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    Landschaftsarchitekten
    DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Halle/Saale (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Analyse des Zentrums zwischen Bahnhof und Markt
    Zur Einordnung der zu überplanenden Fläche in den gesamtstädtischen Kontext wurde das Zentrum bezüglich der wichtigsten Rahmenbedingungen der Freiflächen analysiert.
    Die Zentrum umfaßt den Bereich zwischen Bahnhof und Leipziger Straße sowie entlang der Leipziger Straße zwischen Einmündung Bahnhofsstraße und nördlichem Ende des Marktes.

    Bebauung / Freiflächen
    Prägend ist die Konzentration von vorwiegend zweigeschoßigen Gebäuden mit privater, öffentlicher und kommerzieller Nutzung mit ihren vorgelagerten Freiflächen, die zu beiden Seiten der Leipziger Straße meist mit strenger Ausrichtung nach der Straßenflucht aufgereiht sind. Teilweise sind die dahinterliegenden Grundstücke über Tore und Durchfahrten mit dem Straßenraum verknüpft und für gewerbliche Zwecke genutzt. Nahezu mittig in diesem zentralen Bereich ragt die Johanneskirche aus der niedrigen Bebauung auf und bildet mit ihrem Kirchhof eine Zäsur in der Häuserflucht.
    Der für eine zukunftsorientierte Mobilität äußerst wichtige Bahnhof liegt – benachbart von einem P+R-Parkplatz – abgerückt vom Zentrum an der parallel zur Hauptstraße verlaufenden Bahnlinie. Gebäude und Freiflächen am Bahnhof lassen Bedarf erkennen, ihrer städtebaulichen und infrastrukturellen Bedeutung entsprechend in Stand gesetzt bzw. angepaßt zu werden. Der Übergang in das durch Läden und Gewerbe geprägte Zentrum entlang der Leipziger Straße ist durch eine neu entstandene Passage mit Laden- und Büroflächen zwar angedeutet, jedoch nicht durchgängig ablesbar. Die Verknüpfung zwischen Bahnhof und Stadt muß durch die Straßenraumgestaltung besser ablesbar sein.
    Die gewerbliche Nutzung im Zentrum weist Unterbrechungen durch Leerstand und Baulücken auf, die für weitere Geschäfte bzw. Gastronomieeinrichtungen erschlossen werden könnten.
    Die zwischen Kirche und Thalheimer Straße liegende Parkanlage ist zwar als wertvoller innerstädtischer Grünraum vorhanden, ist aber mangels direkter Verbindung (z. B. Fußwegeverbindung hinter der Kirche) aus dem Wahrnehmungshorizont der Passanten auf der Hauptstraße herausgerückt.
    Die Freiflächen zwischen Bahnhof und Markt bieten ein vielfältiges Potential für das öffentliche Leben der Stadt. Sie spielen in ihrer unterschiedlichen Dimension, Funktion, Nutzungsintensität und je nach Erhaltungs- und Pflegezustand eine mehr oder weniger wichtige Rolle bezüglich der Raumgliederung und Stadtgestaltung.
    Während kleinere Aufweitungen in der Bebauung die lange Straßenlinie akzentuieren, dienen breitere von Bebauung freigehaltene Bereiche als Zonen für Aufenthalt, Information, Veranstaltungen und Erholung. Sie bilden Zäsuren in der linearen, an der Leipziger Straße orientierten Zentrumsbebauung, lassen jedoch großteils eine straßenübergreifende Nutzbarkeit vermissen.
    Neben der zu beplanenden `Corso´-Fläche ist vor allem der Markt hinsichtlich seiner Bedeutung für den städtischen Freiraum besonders hervorzuheben. Die derzeitige Aufenthaltsqualität ist jedoch – gesehen im Kontext mit der umliegenden Bebauung und deren Nutzung – hinsichtlich Nutzungsmöglichkeiten, Raumgliederung und Gestaltung verbesserungswürdig.

