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  • 1. Preis Gesamtkonzept

    Gesamtkonzept

    Landschaftsarchitekten
    Planergruppe GmbH Oberhausen, Essen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH, Aachen (DE), Vianden (LU), Aachen (DE), Dortmund (DE)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)

    Erläuterungstext
    Die bewegte Topografie
    Nähert man sich Remscheid von Norden oder Süden präsentiert sich die Innenstadt auf dem Bergrücken schon von weitem, markiert durch seine herausragenden Türme – Kirchturm, Rathausturm, Bismarckturm, Wasserturm. Diese topografische Lage mit seinen vielen Blickbezügen nach draußen gibt Remscheid seine besondere Prägung und schafft gleichzeitig hervorragende Orientierung in der Stadt.
    Die bewegte Topografie an den Flanken des dicht bebauten, steinernen Rückens bringt mit seinen steilen grünen Tälern die bergische Landschaft und damit nutzbare Freiräume bis nahe an die Innenstadt heran.
    In dieses Geländemodell von Rücken und Siepentälern schieben sich künstliche Terrassen ein, die traditionell durch Industrie- und Gewerbeflächen geprägt sind.

    Die Räume in der Innenstadt
    Die Erschließung des Siedlungsraums läuft mit seinen Hauptstrassen den Rücken entlang, teilweise von Bäumen gesäumt. Quer dazu, also senkrecht zum Hang verlaufen schmale steinerne Gassen, die den Blick in die Ferne freigeben.
    Akzentuiert wird dieses lineare Gerüst durch einige wenige Plätze mit unterschiedlichen Charakteren.

    Der Marktplatz
    Historischer Mittelpunkt ist das schiefe (dynamische) Dreieck des Marktplatzes, das mit dem ruhigen, introvertierten Kirchhof in Dialog steht.
    Diese ursprünglich klare Form, die heute nach Süden undefiniert ausufert, sollte wieder herausgearbeitet werden.

    Der Rathausplatz
    Das großzügige Karrée des Rathausplatzes mit seiner allseitigen Fassung ist ein Treffpunkt besonders für Jugendliche. Er leidet jedoch zum einen unter der Abriegelung von der Alleestraße, zum anderen unter der Trivialität der Center-Fassaden. Ein Baumwinkel schafft einen neuen Vordergrund und bietet zusätzliche Aufenthaltsqualität.

    Der Bahnhofsplatz
    Der Dreiklang der Innenstadtplätze wird komplettiert durch das Rondell am Bahnhof mit der Bushaltestelle hinter lockerem Grün.
    Der Bahnhofsvorplatz wird in Zukunft mit dem Ausbau der Bahnhofsbebauung den steinernen Kontrast zum grünen Rondell bilden und als Endpunkt der Achse aus der alten Bismarckstraße fungieren.

    Der Theaterplatz
    Das Theater wird in einen großzügigen Platz gestellt und mit der Alleestrasse deutlich sichtbar verbunden.

    Der Friedrich-Ebertplatz
    In unmittelbarer Nachbarschaft zur Alleestraße und den vielen kulturellen Einrichtungen kommt dem Friedrich-Ebert-Platz eine wichtige Rolle als Ziel- und Aufenthaltsort zu.
    Durch die Funktion des Busbahnhofs ist er gleichzeitig ein wichtiges Entrée in die Stadt, ist er auch Visitenkarte.
    Von daher kann von der Aufwertung dieses Platzes als urbaner Raum eine Signalwirkung für die Innenstadt ausgehen.
    So wird er zum Dreh- und Angelpunkt für die neue Adresse in der Stadt.

    Raumkonzept
    An historischen Vorbildern angelehnt wird zwischen Theater und Kirche ein Raumkontinuum entwickelt, das mit seiner parkartigen Struktur den Kontrastraum zur straff bebauten Achse der Alleestrasse bildet. Das Motiv des Villenparks, teilweise noch existent, wird aufgegriffen und neu interpretiert. Es entsteht ein Raum im Zentrum der Stadt, der kulturelle Einrichtungen mit komfortablem Wohnen an der Nahtstelle zwischen dichter Innenstadt und Landschaftsraum verknüpft. Der Friedrich- Ebertplatz wird als baumüberstandener Raum mit hoher Aufenthaltsqualität in die Struktur integriert und leitet über in den neu gestalteten Bökerspark, der mit Stadtvillen und Park statt Parkplatz aus seinem düsteren Schattendasein heraustritt. Klare Wegebeziehungen verknüpfen den gesamten „Citypark“ mit der Stadt und dem angrenzenden Landschaftsraum.


    Weitere Stichworte zum Freiraum:
    - Gassen aufwerten, spez. Engelsgasse, Sichtbeziehungen nach draußen
    - Durchwegung Friedhof (Treppe
    - Durchweguung Kippergelände
    - Alleenbänder der Hauptstrassen

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.