loading
  • DE-88239 Wangen
  • 04/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-149802)

Landesgartenschau Wangen im Allgäu 2024


  • Anerkennung

    Konzept

    Landschaftsarchitekten
    Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Maik Böhmer

    Mitarbeit
    Fabian Karle, Ulf Schrader, Anne Friede, Maike Nolte

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: MONO Architekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Wesentliches Merkmal des Entwurfs ist ein um das Gesamtareal herumgeführter Rundweg. Dieser hat fast durgehend das gleiche Breitenprofil, was etwas monoton wirken könnte. Nur an einer einzigen Stelle, nämlich am Bürgerpark, wird eine Öffnung mit Zugang zur Argen offeriert.

    Eine Erlebbarkeit des Hochkanals ist aufgrund der Wegeführung nur punktuell bei den schmalen Überquerungen möglich.

    Im Bereich des Bürgerparks, der kompakt im östlichen Grünbereich anschließend an die Wohnbebauung mit dem Seniorenheim angeordnet ist, werden zwei neue Stege über die Argen angeboten, die den Park gut an die Argeninsel anbinden und deren attraktive Ostspitze im weiteren Verlauf nach Norden schlüssig mit dem Festplatz verknüpfen.

    Die Folge Bürgerpark-Argeninsel-Festplatz ist eine Stärke dieser Arbeit. Im Detail wird die etwas bemüht wirkende Wegeführung im Bereich der Badestufen an der Argen kritisiert, da hierdurch unnötige bauliche Uferbefestigungen notwendig werden. Dieser Bereich wirkt auch übererschlossen. Bemängelt wird auch die zentrale Lage des sehr groß dimensionierten Campingmobilplatzes in der Nähe zur Argen und mit langem Zufahrtsweg. Die Ost-West-Ausrichtung der Sportfelder wird kritisch gesehen, es fehlt ein turniertaugliches Spielfeld.

    Die Auwiesensiedlung wird an der richtigen Stelle durch eine Neubebauung ergänzt. Diese engt den Grünraum aufgrund ihrer Flächenänderung stark ein und nimmt aufgrund ihrer autark wirkenden dreieckigen Grundform mit zentralem See wenig Bezüge nach außen auf. Die beiden Vereinsheime müssen weichen. Die Attraktivität des zentralen Sees wird bezweifelt, da vermutlich nicht permanent genügend Wasser vorhanden ist.
    Zur ERBA hin führen zwei Über- und eine Unterquerung des Hochkanals, die in eine Grünfläche mit geringem Öffentlichkeitscharakter münden. Generell ist keine klare Adressierung der ERBA von außen her erkennbar. Die angebotene Baustruktur mit drei offenen Höfen erscheint angemessen und fügt sich gut ein.

    Der Übergang zum westlich anschließenden Landschaftspark ist auf harmlose Weise gelungen. Die Wegführung und Baumstandorte wirken jedoch beliebig. Hier wird keine Neubauergänzung vorge-schlagen.

    Der Entwurf scheint kostengünstig realisierbar, die Verkehrserschließung, insbesondere im Bereich der Auwiesensiedlung ist jedoch aufwändig. Die angebotene Nutzung, besonders auch die Wohnformen, erscheinen plausibel. In Bezug auf ökologische Aspekte überzeugt der Entwurf aufgrund seines in fast allen Bereichen respektvollen Umgangs mit den natürlichen Gegebenheiten.