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  • CH-2504 Biel/Bienne
  • 11/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-154246)

Zentrum für Langzeitpflege Schlössli


  • Gewinner


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    Architekten
    rollimarchini Architekten ETH SIA, Bern (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: wahlirüefli Architekten und Raumplaner AG, Biel (CH)
    Landschaftsarchitekten: Hänggibasler Landschaftsarchitektur GmbH, Bern (CH)
    Visualisierer: maaars architektur visualisierungen, Zürich (CH)
    TGA-Fachplaner: Prona AG, Biel (CH), Basel (CH), Kloten (CH), Yverdon-les-Bains (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    In einer selbstverständlich wirkenden Art werden dem Schlössli zwei dreigeschossige Neubauten zur Seite gestellt. Diese Neubauten richten sich zu den Strassen hin mit klarer Frontenbildung auf die vorhandenen Gebäudefluchten aus, während sie sich gegen Innen winkelförmig auf den eingeschossigen, die drei Wohngebäude verbindenden Baukörper öffnen. Diese einfache und überzeugende Grundhaltung gewährleistet sowohl den gewünschten Zusammenhalt der Anlage wie auch das notwendige Eigenleben der einzelnen Wohneinheiten. Die zwischen den Hauptbauten entstehenden Aussenräume werden differenziert als Zugänge mit unterschiedlichen Aufgaben genutzt, der verkehrsfreie Hauptzugang erfolgt unverändert von der Rue du Moulin her. Anlieferung und Vorfahrt sind gut platziert, die Anordnung der Parkplätze ist etwas verzettelt. Generell zeigt der Aussenraum ein schlüssiges Dispositiv, ist aber in seiner Gestaltung noch schematisch.

    Die Nutzungen und die Wohngruppen sind gut organisiert, ihre Innenhöfe wirken allerdings etwas eng. Die Situation bezüglich Brandschutz und Fluchtwege ist in der vorgeschlagenen Form noch nicht funktionsfähig. Der Anschluss aller Gebäude an die Terrasse auf dem Verbindungsbau wird begrüsst, hat aber je nach Gebäude unterschiedlich gute Lage‐ und Besonnungseigenschaften. Ausgezeichnete Qualitäten bietet der geschützte Aussenbereich für die Dementenabteilung.

    Im architektonischen Ausdruck lehnen sich die Neubauten mit ihrem hellem Putz und den in Jurastein gefassten Fensteröffnungen an die bestehenden Bauten an. Dies wird trotz dem Versuch, sich mit einzelnen Elementen wie etwa den Fensterformaten vom Bestand abzusetzen, als nicht unproblematisch gewertet; die geschützten Gebäude riskieren durch die gefühlte Ähnlichkeit des Neuen eher abgewertet als aufgewertet zu werden. Einzelne Unklarheiten verbleiben auch in Bezug auf Anordnung und Ausdruck des Verbindungsbaus, insbesondere im Bereich der Anschlüsse an die Hauptbauten.

    Hinsichtlich der Einhaltung der Kostenziele bietet das Konzept mit seiner kontrollierten Volumetrie günstige Voraussetzungen.

    Insgesamt hat das Projekt mit seiner intelligenten Grundanordnung ein grosses Potential, die formulierten Ziele hinsichtlich Wohnlichkeit und Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Die Absicht, eine Einheit aus unterschiedlichen Teilen anzubieten, gelingt in betrieblicher Hinsicht überzeugend, findet aber im architektonischen Ausdruck noch keine vollwertige Entsprechung.


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