    Verkehr / Erschließung
    Die Innenstadt von Wolfen ist mit Bahn, Bus, Auto und Fahrrad sowie aus den umliegenden Wohngebieten auch zu Fuß problemlos zu erreichen. Die stark befahrene Leipziger Straße, die gleichzeitig als Bundesstraße Hauptverbindung zwischen Bitterfeld und Dessau und Zubringer zu den entsprechenden Autobahnanschlüssen Richtung Norden und Süden ist, muß einerseits als wichtige regionale Verkehrsader positiv für die Infrastruktur (Anbindung, Erreichbarkeit, Auswirkung auf Handel und Gewerbe) der Stadt Wolfen gesehen werden. Andererseits haften ihr die unvermeidlichen Nachteile aller hochfrequentierten innerstädtischen Straßen an. Als solche sind die Lärm- und Abgasbelastung, die Unfallgefahr und der Zerschneidungseffekt der Innenstadt zu nennen. Der letztgenannte Gesichtspunkt stellt eine besonders negative Wirkung für das innerstädtische Leben dar, da die Durchfahrtsgeschwindigkeit – betrachtet aus der Sicht eines Fußgängers, der die Straße überqueren möchte – sehr hoch ist und sichere niveaugleiche Straßenquerungen nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind. Es handelt sich sowohl um eine Trennung der westlichen und östlichen Gehwege entlang der Leipziger Straße als auch um eine fehlende Durchgängigkeit des westlichen Rad- und Fußweges in Nord-Süd-Richtung an der Einmündung Thalheimer Straße.
    Die Gehwege sind größtenteils ausreichend breit, Radwege sind weitgehend beidseitig angelegt. Parkplätze sind in unterschiedlicher Lage und Dimension vorhanden. Sie reichen von größeren Flächen am Bahnhof über Parktaschen entlang der Leipziger Straße, den Häusern vorgelagerte kleinere Platzsituationen, einem kleineren Parkplatz am Markt bis hin zu befestigten Hof- bzw. Gartengrundstücken hinter gewerblich genutzten Gebäuden. Vor der geplanten Bebauung am `Corso´-Markt sind ebenso ausreichend Stellflächen vorgesehen.

