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  • DE Düsseldorf
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-148789)

Wohnquartier im Düsseltal


  • Gewinner

    Perspektive Max-Planck-Allee

    Architekten
    Konrath und Wennemar Architekten Ingenieure, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Oliver Konrath , Prof. Thomas Fenner

    Mitarbeit
    Oliver Konrath, Harald Wennemar, Johannes Lahme

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Wohnquartier im Düsseltal

    Anlehnung an die benachbarten Wohnquartiere

    Das Wohnquartier Düsseltal will in Anlehnung an das nord-westlich angrenzende Quartier hochwertigen Wohnraum in stadtteiltypischen freistehenden Einzel- und Doppelhäusern, sowie Mehrfamilienhäusern bieten.
    Dieses Ziel wird wie folgt erreicht:
    Übernahme der städtebaulichen Körnigkeit des Nachbarquartiers, insbesondere in Bezug auf die Größe der Grundfläche der Häuser, die Dachform, den Wechsel unterschiedlicher Fassadenmaterialien und die städtebauliche Anordnung von Gebäuden. Hierbei sind die Drehung der Firstrichtung und damit die Schaffung von trauf- und giebelständigen Häusern, sowie das leichte Rück-Versetzen einzelner weniger Häuser aus den Baufluchten hervorzuheben. Auch das Einstreuen einiger weniger Häuser mit Flachdach (Mehrfamilienhäuser) sei hierbei erwähnt.
    Durch diese Werkzeuge wird das typische, kleinteilige und abwechslungsreiche Ambiente eines gewachsenen Wohnquartiers nachempfunden und von Anfang an erzeugt. Das neue Wohnquartier fügt sich so in seiner Maßstäblichkeit nahtlos in den Bestand ein. Dies wird insbesondere im Schwarzplan, sowie in der städtebaulichen Isometrie deutlich, die beide eine mit dem Bestand vergleichbare Körnigkeit aufweisen.

    Ein Wohnquartier mit hoher Lebensqualität

    Das Entwurfskonzept sieht die Schaffung eines zentralen autofreien Angers vor, der mit seiner hochwertigen Freianlagengestaltung das kommunikative Herz des Quartiers wird. Eine Wasserfläche, sowie die Boulefläche unter Bäumen oder auch die „Dorfeiche“ laden zum verweilen ein. Hier sind auch die für das Quartier erforderlichen Spielflächen angeordnet.
    Alle Häuser gruppieren sich um diesen Anger und sind von diesem fußläufig zu erreichen.
    Die Freibereiche gliedern sich in öffentliche Erschließungswege als Mischverkehrsflächen, öffentliche Freianlagen mit hoher Aufenthaltsqualität, sowie private Gärten.
    Diese Mischung um das Herz, den Anger führt zu einer hohen Identitätsbildung im Quartier und zu einer gesunden sozialen Kontrolle der öffentlichen Freibereiche.

    Ein vernetztes Wohnquartier

    Der Anger ist über eine großzügige Fußwegeverbindung an die Max Planck Straße angeschlossen.
    Dieser Zugang befindet sich im autofreien Bereich zwischen dem Wendehammer und dem Einstich der Clara Viebig Straße. So entsteht von der Max Planck Straße aus ein repräsentativer fußläufiger Zugang zum Quartier, dessen Verlängerung über den Anger bis zur Kleingartensiedlung an der Eduard Schloemann Straße führt.
    Die Vernetzung des Quartiers mit seinem Umfeld wird nördlich zur Düssel hin und westlich zur Max Planckstraße genauso sichergestellt, wie östlich zur Kleingartensiedlung.

    Für die Zukunft mitgedacht und sauber erschlossen

    Die Anordnung der Erschließungsstraße am östlichen Grundstücksrand wurde so gewählt, dass eine Erweiterung des Quartiers in Richtung der Kleingartensiedlung zukünftig möglich ist.
    Die Lage der Straße schafft Freiraum für den Anger und erschließt alle Gebäude auf wirtschaftliche Weise (ca. 13% der Grundstücksfläche). Es entsteht Raum für quartierstypische Grundstücksgrößen von 250m² – 400m² Größe.
    Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge durchfahren das Quartier auf einer ringförmigen Trasse, die die Anordnung eines Wendehammers (verlorener Raum) überflüssig macht.
    Lieferdienste erreichen jedes Haus und finden am Ende der Strichstraßen sparsame Wendehämmer vor, deren Querschnitt kaum größer als der der Straße selbst ist.

    Zeitgemäßer Formenkanon fügt sich in die Nachbarschaft ein

    Das architektonische Konzept sieht schlichte, elegante Haustypen mit Satteldach, ohne Dachgauben oder Dachaufbauten vor. Spannung und Vielfalt erhält die Komposition durch die Anwendung verschiedener Fassadenmaterialien wie Putz und Holz, in Anlehnung an den Bestand. Lichtdurchflutete verglaste Erdgeschosse kontrastieren mit eher geschlosseneren Obergeschossen in denen die Privaträume der Häuser angeordnet sind.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.