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  • DE-80539 München
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-149506)

Philologicum - Zentralbibliothek für die Philologischen Fächer


  • Anerkennung

    Anerkennung - Außenperspektive, © HASCHER JEHLE Architektur, Berlin; Alp Tas

    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Rainer Hascher , Prof. Sebastian Jehle

    Mitarbeit
    Sebastian Sagor, Alp Tas, Stephanie Larassati, Fleur Keller

    In Zusammenarbeit mit:
    Energieplaner: Ingenieurbüro Mayer AG, Ottobeuren (DE), Berlin (DE), Murnau (DE), Liestal (CH)
    Tragwerksplaner: schlaich bergermann partner - sbp gmbh, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Paris (FR), New York (US), Shanghai (CN), São Paulo (BR)
    Brandschutzplaner: hhpberlin - Ingenieure für Brandschutz GmbH, Berlin (DE), Frankfurt am Main (DE), München (DE), Hamburg (DE), Bremen (DE), Braunschweig (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Wettbewerbsarbeit 1021 zeichnet sich aus durch einen leichten und selbstverständlichen Umgang mit der bestehenden denkmalgeschützten Gärtner‐Fassade aus. Die Verfasser arbeiten mit einer eingestellten Stahlbetonkonstruktion, die nur im Erdgeschoss und im Bereich der Verwaltungsräume der Ebene 4 direkt an die bestehenden Fassaden anschließen.
    Eine große Stärke der Arbeit ist die Organisation und Gestaltung des Foyers, das sich durch eine große Offenheit, Helligkeit und genügend Platzangebot für die notwendigen Nutzungen auszeichnet. Das Preisgericht überzeugt die gelungene Mischung aus der ansprechenden Gestalt der eingestellten Ovale und ihrer guten Funktionalität. Lediglich die Zuordnung von Servicetheke zu Medienlogistik bedarf noch weiterer Optimierung, eine Lösung erscheint hier aber möglich.
    Die Obergeschosse nehmen den Buch‐ und Medienbestand auf und untergliedern sich jeweils in drei Zonen.
    Entlang der Fassaden entwickeln die Verfasser im Osten eine Arbeitsplatzstruktur mit eingestreuten Carrels. An der Ostfassade befinden sich Einzelarbeitsplätze. Das Dachgeschoss überzeugt durch den Wechsel des Ambientes und zeichnet sich durch seine Loungestruktur aus.
    Eine weitere Stärke des Entwurfes ist der Fassadenschluss zwischen den Gärtner‐Risaliten auf der Westseite.
    Die Fassade ist in ihrer Gestaltung modern und eigenständig ohne sich der Gärtnerfassade aufzudrängen oder in Konkurrenz mit ihr zu treten. Über ein vertikales Alu‐Lamellenraster kann der Sonnenschutz an der Fassade sichergestellt werden.
    Positiv hervorzuheben ist das Belichtungskonzept des Entwurfes, insbesondere über die Fassade. Die Gestaltung der Innenflächen der Gärtner‐Fassade wird als nobel empfunden. Es fehlt allerdings die Darstellung der konstruktiven Elemente für die Standsicherheit der Bestandsfassade. Die transparenten Fassadenanteile in der Dachfläche müssen überdacht werden. Das Raumprofil im Dachbereich (Dachneigung) widerspricht in seiner Außenwirkung den denkmalpflegerischen Belangen und erscheint kaum genehmigungsfähig.
    Das Preisgericht diskutiert kontrovers die nur gut zu 50% nachgewiesenen Arbeitsplätze und laufenden Meter Regalflächen. Dies entspricht nicht der Auslobung. Da aber insgesamt ausreichend Nutzfläche zur Verfügung steht, ist das Preisgericht der Meinung, dass hier durch eine Überarbeitung des Möblierungsvorschlages Abhilfe möglich ist, ohne das Konzept des Entwurfes grundsätzlich zu verändern.
    Insgesamt ist die vorliegende Arbeit in Bezug auf die Herstellungs‐ und Lebenszykluskosten wirtschaftlich realisierbar. Lediglich der anlagentechnische Aufwand für die Kompensation der offenen Gestaltung (Sprinkleranlage, maschineller Rauchabzug) sowie das Konzept der Flucht‐ und Rettungswege werden kritisch angemerkt.


INFO-BOX

Angelegt am 20.03.2014, 11:46
Zuletzt aktualisiert 04.04.2014, 18:10
Beitrags-ID 4-82346
Seitenaufrufe 623