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  • DE Dortmund
  • 05/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4190)

Westfalenhütte


  • Anerkennung Anerkennung

    Morphologie

    Architekten
    Machleidt GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Prof. Hildebrand Machleidt Mitarbeiter: Dipl. Ing. Carsten Maerz Dipl. Ing. Benjamin Wille

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    Immissionsschutzplaner: Hoffmann - Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Grundsätze

    Die gewachsene Stadt synergetisch nutzen, die Insellage überwinden
    - Das Privileg der Nähe zum Dortmunder Zentrum befördern und den Stadtkörper zusammenfügen
    - Die Barrieren abbauen und schrittweise die Stadtteile vernetzen und homogenisieren
    - Das Borsigplatzviertel entwickeln und mit der Nordstadt im Westen und der Oststadt/Körne im Süden verbinden
    - Die städtischen Infrastrukturen gemeinsam anbieten, nutzen und ausbauen im Sinne von Geben und Nehmen
    - Spezifische Gebietsqualitäten und Eigenarten pflegen und herausstellen – nicht gleichmachen
    - Die sozialen, ökonomischen und kulturellen Energien bündeln und Aufstieg durch Aufwertung fördern
    - Chancen für gemischte und gehobene Innenentwicklung hier in der Nordstadt stärken

    Schaffung einer klaren Gliederung von Siedlungskörpern und Freiräumen
    - Räumliche Lesbarkeit von Stadtkörper und Landschaftsraum
    - Herausarbeiten des “Grünen Propellers” als neues Signum des ehemaligen Hüttenstandortes
    - Großzügige Durchgrünung des Entwicklungsgebietes für einen Imagewandel und hohe Adressqualität
    - Spezifische Orte, Stadtschollen und Solitäre mit eigenen Charakteren, Erschließungs- und Nutzungsstrukturen schaffen
    - Synergien zwischen den unterschiedlichen Siedlungs-Clustern fördern, aber Störeffekte durch großkörnigen Nutzungsmix vermeiden
    - Gefühl des einen Standortes “HoeschNeuStadt” mit der gemeinsamen Vergangenheit unterstützen und fördern

    Öffnung des Borsigplatzviertels und Erweiterung um das HoeschViertel (Entwicklungsbereich 4)
    - Maximale städtische Inwertsetzung, Nutzung der vorhandenen Strukturen und Förderung der kreativen, urbanen Milieus
    - Stützen der gemischten Nutzungsstrukturen mit verträglichem Gewerbe und integrierten Standorten der Forschung und Entwicklung
    - Offensives Aufwerten des Quartiers und Schaffung von gehobenen Arbeits-, Wohn-, und Infrastrukturstandorten
    - Gestaltung des Wohnens am Park als Alternative zum Stadtrand für soziale Aufsteiger im Gebiet und von außen
    - Schrittweises Auslagern der unverträglichen Stahleinrichtungen, wie Fügetechnik und Werkstofflager zu den Stahlwerken und zum Industriegebiet Kaiserstuhl
    - Ausbau der Netze von öffentlichen Räumen, wie Alleen, anspruchsvollen Plätzen und Promenaden mit möglichen Verknüpfungen zur Nordstadt
    - Die Halle des heutigen Ersatzteillagers langfristig umnutzen für Gewerbe, Forschung und Entwicklung, Design, Kultur, etc.
    - Lärmschützende Loftbauten für Gewerbe, Dienstleistung und später Wohnen an der Fügetechnik

    Erhalt des Industriellen Kernbereichs in Verbindung mit dem Entwicklungsbereich 3a / IndustrieKaiserstuhl
    - Optische Freistellung der drei Stahlwerkshallen für die öffentliche Wahrnehmung durch die Stadtbevölkerung
    - Fortsetzung des bereits vorgelegten gestalterischen Anspruches an Bauwerke, Erschließung und werkseigenen Freiraum
    - Ansiedlung von betrieblichen Erweiterungen und stahlaffinen Gewerbebetrieben im nordwestlichen Ergänzungsbereich IndustrieKaisertstuhl
    - Ausweisung einer priviligierten Gewerbe- und Dienstleistungszone im Süden am KaiserstuhlPark für stahlseitige Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, sowie repräsentative Firmensitze
    - Anordnung eines einfachen funktionsgerechten Erschließungsnetzes für eine flexible Inanspruchnahme der Bau- und Nutzfelder inklusive Bahnanschluss
    - Langfristige Verlagerung aller störempfindlichen Werkseinrichtungen aus dem Entwicklungsbereich 4 in den erweiterten Stahlbereich; das betrifft vor allem die Reststoffhalle und die Fügetechnik, ggf. auch das Ersatzteillager

