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  • DE Freiburg
  • 10/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4665)

Platz der Alten Synagoge


  • 4. Preis

    Platz der Alten Synagoge aus der Vogelperspektive

    Architekten
    yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Oliver Bormann Martin Schröder Mario Abel Thomas Heidebur Christoph Packhieser Kristian Spasov

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover (DE)
    Architekten: Zeller I Eisenberg architekten gmbh, Müllheim (DE)

    Erläuterungstext
    ZwischenPlatz

    Zwischen Altstadt und Stadt der Gründer, Universität und Theater, Straße und neuem Boulevard bildet der Platz der Alten Synagoge einen Ort der Gleichzeitigkeit von historischer Koninuität und ständiger Transformation, dem eine spezifische Prägnanz und besondere Aufenthaltsqualität fehlt. Der heutige Platz zerfällt in einen aufgeweiteten Straßenraum mit angrenzenden Vorplätzen vor Theater und Universität.
    Die Mittlerfunktion des Platzes zwischen den Stadtteilen und die zentrale Position auf dem künftigen Boulevard unterstreichen die Sonderstellung des Ortes für die heutige Stadt; die Gemengelage von Bauten unterschiedlichster Epochen verstärkt die Komplexität der Situation.

    Der entwurfliche Spagat wird durch zwei sich konträr ergänzende Bestandteile geleistet: ein äußeres „Passepartout“ und eine innen liegende „PlatzBühne“, welche durch Gegensätze wie stabil/ instabil, Unbestimmt/ Bestimmt, Eindeutigkeit/ Indifferenz geprägt sind.
    Die Qualität eines großen, nicht durchgehend kommerziell genutzten Platzraumes wird fortgeschrieben. Als Möglichkeitsraum ist er weder ästhetisch bevormundend, noch funktionell vorbestimmt. Er ist unvollständig genug für die subjektive Aneignung und komplex genug, um antizipationsfähig zu sein. Dies ist auch als eine Antwort auf den Strukturwandel von Öffentlichkeit zu verstehen: Wenn es den öffentlichen Raum noch geben kann, dann konkretisiert er sich darin, dass er laufend neu interpretiert werden kann als Ort des Ungewöhnlichen, der Verrückung von Bedeutungen, der unbekannten Möglichkeiten, des spielerischen Zufalls, des öffentlichen Lebens.


    Passepartout

    Das Konzept sucht durch einen verbindenden Rahmen die heterogenen ‚Ränder\' des Platzes zu fassen und dem Ort eine kenntliche, erfahrbare Platzfläche einzuschreiben. Der Rahmen verbindet einerseits die anliegenden Gebäude, ‚verpflichtet\' sie damit auf den neuen Platz und bildet andererseits ein urbanes Passepartout für die Platzmitte.
    Der Rahmen wird, angereichert mit einer Vielzahl platzbezogener Angebote, zu einer Art Laufsteg des Platzes, ähnlich einem Arkadengang in der Altstadt. Er ist Treppe, Rampe, Bühne, Café, Sitzbank, Liegefläche und Fahrradparkhaus. Als „programmiertes“ und dezidiert gestaltetes Element umfasst er eine großzügige ruhige Mitte.


    PlatzBühne

    Die eingerahmte Mitte des neuen Platzes stellt für die Stadt Freiburg einen neuen, unbestimmten Möglichkeitsraum dar, der sich eindeutigen Nutzungszuweisungen und Beschreibungen entzieht.
    Sie ist gegenüber dem funktionsgeladenen Rahmen bewusst frei gehalten und bildet einen offenen weiten Raum für flexible temporäre Bespielungen inmitten der Stadt.
    Wasser, ein für Freiburg typisches Element tritt auf der Platzfläche in Form eines Wasserfilms auf, ist prägender Bestandteil der Oberfläche und macht das innere des Platzes zu einem „anderen\", besonderen Ort der Stadt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.