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  • DE Hirschau
  • 02/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4648)

Marktplatz


  • 1. Preis

    Entwurf gesamt

    Verkehrsplaner
    G + 2S Garnhartner + Schober + Spörl Landschaftsarchitekten BDLA, Deggendorf (DE), Deggendorf (DE), Passau (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeit: Dipl. Ing. (FH) Marion Wolfskeil Dipl. Ing. (FH) Dietmar Gutermann

    Erläuterungstext


    Grundsätzliches:

    Die Altstadt von Hirschau mit dem markanten Grundriss und dem erstaunlich großen Marktplatz bildet ein bemerkenswertes Ensemble.
    Die Abfolge von kirchlicher, politischer, und wirtschaftlicher Macht stellt sich eindrucksvoll dar.
    Die vorhandene Substanz ist einmalig und nicht wiederholbar.
    Aufenthaltsqualität und Vielfalt der Nutzungen sind heute leider eingeschränkt.
    Eine Stärkung der Altstadt als Kultur-, Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit besonderem Flair und eine Förderung der Attraktivität als Wohnstandort werden angestrebt.
    Schlichtheit, Kargheit, Funktionalität und dennoch eine große
    Geste - die Merkmale eines oberpfälzischen Stadtplatzes sollen wieder herausgearbeitet werden.

    Identität und Orientierung:

    Verdeutlichung der Zonierung der Altstadt
    - Profanbereich als steinerner multifunktioneller Marktplatz
    - Sakralbereich als grünbetonter Kirchhof
    - die Torsituationen verdeutlichen
    - den grünen Grabenbereich freimachen und als Naherholungszone nutzen

    Funktionen und Nutzungen:

    Keine Gestaltung die einseitig auf den Kfz-Verkehr zugeschnitten ist.
    Großzügige Fußgängerbereiche entlang der Fassaden, höhengleiche Übergänge. Direkte Zuordnung der Pkw-Parkplätze.
    Freimachen der Platzmitte.
    Zwangloses Verkehrskonzept; jeder Punkt ist bei Bedarf mit Kfz erreichbar.
    Verkehrsberuhigungseffekte durch eine Summe von Maßnahmen.
    Gute Querungsmöglichkeiten für Fußgänger.
    Aufenthalts- und Treffpunkte.
    Bereicherung des städtischen Lebens durch Gaststättenfreisitze, Außenverkauf, Märkte etc.
    Ordnen der Ver- und Entsorgungseinrichtungen.
    Unterstützung der Verkehrsregelung durch (veränderbare Eisenpoller).

    Boden und Materialien:

    Einheitlichkeit, Ruhe, Selbstverständlichkeit durch robustes Granitmaterial gelbgrau bei Bedarf mit glatterer Oberflächenbehandlung, handwerkliche Verarbeitung. Hervorhebung der Hauptbewegungslinien der Fußgänger durch Verwendung von gut begehbaren Granitplatten entlang der Fassaden.

    Flächen und Linien resultieren aus den Funktionen und technischen Erfordernissen der Situation (Regenwasserableitung) und des Materials. Keine modischen Formalismen; einfache Bewältigung von Höhen und Anschlüssen. Herausheben einiger Punkte durch historische Katzenkopfpflasterung.

    Konkaves Platz- und Gassenprofil unterstützt den multifunktionellen, ruhigen Eindruck der Flächen, die Dominanz der Autos wird durch die Tieflage reduziert, der Fußgänger fühlt sich wohler, unkomplizierter Quergefälleausgleich.

    Eine 3-cm-Kante beim Plattenbelag gibt dem Platz eine feine Kontur.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.