonventionellen Wohnform entsteht im Zentrum ein durchlässiger Park vom Holmer Noor bis zur Schlei.

    Im Süden trifft dieser Park auf die der Wasserkante folgenden öffentlichen Grünzonen und verschmilzt mit ihnen. Sowohl das ehemalige Offizierscasino, als auch das Bootshaus bilden zusammen mit der nördlichen Marinaerweiterung und den Baumhäusern eine säumende Kette von Solitären.

    Es entsteht eine durchgängige hainartige Parklandschaft, in welche zwei private Grünzonen eingebettet sind. Diese beiden Baufelder sind mit durchmischten Wohntypen — Einzelhaus, Reihenhaus und Geschoßwohnungsbau - ausgestattet.
    Alle Wohneinheiten erhalten eine direkt angrenzende Grün- und Gartenversorgung mit privatem Nutzungscharakter und werden konsequent durch geschnittene Hecken gegliedert.
    Der Verkehr wird aus den Wohnquartieren weitgehend herausgehalten. Die Haupterschließung führt auf den bestehenden Trassen um die Quartiere herum und nimmt auch den ruhenden Verkehr auf. Stichstraßen erschließen die zentral gelegenen Einfamilienhäuser bzw. die Punkthäuser. Ein ausgedehntes Fußwegenetz verbindet alle Wohn- und Grünbereiche miteinander.

    Spielplätze und Liegewiesen finden sich ausserhalb der Wohnquartiere, in dem zur Schlei vorgelagerten Grünzug, zwischen Netzetrockenplatz und Hafenpromenade.
    Die weitläufige Hafenpromenade mit Marina bildet einen Treffpunkt mit Gastronomie- und Shoppingeinrichtungen.

    An der Schlei wird ein übergeordneter Uferweg für Radfahrer und Fussgänger eingerichtet. Dieser erhält Anknüpfpunkte am Stadthafen, den Königswiesen, in Holm, an den wasserseitigen Strukturen Strand und Marina und der zukünftig zu entwickelnden nordöstlich des Planungsraums gelegenen Freizeit- und Erholungslandschaft.

    Materialwahl:

    Kontrastierend zum Bestand werden die Ergänzungsbauten in hellen Materialien errichtet.
    Die Ränder der Parzellen werden mit hellem Klinker verkleidet, die Einfamilienhäuser sind als verputzte Massivbauten geplant, einzig die Baumhäuser ordnen sich durch ihre Holzverkleidungen dem bestehenden Wald unter. Ihre expressive Formensprache wirkt identitätsbildend.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.