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  • DE-60325 Frankfurt/Main
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-141502)

Kulturcampus Baufeld 12


  • 1. Preis Realisierungsteil

    kein Bild vorhanden
    Brandschutzplaner
    Ingenieurbüro Michielsen, Neustadt an der Weinstraße (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Meixner Schlüter Wendt Architekten, Frankfurt/Main (DE)
    Tragwerksplaner: RSP Remmel+Sattler Ingenieurgesellschaft mbH, Frankfurt am Main (DE), Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: IPB Ingenieurgesellschaft für Energie und Gebäudetechnik, Frankfurt am Main (DE), Sarnen (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Als städtebauliches und übergeordnetes Konzept formuliert der Entwurf mit Verweis auf den Nolli-Plan ein räumliches Netz öffentlich zugänglicher Räume mit kultureller Bestimmung, die überwiegend zur Jügelstraße orientiert sind. Dieser Idee folgen auch die Anlagen von Durchwegungen, Blickbeziehungen und räumlichen Bezügen zur Umgebung und zum Bestand.

    Im Ideenteil wird dieser Ansatz im zentralen Kulturgebäude deutlich vorgestellt. Es gelingt aber nicht, damit ein insgesamt tragfähiges und bestimmendes Gebäude und Raumkonzept zu etablieren.

    Der Realisierungsteil ist sehr überzeugend gelöst. Die Verfasser stellen mit Büro- und Wohngebäude zwei insbesondere bei den Fassaden völlig unterschiedliche Häuser dar. Die Abbildung von Maßstab und Differenzierung mit Verweis auf das Quartier wird insgesamt positiv gewertet. Der Übergang zwischen Büro- und Wohngebäude ist sehr geschickt gelöst. Besonders hervorgehoben wird die von der Bürohausfassade ausgehende Signalwirkung. In ihrer Unbestimmtheit und Camouflage–Wirkung ist die Bürohausfassade in besonderer Weise geeignet, auf den ungewöhnlichen Ort „Kulturcampus“ hinzuweisen und einen markanten Übergang zu formulieren. Beide Gebäude sind typologisch sehr gut organisiert. Das Wohnhaus trägt mit seiner fein gegliederten Fassade alle Merkmale eines neuzeitlichen Wohnbaus und reflektiert die Wünsche und Vorstellungen des Quartiers. Kritisch gesehen werden außerdem die Erschließung der Wohnungen über den Hof des Wohngebäudes und die Lage der Tiefgaragenzufahrt, die den Autoverkehr in das Quartier hineinzieht. Der Gebäudeeinschnitt am U-Bahn-Zugang ist zwar sinnvoll, er kann jedoch nicht vollständig überzeugen. Der Freiraum in diesem Bereich ist sehr reduziert und niedrig. Ein zweigeschossiger Einschnitt wäre der städtebaulichen Situation angemessen. Die Küche des Restaurants, zur Zeit entlang der wertvollen Südfassade gelegen, sollte in ihrer Lage überprüft werden.

    Insgesamt stellt der Beitrag im Bereich des Realisierungsteils eine sehr gelungene Lösung dar.