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  • 2. Preis Obere u. Untere Hauptstraße, Seitenstraßen u. Moosachöffnung

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    Architekten
    Florian Nagler Architekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Florian Nagler

    Mitarbeit
    Ludwig Zitzelsberger

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: realgrün Landschaftsarchitekten, München (DE)

    Preisgeld
    21.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gestaltungskonzept für den Stadtboden wird anerkannt. Die Altstadt von Freising besticht durch ein hochwertiges, historisches Stadtbild, dem man mit einem einheitlichen und ruhigen Stadtboden gerecht wird. Der Stadtraum mit seinem Bodenbelag ist niveaugleich und großzügig von Wand zu Wand erlebbar, auf eine aufdringliche Fahrbahnmarkierung wird somit verzichtet.
    Der öffentliche Raum wird allen Bürgern unter Berücksichtigung größtmöglicher Barrierefreiheit gleichberechtigt nutzbar gemacht. Der Grundgedanke des Begegnungsraums wird durch die Entwurfsidee klar und zurückhaltend unterstützt. Das Spiel mit den Rinnen in den Straßen und im Übergang zum Marienplatz ist dezent gelöst. Der Marienplatz ist in seiner Gestaltung eigenständig und vermittelt mit seiner Entwässerung und der Führung des taktilen Leitsystems zum Entree des Asamhaus und zur Hauptstraße.

    Die Moosach wird von Westen her kommend elegant geschwungen auf der Gesamtlänge der Oberen Hautstraße geöffnet. Vier Brücken und eine große Plattform vernetzen den nördlichen mit dem südlichen Bereich. Das Konzept ist so robust, dass es möglich wäre, die Moosach mit zusätzlichen Brücken zu versehen oder sich sie temporär für die gewünschte Flexibilität der Nutzungen zu überdecken. Die Moosach ist über Stufen von Süden über die gesamte Länge zugänglich, an dieser Stelle wäre eine differenzierte Ausformung überlegenswert.

    Anerkannt wird das Beleuchtungskonzept in seiner Idee einer Neuordnung und Ergänzung der Überbeleuchtung, wenngleich in bestimmten Bereichen gestalterische Defizite bei den Diagonalverspannungen bestehen bleiben. Das Konzept lässt in seiner reduzierten Möblierung nötigen Raum für eine flexible Nutzung.
    Die Gestaltung wird der steinernen Altstadt gerecht. Der Kontrast zum grünen Domberg wird dadurch unterstrichen. Auf zusätzliche Baumpflanzungen wird verzichtet. Die vorhandenen Sichtbeziehungen, z. B. zum Weihenstephaner Berg, werden dadurch stadträumlich gestärkt.
    Die Wahl der Materialen für den Stadtboden wäre in seiner Maßstäblichkeit für die Obere und Untere Hauptstraße zu überdenken. Die Asphalttragschicht ist im Querschnitt angegeben und aus technischer Sicht etwas zu gering dimensioniert. Sie sollte verstärkt werden, um für die vorhandene Belastung eine dauerhafte Verkehrsfläche zu erhalten.


INFO-BOX

Angelegt am 14.11.2013, 12:35
Zuletzt aktualisiert 20.01.2014, 17:57
Beitrags-ID 4-76177
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