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  • DE-10707 Berlin
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-145024)

Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin


  • 4. Preis


    Landschaftsarchitekten
    lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ursula Hochrein , Axel Lohrer

    Mitarbeit
    Till Kwiotek

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: wulf architekten, Stuttgart (DE)
    TGA-Fachplaner: Scholze Ingenieurgesellschaft mbH, Leinfelden-Echterdingen (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), München (DE), Hamburg (DE), Frankfurt am Main (DE), Köln (DE)
    Tragwerksplaner: Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Die Bibliothek als besonderer Ort – Teil des Bebauten und Teil des Parks, empfangendes Tor zum Park, verbindendes Gelenk zwischen den städtebaulichen Strukturen und vor allem weitgreifende Landmarke.
    In diesem Kontext besetzt die Bibliothek einen eigenständigen Transferraum – einen lichten Hain der Bildung, einen offen Platz- und Bauraum, fern vom klassischen Städtebau. Die Geometrie des Parks überlagert sich mit den angedachten Baufeldern, verknüpft Außen nahtlos mit dem dahinter liegenden Parkraum. Die Verbindungswege zum Park gliedern das Areal neu und trennen mit einer in den Park führenden tangentialen Promenade fassende Blockrandbebauung vom lichten Bildungshain.

    Aus der weiten Perspektive bildet die vegetative Dichte des Hains räumliche Fassung und lesbaren Kontrast zur offenen Weite des Tempelhofer Feldes. Aus der Perspektive des Fußgängers entsteht eine einladende wie offene großzügige Baumhalle. Die Wege sind frei, zunächst noch offene Platzfläche, später mehr und mehr Pfade durch blühende Magerrasen über groben Schotterbruch. Die einragende ehemalige Landebahn wird von einem Schilfsee gefasst. Er bildet subtil Grenze und dient der Regenwasserretention des Areals.

    Am Schnittpunkt von Außen und Innen wird der Hain lichter und durch das lichte Blätterwerk schiebt sich die Bibliothek als weit sichtbare Landmarke. Im Norden des Haines wird das Areal durch zurückhaltende „Gartenhäusern“ ergänzt. Die Häuser verweben sich eng mit den Baumkronen. Sie sind weitere ergänzende Bauten der neuen Bildungslandschaft (Schulen, Seminare, Boardinghouses, Kitas.), können aber auch Raum für ungewöhnlichere Wohnformen fern von der klassischen autogerechten Stadt anbieten.

    Zur Bibliothek hin schwingt der Hain leicht auf und verdichtet sich zur gebauten Landschaft. Der in changierender Dichte durchgrünte Platzbelag überspannt die gesamte Fläche und inszeniert dabei direkte gut befestigte Andienung und temporär begangene blühende Magerrasen über strapazierfähigen Schotterstrukturen.
    Die Hauptachsen sind als flache barrierefreie Landschaftsrampen ausgebildet. Zum Park und zur Landebahn hin entwickeln einladende Landschaftstreppen.
    Im direkten Vorfeld sind unter dem lichten Baumdach die erforderlichen Fahrradstellplätze und Behindertenstellplätze untergebracht.
    Die zentrale Tiefgarage wird von Süden angedient und befindet sich im Wesentlichen unter dem die Landebahn fassenden „Schilfsee“.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 19.12.2013, 12:07
Zuletzt aktualisiert 23.01.2014, 14:07
Beitrags-ID 4-78409
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