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  • DE-23570 Lübeck
  • 10/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-153240)

Hotelneubau a-ja Resort Travemünde


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    ANDRESEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Lübeck (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Sven Andresen

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: tsj tönies + schroeter + jansen freie architekten gmbh, Lübeck (DE), Hannover (DE)
    Architekten: tobias engelhardt architektur, Lübeck (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser legen ihrem Entwurf das Leitbild „Strandgut“ zugrunde und schaffen mit der folgerichtigen Gliederung der Baumasse in drei Teile eine maßstäbliche Gebäudegruppe auf dem offenen Leuchtenfeld.

    Dabei wird das Maritim-Hochhaus in seiner Dominanz anerkannt und zugleich als Teil des Gesamtensembles eingebunden. Auf diese Weise entsteht ein klares Bild von Häusern im Landschaftsraum. Durch die maßstäbliche Gliederung und die abgeknickte Form der Neubauten entstehen verschiedene Räume und Plätze unterschiedlichen Charakters. Bemängelt wird dabei allerdings, dass der Eingangsplatz zu weit zurück liegt und damit der Hoteleingang schlecht auffindbar ist. Ebenfalls bemängelt wird die Lage der Parkpalette, die in ihrer zu großen Nähe zum Gebäude stört und dem Leitbild der locker positionierten Baumassen widerspricht.

    Die Lage des Hotels (am Meer) und des Apartmenthauses (an der Trave) wird positiv beurteilt. Die Blickbezüge zum Wasser sind im Wesentlichen gut gelöst. Die Lage und Form des Schwimmbades wird kritisch beurteilt. Einerseits erfüllt es den Anspruch einer Öffnung und Auffindbarkeit auch für die Öffentlichkeit sehr gut, anderseits belegt es die wichtigste Stelle des Grundstücks mit einer Nutzung von hohem Schutzbedarf. Hier wünscht man sich eher Restaurant, Cafe und Läden. Die solitäre Gestaltung wird als wenig wirtschaftlich angesehen.

    Auch entlang der Strandpromenade entfaltet das Gebäude zu wenig öffentlichen Bezug und nutzt die Ecksituation Trave/Ostsee zu wenig aus.

    Die architektonische Formulierung der Fassaden wird aufgrund ihres Bezugs zum Hochhaus des Maritim Hotels positiv beurteilt, weil die Ensemblewirkung damit gestärkt wird. Dennoch wird eine Eigenständigkeit der neuen Anlage entwickelt und damit eine differenzierte Lesbarkeit ermöglicht.

    Die Gestaltung der Sockelfassaden könnte ruhiger sein und schafft es auch nicht, den solitär gestalteten Sonderbaukörper des Schwimmbades einzubinden. Die Schwimmbadgestaltung unterscheidet sich formal zu stark von den übrigen Baukörpern, was bemängelt wird.

    Das Grundstück als 'Landschaftliches Spielfeld' zu definieren wird begrüßt, überzeugt allerdings in erster Reihe nur als stimmungsgebender Ansatz. Im Detail wirken die Freiräume etwas ungeordnet. Der gewählte Leitbaum, Strandkiefer, verspricht eine schöne, durchlässige Fortsetzung des Landschaftsraumes, eine Realisierung ist aus Kostengründen in Frage gestellt.

    Der Verteiler „Lobby“ wäre zu optimieren, um kurze Wege zu den anderen öffentlichen Bereichen herzustellen. Die Schwimmbad-Gastronomie ist nicht an die Hauptküche angeschlossen. Zu prüfen wäre, ob die Badplanung erdgeschossig unterzubringen ist.

    Insgesamt vermittelt die Arbeit eine dem Ort und der Aufgabe angemessene, angenehm frische und dichte Atmosphäre.