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  • DE-87600 Kaufbeuren
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-149525)

Wohnbebauung Reichenberger Straße


  • Anerkennung

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    heide-marie eitner landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekturbüro John Buchmaier, Windach (DE)
    Architekten: Breining • Buchmaier Architekten I Stadtplaner I Energieberater, München (DE)

    Preisgeld
    2.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Konzeption überzeugt durch ihre Gliederung in drei Hofbebauungen
    aus differenziert ausgeformten Baukörpern. Diese werden ergänzt durch einen südwestlich angefügten Sonderbaukörper, der in dieser Lage nicht zwingend notwendig erscheint. Nördlich der neuen Bebauung entsteht ein qualitätvoller Außenraum von halböffentlichem Charakter. Die drei Wohnhöfe sind gut proportioniert und in Nord-Süd-Richtung durchlässig. Die intensive Begrünung dieser Höfe erscheint technisch und funktional fragwürdig. Die Realisierung ist in sinnvollen Abschnitten möglich, das bestehende Gebäude am Rehgrund
    lässt sich vorerst in die Konzeption integrieren.

    Der Entwurf schafft durch die Stellung der Gebäude drei Höfe, die als Zugangszone ins Gebäude und für geschütztes Kleinkinderspiel genutzt werden. Dies wird möglich durch die innenliegenden Laubengänge. Zur „Papageiensiedlung“ entsteht ein großzügiger Grünanger mit Spielgebiet und Treffpunkten. Durch die breiten Grünflächen ist eine parkartige Ausgestaltung der Freiflächen möglich. Allerdings schränkt das Atriumhaus durch Lage und Größe die Durchlässigkeit der Freiflächen ein. Die Stellplätze sind in Gruppen angeordnet, zum Teil liegen sie vor den Zugängen zu den Höfen.

    Die Erschließung der Gebäude ist schlüssig. Überzeugend ist der großzügige Zugangsbereich mit Flächen für den gemeinsamen Gebrauch. In den Tiefgaragen sind ausreichend Stellplätze vorgesehen, die jedoch nicht immer die erforderliche Breite aufweisen.

    Die Grundrisse sind grundsätzlich schlüssig. Viele verschiedene Wohnungstypen werden innerhalb eines Baukörpers vorgeschlagen, u.a. auch Maisonettewohnungen. Bei den am Laubengang liegenden Nutzungen werden etwaige Fenster aufgrund der Brandschutzanforderungen nicht öffenbar sein. Die Wohnqualität ist somit eingeschränkt.

    Die Fassadengestaltung ist der Aufgabe anmessen und überzeugt. Die stark strukturierten Baukörper gehen leider mit einer vergleichsweise hohen Hüllfläche einher.