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  • DE-78464 Konstanz
  • 04/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-153493)

Wohnbebauung Sonnenbühl Hockgraben


  • 4. Preis

    Perspektive

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)
    Bauunternehmer: Manfred Löffler Wohn- und Gewerbebau Bauunternehmen GmbH, Mengen (DE)

    Preisgeld
    11.125 EUR

    Erläuterungstext
    Erläuterungen

    Ziel der städtebaulichen Struktur ist es, die neue Wohnbebauung an der Jacob-Burckhardt-Straße mit dem nördlich angrenzenden Landschaftsraum räumlich zu verzahnen, zu vernetzen. Die punkt-artigen Solitärgebäude schaffen eine offene Bebauungsstruktur zum Hockgraben, schaffen Über-gänge, integrieren die Topographie des Nordhangs in die Wohnbebauung.
    Der, den Ort prägende dominante Gehölzbestand im Übergang zum Landschaftsraum Hockgra-ben bleibt erhalten und wird in das Freiraumkonzept eingebunden.
    Zur Jacob-Burckhardt-Straße entstehen durch Gruppierung der Solitärgebäude kleine Platzsituationen, die adressbildend den Übergang vom öffentlichen Raum in die neue Wohnbebauung schaffen.
    Den drei Platzsituationen zugeordnet befinden sich Aufenthaltsflächen, Spielflächen, Fahrradab-stellflächen und, die Tiefgaragenstellplätze ergänzende oberirdische Stellplatzflächen und ein platzprägender Baumstandort im Vorfeld der neuen Wohngebäude.

    In diesem räumlichen Rhythmus wird der im Westen vorhandene prägende Baum eingebunden. Die Platzstrukturen schaffen zur Jacob-Burckhardt-Straße eine Identität, Eigenständigkeit.
    Durch Gebäudestellung der acht Solitäre entsteht eine sich öffnende Struktur sowohl zum öffentli-chen Erschließungsraum als auch zum angrenzenden Landschaftsraum.
    Die vorhandene Topographie des Nordhangs wird für eine, in den Hang eingestellte Tiefgaragen-situation genutzt, die auch die Trafostation und die gemeinsame Heizzentrale aufnimmt.
    Die, in Teilbereichen V-geschossigen Stadthäuser orientieren sich mit ihren Terrassen, Balkonen, Dachterrassen alle nach Süden bzw. Westen. Alle Wohnungen von der 2-Zimmer bis zur 5-Zimmer Wohnung haben einen direkten Bezug zum angrenzenden Freiraum. Die Wohnungen sind barrierefrei erschlossen, alle Erschließungselemente sind bis zur gemeinsamen Tiefgarage durchgesteckt.
    Die durchgängige Erschließung von Süden schafft im Übergangsbereich zum nördlichen Land-schaftsraum erschließungsfreie Freiräume, Gartenflächen.
    Die einheitliche Architektursprache unterstützt den offenen Charakter und öffnet sich mit den Fas-saden zu den west- bzw. südorientierten Gartenzonen. Die zurückspringenden Dachgeschosssituationen reagieren auf diese Orientierungen, Ausblicke und lassen ein differenziertes, lebendiges Gebäudeensemble entstehen.

    Der gewählte Städtebau, Architektursprache und der Umgang mit dem angrenzenden öffentlichen Raum lassen ein Wohngebiet hoher Identität und hoher Identifikation für die zukünftigen Bewohner entstehen. Für die gesamte Wohnbebauung wird eine zentrale Energieversorgung mit einem gasbefeuerten BHKW-Modul (thermische Leistung ca. 80 KW, elektrische Leistung ca. 50 KW) geplant. Zur Spitzenlastabdeckung wird eine Gasbrennwertkesselanlage vorgesehen.

    Die Gestaltung der Freiräume unterstreicht den gewählten Städtebau und integriert die, vor Ort typischen, prägenden Landschaftsstrukturen des angrenzenden Hockgrabens. Baumbestand, Topographie und klare Zonierungen von öffentlichem und privatem Raum schaffen die gewünschten offenen, erlebbaren Übergänge.
    Mit der Freiraumplanung werden die vorhandenen Wegestrukturen aufgenommen, weiterentwickelt und in das vorhandene Fuß- und Radwegenetz eingebunden. Durch die zur Jacob-Burckhardt-Straße erhabenen Gartensituationen, der Höhenentwicklung folgend entstehen geschützte Gartenbereiche, die eine hohe Privatheit gewährleisten.
    Mit der stadträumlichen Struktur der sich, mit dem Landschaftsraum verzahnende Gebäudestellung entsteht an der Jacob-Burckhardt-Straße ein Stadtbaustein hoher Identität der der vorhandenen, teilweise dominanten umgebenden Bebauungsstruktur einen eigenständigen starken Baustein hinzufügt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.