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  • Engere Wahl

    © Stefan Bernard Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stefan Bernard

    Mitarbeit
    Fabian Lux, Agata Waszczuk

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Herleitung, den Ort als langjährige Heimat der Kinder bis zum jungen Erwachsenenalter zu verstehen, und der Ansatz, zwei Kulturen (Deutschland – Türkei) zu verbinden, bilden eine interessante Grundlage. Der Europaschulgedanken ist positiv, sollte jedoch nicht nur auf zwei Nationalitäten beschränkt werden.

    Der Campus wird als Einheit mit klarer Nord-Süd Achse und neu definierten, großzügigen Eingangssituationen an der Urban- und Blücherstraße verstanden. Der fehlende Nebeneingang von der Urbanstraße zur AzizNesin-Schule wird konträr diskutiert. Die angegliederten Plätze für Spiel, Bewegung und Aufenthalt überzeugen in ihrer Anordnung. Das Grundkonzept mit der Anbindung ins Quartier ist schlüssig und klärt die heute schwierige Orientierung.

    Der Umgang mit dem Bestand ist respektvoll und der grüne Spielbereich im Norden wird positiv beurteilt. Das Verhältnis von Grün- und Hartfläche ist harmonisch, jedoch die Nutzungsverteilung teilweise problematisch (Spielflächen direkt vor Unterrichtsräumen). Das Nutzungskonzept für die einzelnen Flächen bleibt jedoch teilweise unklar. Aussagen zu Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten fehlen.

    Aus der Geländergestaltung der Carl-von-Ossietzky-Schule möchte der Verfasser ein identitätsstiftendes Element entwickeln, das er auf dem ganzen Schulgelände multifunktional einsetzen will. Diese Idee überzeugt weder im Einzelnen noch im Ganzen. Die Konzentration auf ein Element (rotes Rohr) in unterschiedlichen Varianten wird vom Verfasser überstrapaziert.

    Die Materialisierung der Beläge mit Asphalt, Beton- und Klinkerpflaster ist nachvollziehbar und wirtschaftlich. Das Gesamtkonzept erlaubt den stufenweisen Ausbau und bleibt im Kostenrahmen.