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  • DE-83671 Benediktbeuern
  • 02/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-150439)

Neubau Fraunhofer NetzWertZentrum


  • 2. Preis

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: pape+pape architekten, Kassel (DE), Hannover (DE)
    Landschaftsarchitekten: MANN LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Fulda (DE)
    TGA-Fachplaner: Deerns Deutschland GmbH, Stuttgart (DE), Köln (DE)
    TGA-Fachplaner: Reitz & Pristl Ingenieurgesellschaft mbH, Kassel (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Programm ist mit einem kompakten langgestreckten Einzelbaukörper mit
    klarem Satteldach gelöst. Das ausgebaute Dachgeschoss dient der Aufnahme
    von Zimmern mit großen Dachterrassen. Dadurch wird es möglich das restliche
    Programm in lediglich zwei Geschossen unterzubringen - die Wandhöhen des
    2-geschossigen Gebäudes bleiben daher sehr moderat.
    Der Baukörper ist weit von der Gartenmauer abgerückt und nimmt in seiner
    Großmaßstäblichkeit und Ausrichtung Bezüge zu den Klosterbauten auf. Durch
    das Abrücken zur Mauer ergibt sich ein trapezförmiger weiter „Eingangshof“ mit
    Hauseingang, Zufahrt, Anlieferung und Tiefgaragenabfahrt. Die Nähe von Tiefgarageneinfahrt
    und Eingang wird kritisch gesehen.
    Die Kompaktheit, geringe Wandhöhe und selbstverständliche Positionierung
    des Gebäudes „im Garten“ ist eine der wesentlichen Qualitäten des Entwurfs.
    Die räumlichen Qualitäten der Begegnungsflächen im Erdgeschoss sind
    dadurch allerdings auf den breiten Flur eingeschränkt. Das Angebot informeller
    Bereiche und deren räumliche Verbindung mit dem Garten sind ausbaufähig.
    Der breite Flur ist auch im Obergeschoss und im Dachgeschoss vorhanden und
    lässt durch seine Verbindung über Lufträume und das raumhaltige Dach räumliche
    Qualitäten erkennen. Das Potenzial als Begegnungsraum scheint nicht voll
    ausgeschöpft. Die Zimmer sind sehr rationell zweihüftig angeordnet. Sie sind
    gut geschnitten und organisiert. Das Bad weist eine interessante Binnenteilung
    in einen „Waschbereich“ mit offener Dusche und einen abtrennbaren Toilettenbereich
    auf. Die über die gesamte Gebäudehöhe offen verbundenen Flure
    müssten brandschutztechnisch noch überarbeitet werden. Das Verhältnis der
    geschlossenen „Lattenfassaden“ und der komplett verglasten Eingangs- und
    Verbindungsbereiche scheint der kleinteiligen, landschaftlichen Situation nicht
    ganz angemessen.
    In punkto Nachhaltigkeit werden die gesetzlichen Anforderungen teilweise
    übererfüllt (Dämmstandard) - die konventionelle STB Tragstruktur wird zur Klimatisierung
    des Gebäudes mitherangezogen (Betonkernaktivierung). Die elementierte
    Holzrahmenbauweise der Fassaden und der Verzicht auf „Verbundbaustoffe“
    werden als Beitrag zum nachhaltigen Bauen begrüßt. Allerdings lässt
    die Ausführung der Holzlattenfassaden in unbehandelter Lärche einen hohen
    Instandhaltungsaufwand und die Lattenverkleidung der Dachflächen eine sehr
    geringe Dauerhaftigkeit erwarten. Das Gebäude wird sich auf Grund seiner
    hohen Kompaktheit, geringen Hüllfläche und steuerbaren Verschattungselementen
    sehr wirtschaftlich klimatisieren lassen. Der Fußabdruck des Gebäudes
    ist einer der geringsten aller Teilnehmer.