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  • DE-80469 München
  • 10/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-135654)

Klenzesteg - Fuß- und Radwegbrücke über die Isar


  • ein 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Bauingenieure, Tragwerksplaner
    B&C Associati, Como (IT)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Christoph Mayr Architekten, München (DE)
    Bauingenieure: &structures ENGLHARDT PARTNERS, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: terrain: loenhart&mayr architekten und landschaftsarchitekten, München (DE)
    Bauingenieure, Tragwerksplaner: Ingenieurteam Bergmeister, Vahrn (IT), München (DE), Bruneck (IT)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau/Erscheinungsbild
    Der Steg spannt sich in einem weiten Schwung frei über den Fluss. Sein Tragwerk und die Wegeführung bilden eine skulpturale Einheit. Für den Benutzer wird ein ausgeprägtes Wechselspiel der Erlebbarkeit des Flussraumes zwischen Kernstadt und südlichem Landschaftsraum angeboten. Dafür werden die erforderlichen konstruktiven Höhen geschickt genutzt. Das Gesamtkonzept ist eigenständig und von hoher Qualität ohne in Konkurrenz zu den denkmalgeschützten Brücken (Wittelsbacher Brücke und Reichenbachbrücke) zu treten. Das Erscheinungsbild ist nicht historisierend, sondern vielmehr eine überzeugende Verschmelzung von technischer Notwendigkeit und skulpturaler Qualität. Allerdings ist die konstruktive Höhe der Brücke im Erscheinungsbild stellenweise sehr präsent.

    Landschaft/Ökologie
    Die freischwingende Brücke überspannt die Isar sehr einprägsam als dynamisch ausgeformte Skulptur, die als eigenständiges Element in der Landschaft wirkt. Die stützenfrei wahrgenommene Konstruktion lässt die Dimension der Brücke leichter erscheinen als sie in der Untersicht oder aus der Nähe wahrgenommen werden wird. Die Anknüpfungen an das bestehende Wegenetz im Osten und Westen sind an der richtigen Stelle, jedoch fehlt eine weitere Ausformulierung. Begrüßt wird die Treppenverbindung zum uferbegleitenden Weg. Die unterschiedlich hohen Brüstungen bieten vielfältige, in beide Richtungen orientierte Sitzmöglichkeiten mit sehr hoher Aufenthaltsqualität, der Blick wird bewusst abschnittsweise in die jeweilige Richtung gelenkt.

    Konstruktion/Wirtschaftlichkeit
    Zweifeldrige skulpturale Bogenbrücke, die im Normalfall überwiegend auf Biegung trägt. Vollverschweißte Kastenquerschnitte mit stark veränderlichen Querschnitten. Die Stützenfreiheit über dem Fluss (115 m) bedingt eine relativ große Konstruktionshöhe und teilweise massive Blechstärken. Aufgrund der komplexen Geometrie und der fehlenden Querschnittsangaben kann die vorgelegte Lösung hinsichtlich Trag- und Gebrauchsfähigkeit in diesem Stadium nicht verlässlich beurteilt werden. Die Treppe wäre bezüglich ihrer Einbindung in die Hochwasserwiesen zu prüfen; dies gilt im Hinblick auf hydraulisches Verhalten, Podeste und Geländersituation, ebenso wäre das Geländer hinsichtlich Übersteigsicherheit zu überprüfen. Am Westufer greift die Konstruktion auf etwa 14 m Länge in den Freibord ein. Außer dem Holzbohlenbelag ist die Brücke im Unterhalt günstig einzustufen, während sich die Herstellkosten jedoch im oberen Bereich bewegen dürften.


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