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  • DE-80339 München
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-147084)

Wohnbebauung mit Kinderbetreuungseinrichtungen und Kulturzentrum


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Bauingenieure
    Andreas Pilar von Pilchau, Deisenhofen b. München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Grassinger Emrich Architekten GmbH, München (DE)
    Architekten: delaossaarchitekten, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: LUZ Landschaftsarchitekten, München (DE)
    Modellbauer: Matthes Max Modellbau GmbH, München (DE)

    Preisgeld
    50.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Auflösung der Kammstruktur in Einzelgebäude an der Promenade und die stark volumetrische Ausformulierung des Lärmschutzriegels an der Josef-Felder-Straße stellen einen gelungenen städtebaulichen Beitrag dar. Es entsteht eine Folge von Hofräumen, die sich über die Längsachse miteinander verbinden. Positiv bewertet wird die Wegeverbindung bzw. Durchwegung zwischen Promenade und NUP und die so entstehende klare Bildung von Adressen für das Quartier, da sich folgerichtig hier auch alle Eingänge befinden. Die Spännererschließung und der weitgehende Verzicht auf Laubengänge stellen eine städtische und - aller Voraussicht nach - auch wirtschaftliche Lösung dar.
    Für die angebotenen Kategorien des geförderten Wohnungsbaus sind die Grundrisse gut geeignet und erscheinen förderfähig. Die Wohnungen sind im Wesentlichen gut ausgerichtet, mit Blick nach Süden, insgesamt gut belichtet, mit Ausnahme der ungünstigen Nord-Ost- Wohnungen in den Einzelbaukörpern. Die Erschließung mit 4- und 5-Spännern und dem geschlossenen Laubengang im Sonderfall ist wirtschaftlich positiv zu bewerten und verspricht eine gute räumliche Qualität mit mehrseitig orientierten Wohnungen. Die Integration des Bestandsgebäudes ist gestalterisch nicht gelöst. Die Betonung der Fassade am nördlichen Gebäudeende des Lärmschutzriegels mit einer Art Kopf ist vorstellbar, jedoch erscheint die dargestellte Auffächerung an der NUP sehr stark ausgeprägt und wenig einladend. Die Einschnitte auf der Nordseite gliedern die Fassadenlänge, auch die Ausbildung eines Sockelgeschosses ist gut gelungen. Nicht bewältigt erscheint jedoch die Höhenentwicklung im Erdgeschoss entlang der Josef-Felder-Straße mit einem Höhenunterschied von insgesamt von 1,8 m. Ebenfalls wenig ausgearbeitet und gestalterisch unausgewogen erscheinen die Fassaden zum Hof.
    Die Kindertagesstätten sind von ihrer Situierung und Ausrichtung grundsätzlich gut integriert. Kita A bietet eine betrieblich gut abwickelbare Lösung, der Dachgarten im 1. OG bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und hat durchaus Potential. In der KITA B wäre eine Überprüfung der langen Erschließungswege wünschenswert, sowie die Integration der abgehängten Gruppe im EG. Die Abstandsflächen des östlichen Baukörpers an der Promenade bedürfen der nachbarschaftlichen Abstimmung. Die Situierung der Tiefgaragenzufahrten erscheint nicht ideal.
    Der grundsätzliche Erhalt des Kopfbaus stellt einen gelungenen Kontrapunkt zum Neubau dar und ist gut an den öffentlichen Raum angebunden. Die Freiraumplanung überzeugt durch eine harmonische Einbindung der vorgelagerten Bebauung. Die Gartenhöfe sind gut dimensioniert und die Lage der Punkthäuser verspricht eine hohe Wohnzufriedenheit. Die Nord-Süd-orientierte Erschließung zwischen der Josef-Felder-Straße und der Promenade ist konsequent und führt zu einer guten Adressbildung und Orientierung.


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