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  • DE-16540 Hohen Neuendorf
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-134227)

Stadtzentrum


  • 2. Rundgang


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    Stadtplaner
    studio nelke / formeller und informeller städtebau, Berlin (DE), Offenbach (DE)

    Verfasser
    Achim Nelke

    Mitarbeit
    Rebecca Hoffmann

    Erläuterungstext
    Allgemeine Konzeption
    Das Stadtzentrum Hohen Neuendorfs wird durch drei Elemente aufgewertet: Einen Stadtplatz gegenüber dem Kauflandareal, eine in die Fassadenneugestaltung des Kauflands integrierte Bürgergalerie und einen Rathausgarten. Verbunden sind diese Elemente durch eine Promenadenstruktur, die als starkes Freiraumelement die räumliche Klammer bildet und die Barrierewirkung der Oranienburger Straße reduziert. Die detaillierte Ausführung der Freiräume ist in einem gestalterisch-kooperativen Verfahren zu ermitteln.
    Verkehrskonzeptionell wird die Waldstraße bei Beibehaltung der Fahrbahnbreite neu geführt, so dass eine klare Zuordnung der Stellplätze auf die Nordostseite des Rathauses möglich wird.
    Die Gebäudetypen sind für die öffentlichen Funktionen (Handel, Verwaltung, Büro) in kubischer Formsprache gehalten. Der Anbau an das Rathaus ordnet sich diesem in seiner Höhenentwicklung unter und stellt dennoch eine eigenständige Form dar. Die Körper der Erweiterung des Kauflandareals hin zur verlegten Waldstraße und der optionale Neubau an der Nordseite des Rathausplatzes sind als Chiffren zu
    lesen, da sich die exakte hochbauliche Form erst in Folge eines Aushandlungsprozesses mitsamt der Erstellung des benötigten Raumprogramms ergeben kann.
    Die Wohnbauten nehmen mit ihrem Sockelgeschoss mit einseitiger Dachschräge eine vermittelnde Funktion zwischen den östlichen Bauten und der übrigen bestehenden kleinteiligen Wohnbebauung ein. Die ortsbildtypische Vorgartenzone wird dabei aufgegriffen und beibehalten. Auch die durchschnittliche GRZ von ca. 0,3 und die GFZ von ca. 0,6 entsprechen spiegeln das Einpassen in die offenen, grünen Qualitäten
    Hohenneuendorfs wieder.

    Stadtplatz
    Der Wildbergplatz wird als Stadtplatz neu gefasst. Er bildet zukünftig die „Gute Stube“ Hohenneuendorfs. Neben der täglichen Bespielung durch die Erdgeschosszone seiner westlichen Randbebauung bietet er Raum für einen Wochenmarkt, das Herbstfest „Die Schau“ und die Kunstmeile. Unter dem Platz befindet sich eine eingeschossige Tiefgarage, die den Stellplatzbedarf dieses Bereichs deckt. Der untere Platzbereich
    ist dabei über eine Rampe barrierefrei an die Promenadenstruktur angebunden.

    Bürgergalerie & Fassadenneugestaltung Kaufland
    Die Fassade des Kauflandes erhält ein neues Kleid aus längs verlegten Holzlamellen im Erdgeschoss. Diese formen ein straßenseitig dreifach geknicktes Polygon, das die bisherige Struktur ablöst, ohne funktionale Einschränkungen für die Nutzungen (Läden & Parkdeck) zu evozieren. Die städtebauliche Betonung der Ecke Oranienburger Straße / Schönfließer Straße wird neu interpretiert: Entlang der Schönfließer Straße entwickelt sich oberhalb des Erdgeschosses ein zur Ecke hin steigendes, abgeschrägtes Solardach. Dieses schneidet die Bürgergalerie an, die sich gegenüber dem Wildbergplatz befindet.
    Die Galerie bietet für die Hohen Neuendorfer Zivilgesellschaft die Möglichkeit, Objekte eigener Herstellung in abschließbaren Glaskästen auszustellen. Hierfür ist ein Träger (-verein) auszuwählen, der die Ausstellungen kuratiert und organisiert. Im Ergebnis finden sich Werke der Bürger an einer zentralen Stelle in ihrer Stadt. Denkbar wäre die Zugänglichkeit nur über das Parkdeck erfolgen zu lassen. Damit wären die Werke nur aus der Ferne betrachtbar, aber auch vor Vandalismus geschützt. Alternativ ist die Errichtung einer Außentreppe zur Dauerzugänglichkeit denkbar.

    Rathausgarten
    Der Rathausgarten bildet den repräsentative und dennoch lockeren Vorraum des Rathauses und des Erweiterungsbaus. Durch ihn wird das Rathaus an die Oranienburger Straße „geführt“. Auch der Rathausplatz ist vom Landschaftsband barrierefrei über eine Rampe zu erreichen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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