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  • DE-23570 Lübeck
  • 10/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-153240)

Hotelneubau a-ja Resort Travemünde


  • 2. Preis Nach Überarbeitung

    Landschaftsarchitektur+ | Lageplan Travemünde

    Landschaftsarchitekten
    Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger & Julian Benesch PartG mbB, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Felix Holzapfel-Herziger

    Mitarbeit
    Marius Marks, Julian Benesch

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Riemann Gesellschaft von Architekten mbH, Lübeck (DE)

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen auf einem durchgängigen Sockel ein Ensemble einzelner Gebäude vor, die in ihrer Summe eine neue überzeugende Raumkante entlang der Trave- und Strandpromenade bilden. Dieser städtebauliche Ansatz wird durch die umlaufenden Kolonnaden und bewusst abgesetztem Kopfbau an der Ecke noch unterstrichen.

    Die von zwei Seiten zugängliche Eingangshalle sendet zum einen mit ihrer Vorfahrt an der richtigen Stelle ein positives Signal an das Maritim und zum anderen bildet sie das Entree zum neuen Traveplatz.

    Die räumliche Anordnung, die Gliederung und die Höhenstaffelung des Ensembles in Verbindung mit den gut gestalteten Außenräumen schaffen eine überzeugende Lösung an der Nahtstelle zwischen Trave und Ostsee, sowie dem Maritim.

    Leider weist der Entwurf funktionale Schwächen auf, die aus der Zuordnung des Hotels und der Apartments auf die Gebäude resultieren. Unter dem Stichwort „Hotel am Meer“ sollten die Nutzungen Hotel und Apartments in ihrer Lage überprüft werden. Problematisch ist die Orientierung des Hotelbaukörpers, da ein großer Teil der Zimmer über keinen Wasserblick verfügen.

    Bedingt durch die Anordnung ergeben sich die Lage des Spa Bereiches, des Restaurants und der Läden, die bezogen auf die Fußgängerfrequenz richtig liegen.

    Das für das EG des Kopfbaus vorgeschlagene Café bzw. Restaurant erfüllt von der Lage her die Wünsche der Touristen, hat aber keine Verbindung zur Küche.

    Die ruhig gegliederte nachhaltige Fassadenstruktur erscheint auf den ersten Blick etwas aufwändig, folgt man jedoch der Materialbeschreibung und den baukonstruktiven Angaben der Verfasser, so könnte es sich um einen wirtschaftlichen Entwurf handeln.

    Die Erschließung und Unterbringung des ruhenden Verkehrs sind plausibel gelöst.

    Trotz der konsequent orthogonalen Anordnung der baulichen Struktur wirkt die Integration zwischen Landschaftspark, Ostsee-Strand und Promenade unbeschwert und sehr gelungen. Die Freianlagen wirken klar und großzügig. Der neue 'Traveplatz' dient dabei als selbstverständliches Gelenk zwischen Strand und Promenade. Nur die Stellplatzanlage im Nordwesten wirkt etwas gedrückt.

    Die prominenten EG Flächen „Promenade Ostsee“ sowie Übergang Ecke Promenade Trave/Ostsee sollten für die Hotelgastronomie sowie einen zweiten Eingang für das Nivea Haus vorgesehen werden. In der Zuordnung wäre die Unterbringung Hotel-Apartments zu tauschen. Die Doppelnutzung Hotelbereich für Gastronomie und Bad/Spa sollte eingehalten werden. Der Bereich „Bar“ sollte sich direkt dem Restaurant anschließen. Ladenflächen sind an der Traveküste anzusiedeln.

    Insgesamt liefert diese Arbeit einen sehr guten, eigenständigen Beitrag insbesondere im Hinblick auf Proportion, Maßstäblichkeit und Nachbarschaft zum Maritim.