    Gründung des Logistikstandortes HoeschLOG auf dem Entwicklungsbereich 2
    - Schrittweise Bündelung von Logistikforschung, -entwicklung und -ausbildung zum Kompetenz-Cluster LOG Kompetenz am HoeschPark
    - Ggf. Ausgründung des Fraunhofer Instituts als Ankernutzer und wissenschaftsbasierter Generator für die Neugründung des wirtschafts- und praxisnahen Logistikstandortes in der HoeschNeuStadt
    - Ansiedlung von Logistikdienstleistern und -zulieferen in den Gewerbezonen an der Springorumallee und der Brackeler Straße
    - Aufbau des Logistikstandortes HoeschLOG mit Bahnanschluss und flexiblen Flächendispositionen und einem modernen Aufgabenspektrum, das die wertschöpfenden Elemente wie Bearbeiten, Konfektionieren, Kommissionieren sowie Verpackung und Versand mit beinhaltet
    - Erhalt des Betriebsgeländes der Dortmunder Eisenbahn GmbH in technischer, funktionaler und betriebswirtschaftlicher Abstimmung mit dem Logistikstandort
    - Der Entwicklungsbereich 5 südlich der Brackeler Straße wird zur langfristigen Reservefläche; sie bleibt zunächst unbebaut als Teil des großen Grün- und Freiraumverbundes. Der Parkplatz wird in gestalteter Form nördlich der Brackeler Straße an das Freibad herangelegt

    Gründung des Güterverteilzentrums GVZ Hoesch auf dem Entwicklungsbereich 1
    - Aufbau großflächiger und flexibel teilbarer Logistikflächen mit Bahnanschluss von Norden; Alternativlösung mit Bahnanschluss von Süden möglich
    - Verkehrliche Anbindung unmittelbar an die bahnparallele Nordspange und damit an die B 236 sowie über die Brückenstraße (Feineisenbrücke) zum GVZ Feineisenstraße, interner Netzschluss an der nördlichen Bahntrasse gegeben
    - AutoHof Scharnhorst im Nordteil des Entwicklungsbereichs 1, mit Tank- und Raststätte, Motel und LKW-Parkplätzen

    Schaffung eines einprägsamen Freiraumsystems
    - Aufnahme und Weiterentwicklung der übergeordneten regionalen Grünvernetzungen und Integration in das städtebauliche Gesamtkonzept
    - Profilieren der ablesbaren Großform des Freiraumpropellers mit seinen teilräumlichen Qualitäten der drei “Flügel” und eindeutige Zuordnung von Baufeld und Park zur Stärkung der Teilräume
    - Qualifizierung der Binnenstruktur des HoeschViertels mit einer Folge von urbanen Freiräumen – Borsigplatz, Museumsplatz, Quartierspark Oesterholzplatz
    - Entwicklung eines markanten Erscheinungsbildes des HoeschViertels mit durchgängigen Nord-Süd-Alleen und Ost-West-Baumreihen in den Querstraßen
    - Aufwertung der Verwaltungs- und Forschungsstandorte durch vorgelagerte Park- und Wasserlandschaften
    - Punktuelle Ergänzung der vorhandenen Waldkulisse entlang der übergeordneten Hauptverkehrsstraßen und Bahntrassen mit ihren Dämmen und Böschungen
    - Generelles Ziel: Mit Freiraum Stadt schaffen; dabei freiraumbezogene Zwischennutzungen als zielgerichtete Strategie zum „Place Making“ einsetzen

    Entwicklung neuer Orte für Sport, Freizeit und Erholung
    - Erweiterung des HoeschParks an den Rändern und Verflechtung mit der umliegenden Stadt
    - Aufwertung der Baufelder an den Parkrändern als Standorte mit Parkadresse
    - Neue Parkanlagen – neues Image, den KaiserstuhlPark als Zeichen der Veränderung verstehen
    - Anlage von großzügigen Rasenflächen mit Baumgruppen und attraktiven Angeboten für Sport, Spiel und Freizeit für alle Generationen
    - Steigerung der Standortqualität des Wohngürtels im HoeschViertel durch einen umlaufenden Parkrand
    - Nutzung des Lärmschutzwalles im Westen zur Geländeprofilierung des neuen Parks OesterholzWiesen
    - Entwicklung eines multifunktionalen kommerziellen Sportparks (Indoor, Outdoor, Trendsport, Gerätetraining, Schulung, Show, Test, Angebot, Verkauf, Leasing) nördlich der Hildastraße mit ÖPNV-Bezug (U-Stadtbahnstation Eisenstraße)

