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  • DE-10179 Berlin
  • 02/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-146957)

Urban Living / Neue Formen des städtischen Wohnens


  • Teilnahme - Grundstück Briesestraße 19 (Neukölln)

    © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin | Augustin und Frank Architekten

    Architekten
    Augustin und Frank Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Split Level - Reihenhäuser im Parkhaus

    Neukölln-Nord ist ein Quartier im Umbruch. Heute entstehen hier neue Formen von Zentralität durch neue Nutzungsstrukturen. Innerstädtische Verdichtungsmaßnahmen bieten diese Möglichkeit und können darüber hinaus mit der funktionalen Erneuerung des Vorhandenen auch qualitative Verbesserungen für das gesamte Umfeld schaffen.
    Eine Analyse der bestehenden Parkhaus-Struktur führt zu überraschenden Möglichkeiten, wie typische Modelle des Wohnens übernommen und in die bestehende Grundkonstruktion implantiert werden können.
    Von den uns bekannten und vertrauten Klassikern des Wohnens werden die typischen, innen- und außenräumlichen Nutzungszonen neu kombiniert und zu einem neuen, flexiblen und reaktionsfähigen Gefüge zusammengesetzt: auf den Parzellen der ehemaligen Stellplätze entstehen ein- und zweigeschossige, auf den flankierenden und mittigen Rampen der Fahrbahnen eingeschossige "Kernhäuser". Die Außenfelder der Parzellen bleiben offen - zur Nutzung als Freibereich oder zum optionalen Ausbau. Die "Durchparzellierung", die den Konstruktionsachsen folgt, fasst somit alternierende Raumzonen von Innen - und Außenräumen, ein- und zweigeschossigen, ebenengleichen und - versetzten Räumen zum "Reihenhaus auf der Etage" zusammen. Das neu entstehende Raumangebot profitiert vom einfachen Konstruktionsraster des Parkhaussystems mit seinen großen Spannweiten und von den halbgeschossig versetzten Deckenebenen.
    Das Wohnungs- und Raumangebot der "Reihenhäuser auf der Etage" umfasst 22 Einheiten als Split-Level-Typen und Geschosswohnungen. Nutzungsoffene Räume als Ergänzung des "Kernhauses" können für unterschiedlichsten Gebrauch und für optionalen Ausbau angeeignet werden - denkbar ist hier auch das Modell des wachsenden Hauses. Gut möglich ist in allen Einheiten die räumliche Verbindung von Arbeiten und Wohnen - nicht nur für den Büroarbeitsplatz, sondern auch für Werkräume und Ateliers - wohnverträgliche Formen des produzierenden Gewerbes, anknüpfend an die Berliner Tradition des Handwerksbetriebes auf dem Hof.
    Die umliegenden Brandwände dienen der neuen Nutzung der Parkgarage als "Lehnwände" für vertikale Gärten und für eine zentrale, räumlich wirksame neue Erschließungsrampe auf die einzelnen Nutzungsebenen. Straße und Platz als wichtige Dialogpartner im urbanen Kontext erweitern sich auf das Grundstück und durchdringen das Gebäude.
    Die zur Transformation der Parkgarage vorgeschlagenen Maßnahmen haben vor allem auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit exemplarischen Charakter. Sie können auf vergleichbare Typologien und Systeme übertragen werden. Reduzierte Standards für die Wohnungen und Werkräume sind dann tolerabel, wenn sie durch attraktive, zeitgemäße Raumangebote kompensiert werden. Zur Reduzierung der Erstellungskosten stellt im modularisierten System das Angebot zum Selbstausbau von Flächen eine weitere praktikable Option dar. Mit allen diesen Maßnahmen können die Herstellungskosten deutlich unter die Kosten für vergleichbare Flächen - und Raumangebote im Neubau gesenkt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 18.02.2014, 14:37
Zuletzt aktualisiert 24.02.2014, 09:14
Beitrags-ID 4-80881
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