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  • DE-95028 Hof
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159634)

Neubau Kindertagesstätte mit Gemeindesaal


  • 1. Rang 1. Preis

    Perspektive, © H2M Architekten + Stadtplaner GmbH

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: H2M-Architekten + Stadtplaner GmbH, Kulmbach (DE), München (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Es wird ein städtebauliches besonders überzeugendes Konzept mit klarer Linie zur Straße entwickelt. Die Eingangssituation zu den Räumen der Kirchengemeinde und der Kindertagesstätte werden durch das großzügige Foyer verbunden. Der Gemeindesaal wird zwischen Kirche und Kindertagesstätte situiert. Aus Sicht der Kirchengemeinde ist die gute Lage und Nutzungsmöglichkeit dieses Saals mit Anbindung an das Foyer besonders begrüßenswert. Ebenso ist die Anbindung an den Innenhof hervorzuheben. Im weiteren Planungsprozess ist eine günstige Verbindung zu einer künftigen Küche und zu den weiteren Gemeinderäumen zu klären.
    Die Kindertagesstätte entsteht als klar ablesbarer Baukörper parallel zur Kirche. Der Kirchturm bleibt als Solitär begreifbar und akzentuiert als vertikales Merkzeichen die Baugruppe. Die neue Stufenanlage bietet im Zusammenhang mit der Topografie eine großzügige und sparsame Möglichkeit der barrierefreien Erschließung. Der Vorbereich ist zwar für die Kindertagesstätte nicht unmittelbar als Spielfläche nutzbar, schafft aber stadträumlich ein zusammenfassendes, einheitliches „Gesicht“ der Gesamtanlage der Kirchengemeinde.
    Das Foyer im Bereich der Kindertagesstätte ist funktional im Hinblick auf die Anordnung von Windfang, Elternwartebereich, Kinderwagenabstellplätzen etc. neu zu ordnen, ohne dass das großzügige Gesamtkonzept verloren geht. Die nord-süd-gerichtete Erschließungszone ist derzeit sehr eng konzipiert und erfordert deutlich mehr Aufenthaltsqualität, auch im Hinblick auf den Bewegungsraum. Die offene Küche schafft eine gute Atmosphäre, ein separater Zugang zum Innenhof wäre jedoch wünschenswert. Die jetzige Anordnung des Intensivraums an dieser offenen Küchenzone kann wegen der Schlafmöglichkeit der Kinder zu Konflikten führen. Besonders positiv wird die Anordnung der beiden zusammenschließbaren, südorientierten Gruppenräume gesehen.
    Aus Sicht der Kirchengemeinde ist die gute Lage und Nutzungsmöglichkeit des Gemeindesaals mit Anbindung an das Foyer besonders begrüßenswert. Ebenso ist die Anbindung an den Innenhof hervorzuheben.
    Für den Außenbereich ist eine funktionale und räumlich klar definierte Neuordnung vorgesehen. Der Gartenbereich der Wohnungen wird nach Westen verlegt und vom Gemeindegeschehen konfliktfrei abgekoppelt. Der neu geschaffene, gut besonnte und nach Süden offene Innenhof bietet Synergieeffekte für die meist zeitlich versetzten Nutzungsanforderungen von Kirchengemeinde und Kindertagesstätte. Für die Kirchengemeinde bietet sich eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten (z.B. Freiluftgottesdienst, Pfarrfeste, Konzerte etc.). Für die Kindertagestätte sind alle Funktionen in den Außenanlagen angelegt. Vom Preisgericht wird jedoch angemerkt, dass die Ausformung im weiteren Planungsprozess noch intensiv auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden muss.
    Die Baukörper sind einfach konstruiert. Die Materialwahl wird von Holz und Glas bestimmt. Die Kompaktheit der Baukörper und die angemessenen Hüllflächen lassen eine wirtschaftliche Umsetzung und einen sparsamen Unterhalt erwarten.
    Die Anlage der Stellplätze an der Nordgrenze ist großzügig und problemlos umsetzbar.
    Die Abstandsflächen sind ohne Abweichungen nachweisbar.