    Konzeptionelle Gedanken zur Auswertung des Zentrums
    Ziel muß es sein, die Aufenthalts- und Gestaltqualität der Wolfener Flaniermeile zu verbessern.
    Zur Verringerung der Lärmbelästigung sollte die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich zwischen Markt und Einmündung Bahnhofsstraße reduziert werden. Die geringere Geschwindigkeit führt außerdem dazu, daß die Straße auch ohne Ampelanlagen gefahrloser zu überqueren ist. Trotzdem sollten zusätzliche niveaugleiche Querungen der Leipziger Straße angelegt werden. Ebenso ist eine Querung der Einmündung Thalheimer Straße (westliche Gehwegseite der Leipziger Straße) zur durchgängigen Begehbarkeit der Innenstadt erforderlich.
    Für den Bahnreisenden stellt der Bahnhof und dessen Umfeld den Eingang in die Stadt dar. Bahnhofsgebäude, Bahnhofsvorplatz und die Bahnhofsstraße mit ihren Einkaufsmöglichkeiten sollten eine einladende, attraktive Einheit darstellen, die Reisende in der Stadt willkommen heißt, sie in die Stadt leitet und aktuelle Informationen über Stadt und Umland präsentiert.
    Der Bahnhof könnte Ausgangspunkt für ein lokales bzw. regionales Informationsnetz zur Orientierung und touristischen Vermarktung werden. Als Start und Ziel für Stadtrundgänge ist er für alle Reisenden (Bahn, Bus, Individualverkehr, Fahrrad) gut erreichbar und zentral gelegen. Eine entsprechende Ausstattung (P+R-Parkplatz, überdachte Fahrradständer, Schließfächer, Toiletten / Babywickelraum, evtl. Kiosk) schaffen die Grundlage für ein entspanntes Stadterlebnis.
    Die anschließende innerstädtische Zone sollte möglichst durchgängig mit Läden und öffentlichen Gebäuden bestückt sein, die den Passanten Anreiz geben (Neugierde wekken), die Stadt, ihre Sehenswürdigkeiten sowie kommerzielle und gastronomische Angebote weiter kennenzulernen. Ziel sollte eine interessante Mischung aus Gewerbe, öffentlichen Gebäuden, Wohnen und Gastronomie ebenso wie die Herstellung attraktiver Rahmenbedingungen für die Neuansiedelung von Handel und Gewerbe sein, um die Beseitigung von Leerstand und Baulücken zu begünstigen.
    Den Freiräumen kommt im Stadtzentrum Wolfen die wichtige Funktion zu, eine Akzentuierung des langgestreckten Zentrums durch ansprechende und abwechslungsreiche Gestaltungungsvarianten zu erreichen. Dabei spielt auch die visuelle Aufhebung der zerschneidenden Wirkung, die von der Fahrbahn ausgeht, eine wichtige Rolle. Eine fahrbahnübergreifende Gestaltung könnte in manchen Bereichen die beiden Gehwege verknüpfen und den Straßenraum punktuell als Einheit erlebbar machen.
    Entsprechend ihrer Größe und Lage sollten die innerstädtischen Freiflächen optische Aufwertung des Straßenraumes, nutzbarer Aufenthaltsraum mit Erholungs-, Spiel- oder Informationsfunktion bzw. Grünzone mit den bekannten wichtigen Funktionen des Stadtgrüns sein.
    Abgesehen von der durchgehenden Alleepflanzung entlang der Leipziger Straße bieten die Freiflächen am Bahnhof, die `Corso´-Freianlage, im Bereich des Kirchhofes und der gegenüberliegenden Bebauung, der Parkanlage zwischen Thalheimer und Leipziger Straße sowie am Markt einen für das Stadtgrün bedeutsamen Bestand an Bäumen und Pflanzungen bzw. ein erhebliches Potential zur Entwicklung wertvoller Grünanlagen.
    Neben der Neuplanung der `Corso´-Freianlage könnte vor allem eine Neugliederung der Markt-Freifläche mit veränderter Raumgliederung in multifunktionale Zonen und Bereiche mit spannungsreichem Wechsel zwischen Öffnung und Abgrenzung (Lärmschutz) zur Hauptstraße sowie die Gestaltung der neuen Räume mit Grün-, Wasser- und Kunstelementen einen positiven Beitrag zur Stadtkultur leisten.
    Ein wesentlicher Aspekt bei der Überarbeitung der Marktfreifläche wäre die Verknüpfung derselben mit der westlich angrenzenden Bebauung. Zu erreichen wäre diese mit Durchfahrtsbeschränkungen (Anlieger und Lieferverkehr), verstärkter Ansiedelung von Gewerbe mit sinnvoller Freiraumnutzung (Gastronomieterrasse oder Ausstellungsflächen vor den Geschäften) sowie veränderter Flächengestaltung. Wie an anderen Stellen wäre auch hier über eine Öffnung der Hinterhöfe bzw. Gärten für die öffentliche oder gewerbliche Nutzung (jedoch nicht als KfZ-Werkstatt oder Parkplatz) nachzudenken, da hierdurch die stärkste mögliche Verzahnung der Bebauung mit öffentlichen Freiflächen erzielt würde.
    Aufbauend auf dieser Zielsetzung für den innerstädtischen Bereich der Stadt Wolfen könnten die in der Auslobung des Gutachterverfahrens zur `Corso´-Freianlage aufgeführten Elemente der Stadtgeschichte, Stadtgestaltung und Ausstattung entsprechend den nachfolgenden Erläuterungen eingeplant werden.
    Einordnung punktueller Funktionen und Freiraumakzente im Zentrum

    - Infotafeln zur Orientierung und Touristik-Werbung am Bahnhof und optional an der `Corso´-Fläche
    - Postsäule an der Einmündung Bahnhofsstraße in die Leipziger Straße
    - Goethe-Denkmal evtl. im parkartigen Bereich der Marktfläche
    - Freiraumbühne: in Kombination mit befestigter Marktfläche, in Kombination mit Freiraumgastronomie auf der `Corso´-Freifläche
    - Weihnachtsmarkt: Neuordnung der Marktfreifläche, vorübergehend oder zusätzlich auf den Platzflächen der `Corso´-Freifläche
    - Freiraumgastronomie: Cafe´/ Bar / Bistro am Markt und `Corso´-Freifläche
    - Skulpturen ziehen sich als Kunstpunkte durch die Freiflächen der Stadt
    - Wasser: Trinkbrunnen an verschiedenen Orten der Stadt (Bahnhof, Corso, Markt), Aufwertung und Ausweitung des Gestaltungselementes `Wasser´ in der Grünanlage am Markt und am Bahnhofsvorplatz, optional `Corso´-Freifläche
    - Möblierung und Beleuchtung: Umsetzung eines abgestimmten und durchgestalteten Ausstattungs- und Beleuchtungskonzeptes

    Die Vorfläche des `Corso´-Marktes kann im Rahmen der Gesamtgestaltung in vielfältiger Weise genutzt werden und vorübergehend Funktionen übernehmen, die im Zuge der Gesamtgestaltung der innerstädtischen Zone ihren Schwerpunkt an anderer Stelle finden. So können z. B. Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt oder Bühnenaktivitäten im Bereich der `Corso´-Vorfläche stattfinden, die später evtl. auf eine neu gestaltete, befestigte Markt-Freifläche zu verlagern wären.

