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  • DE-28327 Bremen
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-158522)

Oberschule Kurt-Schumacher-Allee


  • Teilnahme

    © DeZwarteHond

    Architekten
    gruppeomp Architektengesellschaft mbH BDA, Bremen (DE), Rastede (DE), Hannover (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: DeZwarteHond, Rotterdam (NL), Groningen (NL), Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Kontext

    Das Ensemble der „Oberschule Kurt-Schumacher-Allee“ wird um ein Oberstufengebäude
    ergänzt. Der bevorzugte Standort aus der Machbarkeitsstudie erlaubt es zum
    einen das bestehenden Ensemble fortzuführen und zum anderen dem Wunsch zu
    entsprechen „ein Haus“ für die Oberstufe zu errichten; mit einer eigenen Identität
    und einem kontemporären didaktischen Konzept.
    Die Stellung des Baukörpers ist ortspezifisch, die gesamte Schule erhält eine Adresse
    zur Kurt-Schumacher-Allee und baut eine neuartige Beziehung zu dem ikonischen
    städtebaulichen Raum „Neue Vahr“ auf.


    Konzept und Verteilung der Funktionen

    Das Raumangebot für die Oberstufenschüler/innen folgt der Idee, eines Zusammenspiels
    von definierten und freien Räumen. Das Gebäude gibt dem Lerner in der
    Gruppe und dem Lernen der Selbstständigkeit Raum.
    Die 4 bis 5 Klassenräume je Ebene sind im Sinne einer guten Flächenökonomie an
    einem kurzen und breiten Gang angeordnet. An den Enden, vor Kopf, liegen in den
    räumlich differenzierten Bereichen des Hauses die besonderen Orte: die Selbstlernbereiche
    und die Differenzierungsräume. Das Selbstlernen findet in den Köpfen und
    der Untericht im Bauch des Hauses statt.

    Als weiters Element des Zusammenspiels ist es möglich die Selbstlernbereiche mit
    den angrenzenden Funktionen, Speiseraum im EG, Bibliothek im 1. OG und Computerraum im 2. OG zusammenzuschalten.
    Die Organisation des Raumprogramms in 4 bis 5 Klassenräumen und einem Differenzierungsraum erzeugt ein gutes Verhältnis zwischen klassischem Lernen und
    Selbststudium auf jeder Ebene. Im Erdgeschoss befinden sich die Programmpunkte
    Werken und Kochen, sowie der Lehrerstützpunkt.
    Ein sich somit ergebender 4 geschossiger Baukörper ist wirtschaftlich kompakt und
    durch sein gutes A/V-Verhältnis energetisch sinnvoll.


    Baukörper und Fassade

    Durch die Parallelverschiebungen der Grundrissfigur ergeben sich eine Reihe von
    Vorteilen:
    • zur Kurt-Schumacher-Allee wird eine klare Eingangsplatzsituation ausgebildet,
    die eine Adressbildung der gesamten Schule unterstützt
    • die Fassade des Bestandsgebäudes wird nicht verschattet
    • die Beziehung vom Spielplatz und der Turnhalle zum Eingangsplatz bleibt erhalten.
    Durch die Begrenzung des Neubaus in der Ausdehnung in Nord-Südrichtung, durch
    das „Stutzen“ der Spitzen, kann möglichst viel des wertvollen Baumbestandes erhalten
    bleiben. Beidseitig des Gebäude entstehend Zonen, die auf der einen Seite klar
    dem Gebäude zugeordnet wird, und sich auf der anderen Seite klar mit dem bestehenden
    Schulhof verzahnt. Der nordöstliche Werkhof soll der eigene Bereich für die
    Oberstufe werden und kann mit dem Bikepoint kombiniert werden. Der Außenraum
    vor dem Essraum soll die Oberstufe mit dem Pausenhof und somit die Oberstufe
    mit der gesamten Schule verbinden.
    Das allseitige Fassadenprinzip, kann auf die unterschiedlichen Anforderungen an
    Ausblick und Orientierung reagieren und unterstreicht durch seine Skulpturalität die
    ungewohnte Gebäudeform. Teile der Fassade werden durch die tiefen Leibungen,
    die zum Sitzen einladen selber ein Ort des Lernens.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.