    Freiraumentwicklung mit Oberflächenwasser
    - Mit dem Wasserkonzept Zeichen setzen für die Transformation der Westfalenhütte zur HoeschNeuStadt
    - Anstelle Mischung und Ableitung des Schmutz-, Niederschlags- und Drainwassers in die Vorflut frühzeitige Trennung, Rückhaltung, Vorreinigung und Verstetigung des Abflusses
    - Wasser als Gestaltungsmittel in der HoeschNeuStadt einsetzen
    - Anlage von drei gestalteten Bodenfiltern mit Röhrichten und offenen Wasserbassins für Sammlung, Reinigung und Rückhaltung – Standortwahl entsprechend Imagewirkung für den Teilraum und die Topografie des Geländes
    - Inszenierung des neuen Umgangs mit dem Thema Wasser für Besucher, Anwohner und Nutzer; Anlage von Stegen und Aussichtsplattformen an und über den Schilf- und Wasserflächen
    - Wiederöffnung des Ableitungskanals in der künftigen Springorumallee für das gereinigte Wasser als gestalteter Wassergraben
    - Ableitung des gereinigten Oberflächenwassers in gestalteter Form im Rüschebrinkgraben und Körnebach im Osten

    Feinmaschige Einbindung in das vorhandene Verkehrsstraßennetz
    - Führung der Nordspange als anbaufreie Industrieallee von der Hildastraße über den Entwicklungsbereich 1 zur B 236
    - Entlastung der Rüschebrinkstraße durch eine neue Industriestraßenverbindung über die Bahn hinweg zum GVZ Feineisenstraße
    - Öffnung und Ausbau der Springorumstraße zur großzügigen 4-reihigen Allee mit Radwegen und Straßenbahn samt Haltestellen in Mittellage
    - Erschließung des Geländes durch die verlängerte Hildastraße von Westen und die neue Hoeschallee von der Brackeler Straße aus im Süden; Möglichkeit der langfristigen Verbindung beider Straßen über den Kernbereich hinweg
    - Rückbau der Brackeler Straße zwischen Im Spähenfelde und neuer Hoeschallee und Gestaltung als anbaufähige Stadtstraße mit breitem Mittelstreifen, Radwegen, Parkstreifen und Alleebesatz
    - Verlängerung der Oesterholzstraße nach Norden zur verlängerten Hildastraße und Erweiterung des Lokalstraßennetzes in das neue HoeschViertel hinein
    - Entwicklung eines konsistenten Systems von Radwegen an den bedeutsamen Stadtstraßen und von Velorouten in den Parks und Landschaftsräumen
    - Möglichkeit der langfristigen Verlängerung und Durchbindung der Springorumstraße bis zur Mallinckrodtstraße; Ausbildung als verkehrsgedämpfte Lokalstraße zum Zwecke der engeren stadträumlichen Verknüpfung der Stadtquartiere

    Stufenweise Entwicklung zum städtebaulich integrierten Stadtteil
    - Ausarbeitung eines flexiblen Masterplanes, der bei maximaler Offenheit ein Höchstmaß an Konzepttreue verspricht
    - Wirtschaftlicher Abgleich der infrastrukturellen Vorleistungen mit den auslösbaren Investitionen und Maßnahmen (Zug-um-Zug-Verfahren)
    - “Place Making“ zur Bekanntwerdung und Aufwertung des ehemaligen Hüttenstandortes durch Öffnung, gezielte Zwischennutzung und regelmäßige Events
    - Ausbau des Borsigplatzviertels mit neuem HoeschViertel zum urbanen Kern der HoeschNeuStadt, der stark genug ist, die Industrie-, Stahl- und Logistikquartiere im Sinne gegenseitiger Synergien zu binden
    - Option der Aufhebung der trennenden Bahntrassen und der Transformation der Gebiete an der Bornstraße und im Spähenfelde-West zu stadtteilverbindenden, urbanen Quartieren im Sinne eines Szenarios Phase 4plus

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.