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  • DE-80469 München
  • 10/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-135654)

Klenzesteg - Fuß- und Radwegbrücke über die Isar


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Bauingenieure
    Erhard Kargel - Ingenieurkonsulent für Bauwesen, Linz (AT)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Firmhofer + Günther Architekten, München (DE)
    Bauingenieure: ABES Wagner & Partner ZT-GmbH, Graz (AT)
    Landschaftsarchitekten: grünfabrik PartGmbB Landschaftsarchitekten Bücking Reingruber, Kirchdorf an der Amper (DE), Aschau am Inn (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau/Erscheinungsbild
    Mit dem Vorschlag, an dieser Stelle eine Hängebrücke zu errichten, wird zwar ein filigraner Überweg erzeugt; dies erfordert jedoch einen Eingriff in die 3. Dimension (Pylon), der die historische Silhouette nachhaltig beeinflussen würde. Bei diesem Vorschlag wird allerdings der Flusslauf in voller Breite freigehalten. Positiv zu bewerten ist auch, dass gegenüber den historischen Brücken ein eigenständiger Ansatz gewählt wurde. So direkt die Fortsetzung des Weges in der Achse der Klenzestraße ist, so fragwürdig wird dadurch die Ankunft und deren Ausbildung auf der anderen Uferseite.

    Landschaft/Ökologie
    Die Lage der Brücke entwickelt sich konsequent aus der Achse Klenzestraße, trifft allerdings am gegenüberliegenden Ufer ohne städtebaulichen Bezugspunkt auf. Die Verfasser schaffen mit dem Steg ein elegantes, leichtes Bauwerk. Der Pylon mit der Seilabspannung würde jedoch den Landschaftsraum sehr dominant prägen. Das Widerlager an der Klenzestraße greift stark in das Uferbild ein. Ein räumlich angemessenes und gestaltetes Vorfeld wird auf beiden Seiten vermisst. Die Einbindung in das bestehende Wegenetz erscheint unzureichend. Die abrupte Absenkung von Wirtschafts- und Radweg unter der Brücke ist wenig harmonisch und würde zu einer eingeschränkten Nutzbarkeit im Hochwasserfall führen. Die Anzahl der notwendigen Baumfällungen erscheint vertretbar.

    Konstruktion/Wirtschaftlichkeit
    Einhüftige Hängebrücke mit der die dargestellte Schlankheit nachvollziehbar erreicht werden kann; für die Wirtschaftlichkeit und Gebrauchstauglichkeit wäre jedoch ein höherer Pylon vorteilhaft. In den wichtigen Detailpunkten der Abhängung fehlt eine genauere Aussage zu den Knotenpunkten. Vorteilhaft ist die Stützenfreiheit im Flussbereich. Unterhalt und Bauwerksprüfung sind im Hinblick auf den Pylon und die Seilabhängung sicher aufwändiger als bei anderen Konstruktionen. Das Herstellverfahren für die Überbauelemente mit Kranschiff wäre im Hinblick auf die isartypische Hochwassersituation näher zu belegen.


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