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  • DE-88212 Ravensburg
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-146869)

Neubau Haus der Katholischen Kirche


  • 3. Preis


    Architekten
    Wandel Hoefer Lorch, Saarbrücken (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Wolfgang Lorch , Prof. Andrea Wandel

    Mitarbeit
    Soeren Sebastian Frell

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: WANDEL LORCH ARCHITEKTEN + STADTPLANER, Saarbrücken (DE), Frankfurt (DE)

    Preisgeld
    6.800 EUR

    Erläuterungstext
    Mitarbeiter:
    Dipl.-Ing. Soeren Sebastian Frell
    Dipl.-Ing. Julia Wollscheid


    Haus der katholischen Kirche Ravensburg

    Das Haus der katholischen Kirche stellt einen Neuanfang dar, der im Ensemble mit Pfarrhaus und Verwaltungszentrum sichtbar werden soll und sich gleichsam in den städtischen Kontext am Kirchplatz einfügt.
    Die Topographie nutzend legt sich um wenige Stufen podestähnlich erhöht ein kleiner Platz an den Freiraum unmittelbar an der Liebfrauenkirche an, beschirmt durch den erhaltenen Baumbestand und definiert eine halböffentliche Übergangs- und Eingangssituation in das Haus der katholischen Kirche. Als langgestreckter Solitär entlang der Wilhemsstrasse wird die Blockstruktur bis zur Vehrengasse ergänzt und der historische Innenhof baukörperlich umschlossen.
    Vis a Vis zum Konzerthaus positioniert sich das Haus traufständig.

    Der massive archetypische Baukörper greift mit seinem Satteldach und den Einzelöffnungen die vorhandenen Themen der Altstadt auf und komplettiert auf selbstverständliche Weise den städtischen Kontext.
    Trotz des Programms eines kleinen Gemeindezentrums ist es weniger die Frage der Größe als vielmehr die der Bedeutung im Zusammenspiel mit den vorhandenen Strukturen.
    Das Haus tritt mit dem plastisch aus dem Baukörper herausgearbeiteten bogenförmigen Eingang als sichtbares, wichtiges Zeichen in den Dialog mit Kirchplatz und Liebfrauenkirche.

    Zwischen Pfarrhaus und neuen Haus legt sich eine Gasse an, die alle Funktionen, das Gemeindehaus und den leicht erhöht liegenden Innenhof barrierefrei erschließen und bis zur Vehrengasse eine fußläufige Querverbindung schafft.

    Im Erdgeschoss sind die Gruppenräume, der Saal und das Cafe so angeordnet, das sie über das längs des Innenhofes liegende Foyer erschlossen sind und sich durch verschiebliche Elemente zu einer großen gemeinsamen Fläche erweitern lassen.

    Die innere Tragstruktur kombiniert und beschränkt auf Vertikalerschließung und Nebenfunktionen ermöglicht somit eine hohe Nutzungsflexibilität, die zusammen mit den angrenzenden Freiflächen von Eingangsplatz und Innenhof das Haus der katholischen Kirche z.B. bei Gemeindefesten zu einem einladenden, offenen Ort des Zusammenkommens und der Kommunikation machen. Das Cafe am Eingangsplatz gelegen unterstreicht diesen Charakter und belebt durch seine Außenbestuhlung den gesamten Kirchplatz in den Sommermonaten. Der Gemeindesaal erhält durch seine perforierte Rückwand eine dem Profanen enthobene Lichtatmosphäre.

    Über eine einläufige Treppe und den Aufzug erreichbar liegen im Obergeschoss die Büroräume der Verwaltung, im Unterschoss die Nebenräume, Garderobe und Toiletten.


    Die Tektonik des Gebäudes wird durch die Materialität des geschlemmten und recycelten Ziegelmauerwerks in Kombination mit Holzflächen gestützt.
    Der Kaltraum unter dem Satteldach (Bühne) wird energetisch als Pufferraum eingesetzt. Die Dauerhaftigkeit des Materials und die Nutzungsflexibilität bei hoher Kompaktheit des Gebäudes sucht der Bauaufgabe und den Grundsätzen der Nachhaltigkeit zu entsprechen, um den Grundsatz der Kirche zum Schutz und der kulturellen Erhaltung der Umwelt im Sinne der Schöpfung in sich zu tragen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.