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  • DE-23570 Lübeck
  • 09/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-149613)

Priwall Waterfront


  • ein 1. Preis Südermole


    Landschaftsarchitekten
    HAHN HERTLING VON HANTELMANN, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: eins:eins architekten Hillenkamp & Roselius Partnerschaft mbB, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit entwickelt, ausgehend von einem großzügigen und funktionalen
    Seglerplatz eine sich wechselnd aufweitende und verengende Promenade
    mit einem Abschluss auf einem kleineren Passatplatz. Die begleitende
    Bebauung ist in verschiedene Abschnitte gegliedert und bietet vorgelagerten
    Aktivitäts- und Aufenthaltsbereichen Raum. Die Wasser kante wird von
    sechs Solitären besetzt. Im rückwärtigen Bereich der Dünenvillen werden
    die Baukörper streng ausgerichtet und in vier Baufelder verteilt.
    Die Freiräume im Bereich des Hafens sind gut nutzbar angeordnet und
    bieten hohe Aufenthaltsqualität. Dies gilt sowohl für den Bereich der Promenade
    als auch für den zentralen Platz. Unruhig wirken die Anordnung
    eines zweiten Platzes und der hierfür erforderliche Versatz in der Promenadenbebauung.
    Hier wird ein Spielbereich in die Promenade implantiert.
    Mit den sechs Solitärbauten wird die Uferkante deutlich zu stark besetzt,
    die hiervon ausgehende Bespielung der Kante droht den offenen Charakter
    einer Hafenkante zu überladen.
    Im Bereich der sogenannten Dünenvillen bilden grüne Kanten lediglich die
    Baufelder ab, weiteres Grün dient ausschließlich der Betonung des privaten
    Charakters der Außenbereiche in dieser Zone.
    Die rückwärtige Waldkante wird im Wesenhtlichen gehalten, lediglich der
    großzügige Platz der Segler greift leicht in die Waldkante ein.
    Der Verkehr wird für beide Baubereiche unmittelbar in das Quartier geführt.
    Die Trennung von PKW- vom Fußgängerverkehr erfolgt erst unmittelbar
    vor dem Marktplatz und erscheint überarbeitungswürdig. Der ruhende
    Verkehr wird jeweils wohnungs- oder nutzungsnah untergebracht. Die
    Parkplätze der Promenadenbebauung verteilen sich auf unmittelbar im
    Rücken angelegte Parkplätze und ein kombiniert zu nutzendes, zweigeschossiges
    Deck im Rücken der Seglerhalle. Die Parkplätze der Einzelvillen
    sind entlang der Erschließungsachsen straßenbegleitend organisiert.
    Dieses schränkt die Aufenthaltsqualität für Tagesgäste auf dem Weg vom
    Parkdeck in den Hafen ein.
    Die Arbeit ordnet alle geforderten Funktionen aus Wohnen-, Gastronomieund
    Gewerbe an richtiger Stelle an. Der entstehende Marktplatz erscheint
    sinnvoll angeordnet und funktional geeignet. Der zweite Platz mit Spieldüne
    erscheint an seinem Ort ungeeignet. Die hierzu vorgenommene Verschränkung
    der städtebaulichen Kante schwächt die Gesamtfigur nachhaltig.
    Die Dünenvillen erscheinen in der Anordnung zu statisch.
    Die Bebauung am Kohlenhof erscheint mit sechs Baukörpern überzogen
    und tritt in eine nicht gewollte Konkurrenz mit der eigentlichen Promenade.
    Sie erscheint als Gegenüber für die Vorderreihe Travemündes nicht geeignet.
    Die Planung bietet in Summe eine wirtschaftliche Lösung unter Herstellung
    der hierfür erforderlichen Bruttogeschossfläche, die unmittelbar umsetzbar
    wäre. Die Architektur des Entwurfes bietet eine harmonische und
    wertige Gesamtanmutung. Akzente werden richtigerweise nur punktuell
    gesetzt, z.B. im Bereich der Südermole. Die Gesamtfigur bildet einen ruhigen
    Rücken für das Leben aus Travemündung, Seglerhafen und Passat.


INFO-BOX

Angelegt am 13.09.2013, 15:09
Zuletzt aktualisiert 19.09.2013, 11:44
Beitrags-ID 4-73568
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