loading
  • CH-6045 Meggen
  • 01/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-141024)

Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Hofmatt


  • 4. Rang


    Projekt
    PILATUS

    Landschaftsarchitekten
    Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Fiechter & Salzmann Architekten GmbH, Zürich (CH)

    Preisgeld
    10.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Projektverfasser versuchen die ortsbauliche Situation zu klären, indem sie die Anbauten der Werk- und der Handarbeitsräume abbrechen, um so die Längsbauten zu betonen. Diese werden mit turmartigen Gebäudekörpern auf der Nordseite erweitert, welche als Holzbauten konzipiert sind und die Gruppenräume beherbergen. Hofmatt 1 wird zusätzlich um ein Geschoss aufgestockt und erfährt im Erdgeschoss eine sockelartige Erweiterung, in welcher die Werkräume platziert werden. Komplettiert wird die Anlage mit einem dritten Längsbau, welcher im Bereich des abzubrechenden Dienstleistungsgebäudes geplant wird und die Tagesstrukturen, die Schulleitung und die Hauswartwohnungen untergebracht sind. Die Parkplätze in diesem Bereich werden aufgehoben und eine klare Eingangssituation geschaffen. Die zwischen Hofmatt 3 und Neubau aufgespannte Treppenanlage schafft eine grosszügige Verbindung zwischen Pausen- und Allwetterplatz. Der Kindergarten wird in nordöstlicher Richtung in analoger, additiver Weise erweitert.

    Das gut nachvollziehbare Konzept besticht durch seine Zugangssituation, welche einem vom Hofmattweg selbstverständlich in die Anlage führt. Das Belassen des Bibliothekgebäudes akzentuiert die Zugangssituation zusätzlich und unterstreicht die Absicht, eine klare Adresse zu schaffen. Geschwächt wird das klare Konzept durch die formale Umsetzung. Die rückwärtigen Anbauten lassen die filigran wirkenden bestehenden Bauten vermissen. Die über die ganze Breite der Klassenzimmer geplanten Gruppenräume funktionieren, die Hälfte ist aber lediglich vom Klassenzimmer begehbar und wäre feuerpolizeilich noch zu lösen. Gleichzeitig wird aber die heutige Besonderheit und Qualität von 2-seitig belichteten Schulzimmern aufgegeben. Die sockelartige Erweiterung im Hofmatt 1 wirkt irritierend und verunklärt die Gebäudehierarchie innerhalb des Bestandes. Grundsätzlich ist die rigide formale Umsetzung zu hinterfragen und lässt eine adäquate Bearbeitungstiefe vermissen.

    Es sind wirtschaftliche Erstellungskosten auszumachen, welche auf einem zurückhaltenden Umgang mit der Aufgabe und dem im Vergleich geringeren Neubauvolumen beruhen.

    Durch die Situierung des Neubaus wird die Zugänglichkeit zu den Pausen- und Sportplätzen, bzw. die Anbindung zum umliegenden Kontext wesentlich verbessert. Das weitere Umgebungskonzept bleibt aber schematisch. Die Pausenplätze um die Hofmatt erscheinen ohne Zusammenhang. Das Freiraumpotential wird nicht ausgeschöpft, bzw. nicht aufgezeigt. Die zentral platzierte Pausenhalle vor dem Schulhaus Hofmatt 1, hat als Solitär wenig Bindung zu den umliegenden Bauten. Möglich erscheint die Anordnung der Parkierung an drei Standorten.

    Die gute und selbstverständlich wirkende ortsbauliche Idee vermag in seiner formalen Umsetzung nicht abschliessend zu überzeugen und lässt eine differenziertere Umsetzung der Erweiterungen vermissen.