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  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    herrburg Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Als wiederkehrendes Motiv des Entwurfs schlagen die Verfasser eine zweifarbige Pflasterfläche mit wechselnder Bänderung (helles und dunkles Betonsteinpflaster) vor, die die Einzelräume miteinander verbinden soll. Ob hiermit durchgängig die notwendige Orientierung auf dem Grundstück erzeugt werden kann, diskutiert das Preisgereicht kontrovers.

    Die Idee überzeugt jedoch im Bereich des Vorplatzes an der Urbanstraße, der nicht nur an die Schulachse anbindet, sondern zusammen mit einem direkten Zugang zur Aziz-Nesin-Grundschule eine ”Spange“ ausbildet.

    Die vorgeschlagene Mauer wird als adäquates Element der Abgrenzung zum Straßenraum gewertet, wohingegen das integrierte ”Schaufenster“ für diesen Standort nicht robust genug erscheint. Auch die auf dem Vor platz angeordneten Tischtennisplatten werden wegen der Nähe zur vielbefahrenen Urbanstraße vom Preisgericht abgelehnt.

    Die in das durchgängige Belagsmotiv eingebetteten Spiel- und Angebotsflächen überzeugen nicht in Gänze: Während die ”Spiellandschaft“ südlich des Vorplatzes richtig positioniert und großzügig dimensioniert ist, wirken die Multifunktions- und Vegetationsflächen auf dem Forum zu kleinteilig und etwas ideenlos. Die Lage der asphaltierten Fläche östlich der Aziz- Nesin-Grundschule (”Gemeinschaftshof“) ist dagegen richtig, da ein als ausreichend empfundener Abstand zu den Klassenräumen eingehalten wird. Das neben anderen Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten suggerierte Angebot für Ballspiele wird im gebäudenahen Bereich problematisch bewertet.

    In den ”Hofräumen” westlich der Aziz-Nesin-Grundschule wird die problematische Pflasterböschung zu Gunsten von Geländeterrassen aufgelöst, auf denen sich die ”Spiellandschaft“ befindet. Hierdurch entstehen langgestreckte Räume, die einerseits intim sind, andererseits interessante Bewegungsabläufe versprechen. Der Baumbestand bleibt erhalten.

    Die Bestandsterrassen entlang der Gebäude werden durch behutsame Maßnahmen aufgewertet.

    Den östlichen Teil des Geländes (“Pausenpark“) gliedern die Verfasser in das nördliche ”Wäldchen”, den mittigen ”Pausenpark mit Schulgarten” und den südlichen ”Sportpark”. Letzterer wird um weitere Sportangebote ergänzt, was kritisch beurteilt wird, da dies auf Kosten bestehender Aufenthaltsflächen geschieht. Einhellig positiv wird dagegen der Vorschlag bewertet, östlich des Tennisplatzes einen separaten Zugang von der Fontanepromenade aus zum Sportbereich zu schaffen.

    Der Vorschlag, westlich des Nachbarschaftshauses Urbanstraße ein Angebot für Kurzzeitparker zu schaffen, wird als Versuch gewürdigt, einen Ersatz für die derzeitigen informellen Stellplätze im Bereich der Aziz-Nesin- Grundschule zu schaffen, jedoch letztendlich vom Preisgericht verworfen, da er im Alltagsgebrauch nicht umsetzbar erscheint (befürchteter Missbrauch als Langzeitstellplätze).