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  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: dressler mayerhofer rössler architekten und stadtplaner, München (DE)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    STÄDTEBAU
    Die zwei parallelen Baukörper mit begrünten Flachdächern fügen sich in ihrer Dimensionierung gut in den Maßstab und die Baustruktur der umgebenden Gebäude ein. Die Entwicklung der beiden durch ein Untergeschoss verbundenen Gebäude, folgt dem Geländeverlauf. Zum Starkerer Stadel hin entsteht ein gut dimensionierter gemeinsamer Vorplatz, der sich leicht zum Museumsgelände hin öffnet. Die Höhe des zum Starkerer Stadel hin orientierten Gebäudes ist verträglich.
    Die beiden Gebäude sind durch ein umlaufendes Dach unterschiedlicher Tiefe verbunden. Es formuliert einerseits eine einladende, hofartige Situation im Eingangsbereich und bietet andererseits Schutz für den Weg über die Treppenanlage von der Straße her. So entstehen eine räumliche Fassung des gewünschten Versammlungsbereichs zwischen den beiden Gebäuden und gleichzeitig ein großzügiger Durchblick ins Museumsgelände und die umgebende Landschaft.

    GESTALTUNG/FUNKTION
    Die Materialien Beton/Holz/Glas werden innen wie außen eingesetzt. Die durchgehende Ebene der beiden Gebäudeteile ist verglast, Decke und Obergeschoss werden durch eine vorgelagerte Holzkonstruktion getragen, die sich bemüht, mit großen Kreuzen eine gestalterische Anleihe an historisches Bundwerk zu vermitteln. Im Bereich des Zugangs von der Straße ist die Konstruktion unterbrochen, die Statik des auch hier umlaufenden Vordachs erschließt sich nicht. Durch die sichtbare Holzkonstruktion wird insbesondere aus der Blickrichtung vom Museumsgelände her eine einprägsame optische Verbindung zwischen den beiden Gebäudeteilen geschaffen. Eine Aussicht von der an der südöstlichen Ecke gelegenen Terrasse auf das Gelände erscheint bedauerlicherweise nicht möglich.
    Die funktionalen Anforderungen sind insgesamt gut gelöst, folgende Aspekte werfen allerdings Fragen auf:
    - Versorgung des im Obergeschoss liegenden Saals mit Terrasse von der eine Ebene darunter liegenden Küche aus
    - unzureichende Einsehbarkeit der Brauerei vom Gastraum aus.

    ERSCHLIESSUNG
    Die Anlieferbereiche an der Nordwest- bzw. Südwestecke für Museum und Gastronomie fügen sich selbstverständlich in den Geländeverlauf und die Freiraumgestaltung ein. Die Müllsammelstelle beim im Süden gelegenen Biergarten könnte besser in das natürlich anstehende Gelände eingebunden werden.
    Die Eingänge zu Laden, Museum und Gastronomie sind unabhängig voneinander zu benutzen. Der zum Starkerer Stadel hin gebildete Hof wird durch einen Holzzaun entlang der Straße abgegrenzt. Die für museumsinterne Versorgungsfahrten notwendige Durchfahrt ist nicht dargestellt.

    KONSTRUKTION
    Die als Gestaltungselement eingesetzte Tragkonstruktion aus Holz zwischen unterer Ebene und Obergeschoß ist konstruktiv nicht schlüssig dargestellt. Das Raumprogramm ist gut erfüllt. Die Auswahl und Verwendung der eingesetzten Materialien entspricht den Anforderungen der künftigen Nutzung. Die großen Glasflächen mindern die Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf den Energiebedarf und den Pflegeaufwand.