    Gestaltung Freianlage `Corso´
    Voraussetzungen auf Basis von Bestand und Investoren-Planung
    Im Bestand stellt sich die Freifläche am geplanten `Corso´-Markt als ebene Rasenfläche vor einer homogenen eingeschoßigen Bebauung (vier Häuser) aus gelbem Klinker dar. Die Eingliederung des Supermarktes in den städtebaulichen Bestand ist mit dem Abbruch von zwei der vier Häuser verbunden. Dadurch wird die derzeitige Symmetrie und die gleichmäßig durchlaufende Baulinie zerstört, die Gliederung der Grünfläche aufgehoben.
    Direkt hinter der erhaltenen Bebauung bzw. bei den abzubrechenden Häusern bis an die ehemalige Baulinie breiten sich die erforderlichen Stellflächen für PKW und die zugehörigen Fahrgassen aus. Die neue Bebauung, die in ihrer Gestaltung vorwiegend nach funktionalen Aspekten ausgerichtet ist, dient der Ansiedelung eines Supermarktes und eines Drogeriediscounters.

    Planungsidee
    Als Grundlage für die Entwurfsidee ist die Wahrnehmung der Freifläche als lineare Erweiterung des Straßenraumes sowie die derzeit noch ablesbare Raumgliederung (harmonische Teilung der langen Linie)durch die bestehende Bebauung zu sehen.

    Die bandartige Grundform und Längs-Ausrichtung der Fläche wird aufgenommen und verstärkt
    - durch die Erhaltung der zweiten Baumreihe,
    - durch Absenkung einer ca. 10 m breiten Ebene um 40 cm,
    - durch lineare Abgrenzung der Ebenen mit Stützelementen,
    - durch einen mittig verlaufenden Plattenpfad,
    - durch Fortsetzung der Linie in den Kirchhof.

    Die Raumgliederung der linearen Fläche ergibt sich
    - durch eine Abfolge von befestigten Platzflächen mit unterschiedlicher Gestaltung vor den (ehemaligen) Häusern,
    - durch Erhaltung der Fassaden der beiden abzubrechenden Häuser bis auf Höhe Fensterunterkante als Strukturelement und Abgrenzung zum Parkplatz,
    - durch Pflanzung von Bodendeckern zwischen den Platzflächen (Wuchshöhe annähernd 0-Ebene).

    Durchläuft man die neu gestaltete Fläche von Süden nach Norden, erlebt man die nachfolgend beschriebene Raumabfolge.
    Über eine flache Rampe erreicht man entlang des ca. 1,20 m breiten, mittig angeordneten PLATTENPFADes die 40 cm tiefer liegende Ebene der Platzflächen vor den ehemaligen Häusern. Der Plattenpfad ist gesäumt von niedrigen Pflanzen einer Art, die mit ihrer Wuchshöhe an die beiden seitlich begrenzenden Betonelemente heranreichen. Der FASSADENREST des südlichsten Hauses (Erhaltung bis zu einer Mauerhöhe von ca. 1,50 m) ist Maßstab für die Außenabmessungen der ersten Platzfläche, die mit einem hochwertigen Pflasterbelag befestigt ist. Parallel zum Pfad, zur Straße, zur Bebauung bietet eine LANGE BANK Sitzgelegenheit mit Blickrichtung quer zur Hauptrichtung. Den ersten und zweiten Platz verbindet wiederum eine Bodendeckerfläche. Der zweite befestigte Platz bietet vor der Kulisse eines weiteren FASSADENRESTes (drehbare) SITZPUNKTE in lockerer Anordnung als kommunikative Zone. Das Durchschreiten der nächsten Pflanzung führt zur dritten Platzfläche, die teilweise von einer auf Höhe der 0-Ebene aufgeständerten TERRASSE mit Bezug zum Gebäude – als Plattform für Freiraumgastronomie oder Veranstaltungen – überlagert wird.
    Das Plattenband zieht sich weiter zur vierten Platzfläche, auf der sich WÜRFEL rasterförmig aus dem Boden schieben (Sitzwürfel, alternativ als Spielfläche mit Spielwürfeln, die über Hydraulik miteinander verbunden sind und dadurch abgesenkt oder angehoben werden können) und findet seinen Endpunkt jenseits der Kirchstraße auf dem Kirchhof. Dort ragen die Betonelemente, die vorher die unterschiedlichen Niveaus trennten, über die Platzfläche hinaus und stoßen in Längsrichtung gegen die bestehenden Mauern. Eine Bank legt sich als Abschluß quer – der `Flanierende´ richtet den Blick zurück!
    Die Anbindung der `Corso´-Marktfläche erfolgt über Stege, die an zwei Stellen eine direkten Zugang vom Gehweg der Leipziger Straße zum Parkplatz des `Corso´-Marktes herstellen.

