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  • 1. Preis

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    TGA-Fachplaner
    INNIUS GTD GmbH, Dresden (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Rohdecan Architekten GmbH, Dresden (DE)
    Tragwerksplaner: Leonhardt, Andrä und Partner, Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Erfurt (DE), Nürnberg (DE), Hamburg (DE), Zürich (CH), Köln (DE), Frankfurt am Main (DE), Magdeburg (DE), München (DE)

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das viergeschossige Gebäude nutzt das erweiterte Baufeld. Die Gebäudehöhe von 17.34 m und die durch Gesimsbänder horizontal klar gegliederte Fassade fügen sich harmonisch in das Ensemble der PTB ein.

    Die Belebung der Fassade erfolgt mit vergleichsweise einfachen Mitteln (Steinvorsprünge etc.), die sich aber wirkungsvoll darstellen. Die Unterschiedlichkeit der Elemente innerhalb einer Ebene erlaubt eine flexible Gestaltung, die den vielfältigen Ansprüchen der unterschiedlichen Nutzungsarten zugeordnet werden kann (Fenster, Lüftung, etc.) Sogar nachträgliche Anpassungen erscheinen möglich. Die Assoziation von Messreihen in horizontaler Richtung entspricht in dezenter Weise inhaltlichen Kernaufgaben der PTB.

    Der Eingang an der Nordfassade Ecke Abbestraße orientiert sich am Publikumsverkehr und ist damit richtig gewählt, allerdings etwas zu unauffällig gestaltet. Die Kommunikationszonen entsprechen den Anforderungen der PTB: Sie ermöglichen die Kommunikation, ohne diesen Aspekt über das Maß des in der PTB Üblichen überzubetonen.

    Der Grundriss ist klar strukturiert. Im UG ist Haustechnik dort angeordnet, wo die Medienanbindung erfolgt.

    Die Gebäudestruktur ist danke der geschlossenen Wandflächen sehr gut ausgesteift. Die Deckenstärken sind den baudynamischen Erfordernissen genau angepasst. Durch den langen Baukörper werden langwellige Bodenerschütterungen gut abgeschwächt. Damit entfallen intensive Maßnahmen zur Erhöhung der Erschütterungsfreiheit. Die Aufzüge sind von den empfindlichen Kryolaboren weit entfernt, was die Messungen vereinfacht.

    Die Besucherführung zum Seminarraum ist günstig und belastet wegen der räumlichen Trennung nicht die Messungen.

    Im 2. OG ist die Anordnung der Schleuse optimal gelöst. Die interne Gestaltung des Rein- und Grauraums ermöglicht eine maximale Flexibilität der Einrichtung. Sogar die Grenze zwischen Grau- und Reinraum kann nachträglich äußerst einfach verschoben werden. Die Reinraumtechnik ist optimal direkt über dem Grau- und Reinraumbereich untergebracht. Weil die Lagerräume belichtet sind, ist eine nachträgliche Umnutzung denkbar.

    Die unterschiedlichen Geschosshöhen spiegeln exakt die Anforderungen der Nutzung wider, so dass die Gebäudehöhe optimal ausgenutzt wird. Dadurch, und durch die Gestaltung der Gesimsbänder entsteht eine interessante Fassadengliederung, die die Funktionalität des Gebäudes von außen widerspiegelt.

    Insgesamt erscheint der Entwurf sehr durchdacht und zeugt von einem großen Verständnis der Anforderungen, die sich aus der täglichen Arbeit der Nutzer ergeben. Die hohe Funktionalität und die Nutzung einfacher, aber wirkungsvoller Gestaltungselemente fügen sich hervorragend in das Selbstverständnis der PTB ein. Nicht zuletzt stellt sich der Entwurf bezüglich der Kosten günstig dar.