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  • DE-73614 Schorndorf
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-150981)

Neubau Burg-Gymnasium


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Bauingenieure
    SCHREIBER Ingenieure Systemplanung / Gebäudetechnik GmbH, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE)
    Landschaftsarchitekten: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten, Eichstätt (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebaulich Körnung der Umgebung aufnehmend , entwickelt der Verfasser eine kleinteilige in Cluster aufgelöste Struktur, die überzeugen kann. Diese interessante Organisation die eine natürliche fortschreitende Entwicklung und Erweiterung impliziert findet jedoch ihre Grenzen im eng gefassten Planungsgebiet. Die in folgenden Bauabschnitten ergänzenden Volumen erscheinen somit nicht schlüssig. Die Positionierung der Sporthalle in der nord-westlichen Grundstücksecke ist konsequent. Die Lage des Kleinspielfeldes ist folglich richtig. Damit entsteht ein zentraler, angemessener Schulhof der vielfältige Aufenthaltsqualitäten erwarten lässt. Die nach Süden in die Topographie eingebundenen grünen Außenräume werten den Freiraum auf. Linde und Eiche bleiben erhalten.
    Aus der städtebaulichen Disposition erscheint der Eingang jedoch nicht zwingend. Die große Qualität des Entwurfes liegt in der nachfolgenden Foyer-zone hier zeichnen die Verfasser ein spannenden Raum. Die über zwei Geschosse organisierte Eingangshalle vermittelt selbstverständlich zum höher gelegenen Schulhof und bindet gleichzeitig die Aufenthaltsbereiche und Mensa attraktiv ein. Vor dem Hintergrund der Bedeutung der Ganztagesbetreuung ist dies ein besonderes Angebot. Die Obergeschosse unterscheiden sich typologische stark vom Erdgeschoss. Grundsätzlich ist die Differenzierung der Klassen in ablesbare Cluster positiv zu bewerten. Die Chancen in dieser Kleinteiligkeit, sensible Orte zu entwickeln werden jedoch nicht genutzt im Gegenteil, die Flure sind eng und die Aufenthaltqualitäten werden nicht geboten. Das Konzept bietet (auch auf Kosten der Fassadenabwicklung) vielfältige Außenraumbezüge und eine hohe Tageslichtqualität in den Räumen.
    Kontrovers diskutiert wurde, ob die Konzeption im Burggymnasium die gewünschte identitätsstiftende Architektur bietet. Die Realisierung in Bauabschnitten und die Anbindung an den Bestand ist gegeben. Jedoch beeinträchtigen die konzeptionell bedingeten modularen Ergänzungen den Schulbetrieb spürbar.

    Das Raumprogramm ist unterschritten, im NUB Bereich fehlen 300 qm die ohne wesentliche Veränderungen der Baukörper nicht nachzuweisen sind. Eine öknomische Realisierung ist gegeben der hohe Hüllflächenbedarf ist dem Konzept geschuldet kann aber im Rahmen der Gesamtkosten wirtschaftlich dargestellt werden. Das Energiekonzept ist nachvollziehbar und schlüssig , die Lage der Technikzentrale ist zu optimieren.