    Materialien / Pflanzung / Beleuchtung
    Die Umsetzung des Entwurfsgedankens kann mit verschiedenen Materialien und Ausstattungsvarianten erfolgen, ohne die grundsätzlichen Funktionen maßgeblich zu verändern. In der Grobkostenschätzung werden diese Variationsmöglichkeiten in Form einer `Grundvariante´ und möglichen `Zusatzausstattungen´ bzw. hochwertigeren Materialien berücksichtigt.

    Grundausbau
    Die Abgrenzung des tiefergelegten Bandes gegenüber der 0-Ebene bilden Betonelemente (Abmessungen ca. 40/50/150 cm). Die Platzflächen sollen mit Ausnahme des Terrassen-Platzes, der in wassergebundener Decke ausgeführt werden soll, mit Plattenbelägen befestigt werden. Das Plattenband, das rampenartig in die tiefergelegte Fläche eintaucht, besteht aus Granit-Platten, die beidseitig von einem Läuferband aus gelbem Klinker eingefaßt sind.
    Die zwischen den Platzflächen liegenden Pflanzflächen werden mit Lavandula angustifolia, Spiraea decumbens, Salix repens ssp. argentea, Hypericum calycinum sowie Rosen zur Flächenbegrünung in den Farbtönen violett, gelb, weiß bepflanzt. Die Verwendung von Pflanzen mit unterschiedlichen Laubfarbtönen und Blüheffekten ergibt ein kontrastreiches Bild. Die tiefergelegte Fläche schließt an den beiden schneidenden Gehwegen der Robert-Koch- und Kirchstraße mit schmalen Stahlplatten ab, der Plattenpfad wird rampenartig auf die 0-Ebene geführt.

    Optionale Ausstattung bzw. hochwertigere Materialien
    - Natursteinplatten für die gesamten Platzflächen (ausgenommen Terrassen-Platz)
    - versenkbare Medienpoller mit Strom- und Wasseranschluß
    - Plattenband mit Wassereffekten
    - Ausführung der Beläge und Randeinfassungen von zwei Plätzen zur Nutzung als Spritzeisbahn
    - Würfelwaage: Das Betreten eines Würfels versenkt denselben, ein anderer schiebt sich aus dem Boden.
    - Beleuchtung:
    - seitlich in die Betonelemente integrierte Leuchten bzw. Leuchtband zur Erhellung der Platzflächen
    - Bodenleuchten zur Markierung und Betonung des Plattenbandes (Lichtplatten)

    Nutzungsmöglichkeiten
    Die `Corso´-Freianlagen bieten vielflältige Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen dienen die unterschiedlichen Platzflächen als Aufenthaltsräume mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten bzw. einer Cafe´-Terrasse. Die Platzflächen eignen sich jedoch auch für Veranstaltungen wie z. B. Weihnachts-, Trödel-, Kunsthandwerkmarkt etc., Kinderfeste mit Buden, Pflastermalerei und Theater- und Musikaufführungen, das Plattenband könnte zum Laufsteg für Modenschauen werden. Im Winter verwandeln sich zwei Plätze in Spritzeisbahnen, wenn die demontierbare Einzelbestuhlung bis zum Frühjahr eingelagert wird. Die Caféterrasse wird zeitweise zur Bühne für Kleinkunst- und Musikdarbietungen. Optional könnte man auch Wasserelemente in die Gestaltung aufnehmen, z. B. kleine Fontänen in den Plattenbelägen oder das Plattenband in ein Wasserband umfunktionieren.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

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Zuletzt aktualisiert 25.08.2010, 10:44
Beitrags-ID 4-7928
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