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  • 1. Preis Zuschlag

    wettbewerbsmodell, © architektei mey

    Architekten
    architektei mey gmbh, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: heintze.landschaftDrei, Konstanz (DE)

    Preisgeld
    25.500 EUR

    Erläuterungstext
    (auszüge)

    das umfeld ist durch meist zweigeschossige doppelhäuser und reihenhausbebauung geprägt. der wettbewerbsbeitrag sieht der städtebaulichen ost-west-ausrichtung der vorhandenen zeilen folgend ebenfalls eine zweigeschossige bebauung vor.
    die beiden kitas sind zentral von einem kleinen platz aus erschlossen und terrassieren sich zum spielfeld im westen. als städtebauliche dominate fasst die schule die aussenanlagen nach norden und bildet eine raumkante des quartierplatzes im osten. von hier ist die neue schule über den schulhof erschlossen.

    fast identischen grundrissen folgend sind in beiden kitas die gruppenräume sämtlich nach süden orientiert. die erdgeschossigen räume haben direkt zugeordnete aussenbereiche; die gruppen im obergeschoss haben großzügige dachterrassen von denen aus die spielflächen über angelehnte treppen unmittelbar zugänglich sind.
    ein gemeinsames dach überspannt beide eingänge und schützt vor regen beim bringen und abholen der kinder.

    die grundschule wird in verlängerung einer verbindenden nord-süd achse zentral über eine zweigeschossige halle erschlossen. von norden gibt es zudem eingänge für die lehrer, die vereinsnutzung der sporthalle und die erwachsenenbildung.
    eine raumhoch verglaste ost-west achse verbindet an der breiten spielstrasse der mittagsbetreuung innenhöfe, fachräume, pausenhalle und speisesaal. so öffnet sich die schule zum quartiersplatz und zum grünzug sowie über die pausenhalle zum schulhof.
    alle klassen sind nach süden ausgerichtet und liegen im obergeschoss, der ganztagsbereich über der mittagsbetreuung mit blick auf den schulhof. große dachterrassen sind über klassen- und gruppenräume sowie die flure des ganztagesbereichs direkt zugänglich. hier kann gespielt, oder im freien unterrichtet werden. bei trockener witterung kann man über die aussentreppen direkt auf den schulhof gelangen.

    die geplanten sportanlagen (rasenspielfeld, allwetterplatz, weitsprung, laufbahnen) verzahnen sich mit dem schulhofbereich. die sportflächen wiederum vernähen sich nahtlos mit dem angrenzenden grüngürtel und schaffen so eine optische erweiterung des schulareals mit der landschaft und umgekehrt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    (Auszüge)

    "Der Entwurf setzt mit dem zweigeschossigen Schulgebäude einen markanten städtebaulichen Akzent an der Bergfeldstraße und gibt somit dem Quartier ein eindeutiges Zeichen für die hier untergebrachte öffentliche Nutzung. Die zentrale Anordnung des West-Ost orientierten Gebäudes schafft einerseits eine Aufweitung an der Gebrüder Grimm Straße, bildet andererseits aber auch eine Einengung des bestehenden Grünzuges, die in der vorgeschlagenen Form aber als räumliche Fassung vor dem Übergang über die Bergfeldstraße in das zukünftig angrenzende Wohngebiet als angemessen erscheint. Der vorgeschlagene Quartiersplatz schafft einen adäquaten Orientierungspunkt für das angrenzende Wohngebiet und die Grundschule. Die kammartigen nach Westen orientierten Kita-Gebäude erzeugen, insbesondere durch die treppenartige Abstufung nach Westen eine angenehme Maßstäblichkeit des hier geforderten großen Bauvolumens."

    "Das Schulgebäude wird sinnvoll und prägnant von dem südlich vorgelagerten Schulhof erschlossen. Dieser Schulhof erfüllt eindrücklich die Mehrfachfunktion des Zugangs- und Pausenhofes und bietet zudem die Möglichkeit der visuellen und funktionalen Verbindung zum bestehenden Grünzug. Der Allwetterplatz ist als erweiterter Pausenhof ideal angebunden, so dass eine störungsfreie Nutzung für Sport, aber auch eine optimale Aufsicht in den Schulpausen möglich ist. Das Westlich der Kita-Gebäude situierte Sportfeld garantiert eine geringstmögliche Störung des Schulunterrichts auch im Sommer bei geöffneten Fenstern."

    "Sowohl Schul- als auch Kitagebäude beeindrucken durch eine weitgehende Südorientierung der Klassen und Gruppenräume. Der nördlich angeordnete Erschließungsflur bietet in beiden Einrichtungen zudem abwechslungsreiche, zusätzliche Möglichkeiten des Aufenthaltes, bzw. der Schulnutzung."

    "Die Zuordnung von Garderoben- und Gruppenräumen zu den Klassenzimmern ist ideal. Jeweils drei Klassenzimmer bilden ein eigenes Cluster, so dass Störungen auch bei Unterricht, bzw. Nutzung der Flurzonen nicht zu erwarten sind. Die klare Struktur der Schule wird auch in den beiden Kitas fortgesetzt. Mit den Dachterrassen ergeben sich insgesamt 8 unterschiedliche und attraktive Freibereiche. Die Höfe sind stirnseitig an das Freisportfeld angebunden. Dies ergibt eine ausgewogene Harmonie von Offenheit und geschütztem Spielhof."