loading
  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    barbara willecke planung . freiraum, Berlin (DE), Köln (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Barbara Willecke, Tobias Glahn

    Preisgeld
    4.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee „Die Welt ist bunt“ übersetzen die Verfasser in eine Landschaft der unterschiedlichen Kulturen. Die städtebauliche Anbindung, insbesondere in das sich nördlich anschließende Quartier, ist gut gelöst. Die Haupterschließung und räumliche Gliederung des Campusgeländes ist schlüssig und übersichtlich. Die Vorplätze sind klar gegliedert und einladend gestaltet. Der Sitzkomfort der vorgeschlagenen Betonsitzelemente an den Eingängen wird jedoch skeptisch beurteilt. Die Integration einer Vorfahrt an der Urbanstraße wird angedeutet, benötigt aber den ebenfalls vorgeschlagenen optionalen Fußgängerüberweg über die Urbanstraße, um Konflikte zwischen dem Autoverkehr und den Fußgängern zu vermeiden.

    Die vorgefundene Architektur wird von den Verfassern respektiert und bewusst in den Bewegungsraum integriert.

    Positiv beurteilt die Jury die Raumbildung des Realisierungsteils. Der gemeinsame Schulhofbereich der Aziz-Nesin-Grundschule und der Carl-von- Ossietzky-Grundschule setzt sich in seiner Materialität klar von der Promenade ab und ist so als eigenständiger Raum erlebbar.

    Die große Spielfläche an der Urbanstraße überzeugt durch ein vielfältiges Angebot und die Anbindung an die Aziz-Nesin Grundschule. Die Spielangebote an der Ostseite der Aziz-Nesin Grundschule wirken angemessen. Die vorgeschlagene Gartenwerkstatt hingegen erscheint an dieser Stelle etwas überdimensioniert. Von Seiten der Schule wird eine Umsetzung dieser an sich charmanten Idee jedoch kritisch bewertet.

    Das Forum beschreiben die Verfasser als „Wohnzimmer“ des Campus und gestalten es in Form eines Mosaikteppichs mit einer Bühne. Bei der vorgeschlagenen Schülerbeteiligung ist jedoch darauf zu achten, dass nicht nur eine Schülergeneration am Teppich „mitwebt“. Als weiteres identitätsstiftendes Projekt schlagen die Verfasser das von Aziz Nesin inspirierte Schattentheater auf der Forumsbühne und Lichtinstallationen in den Durchgängen vor. Eine wesentliche Inspiration der verwendeten Formensprache für die Ausstattungselemente und Spielbereiche beziehen die Verfasser aus arabischen geometrischen Mustern. Die Umsetzung im Detail wirkt jedoch eklektizistisch.

    Die Jury würdigt insgesamt die Vielfalt der vorgestellten Ideen, bewertet aber die Fülle an temporären und prozesshaften Elementen kritisch in der Umsetzung. Der Beitrag zeigt schöne Ansätze für Einzelbereiche, ist in der Gesamtkonzeption aber nicht überzeugend.