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  • DE-88239 Wangen
  • 04/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-149802)

Landesgartenschau Wangen im Allgäu 2024


  • Teilnahme

    Blatt 1 / Lageplan 1:1000

    Landschaftsarchitekten
    HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerd Holzwarth

    Mitarbeit
    Philipp Rösner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Das Konzept begreift den Kanal als städtebauliche Achse, an der sich nördlich urbane Stadtteile anlagern und südllich landschaftlich geprägte Stadträume aufspannen. Der besondere Spannungsraum im Stadtgefüge Wangens wird als Potential begriffen, das ausgehend von der Altstadt über die Argeninsel, den Bürgerpark, die Auwiesensiedlung, das ERBA Gelände und schliesslich den Landschaftspark einizigartige Orte formuliert. Diese sollen ihre eigene Identität entfalten, werden aber formal zu einem Stadtgefüge zusammengeführt.
    Die Dualität der Stadträume wird durch die lineare Ausrichtung des nördlichen Hauptweges als Kanalboulevard und das landschaftlichen Ausgreifen des Rundweges im Süden deutlich. Entsprechend dieser Dualität spannen sich vom Kanalboulevard nach Norden Plätze auf, die durch lockere Baumpakete markiert sind und die Stadt an den Kanal heranführen.

    Die Verbindungen zwischen den Teilbereichen des ERBA-Geländes, der Altstadt, dem Bürgerpark und der Auwiesensiedlung entwickeln sich stark und prägnant entlang der neuen Kulturachse des Hochkanals. Zugleich werden untergeordnete und verkürzende Verknüpfungen angeboten, die ein dichtes Wegenetz über Kanal und Argen legen. Dieses Wegenetz spannt sich am neuen Rundweg auf, welcher dauerhaft alle voneinander getrennten Freiräume und Quartiere verbindet und nach Westen die Stadt in die Weite der Kulturlandschaft öffnet.
    Der Rundweg verläuft ausgehend von Festplatz entlang der südlichen Altstadtkante, über die Argen, vorbei am neuen Stadteingang mit Kino und Argencenter. Von dort verläuft er entlang der Argen durch kleine Freiräume am Wasser, bis in den Bürgerpark.

    Unter dem Viadukt hindurch dem Hochkanal folgend schwenkt er in die Auswiesensiedlung und geleitet von dort in die Weite des Landschaftsparks. Aus der freien Kulturlandschaft taucht er in das charakteristische ERBA Gelände ein, schwenkt als Kanalboulevard wieder an den Hochkanal zurück zum Festplatz. Diese Abfolge der im Weiteren als Orte bezeichneten Bereiche und Sehenswürdigkeiten bildet eine starke stadträumliche Verbindung.
    Darüber legen sich Wegeschlaufen, die nicht nur zum Zeitpunkt der Gartenschau thematisch belegt werden können und in Nord-Süd-Richtung das Stadtgebiet vernähen. Neben der westlichsten Schlaufe, die das Thema Stadtlandschaft und Kulturlandschaft in Park und ERBA erfahrbar macht, ergeben sich sinnfällig Schlaufen zur Industriekultur (Düker, Viadukt, ERBA-Gelände) oder zu den über Kanal und Argen hinweg verbundenen für Wangen wichtigen Sportnutzungen. Die Anlage der neuen Wegeverbindungen und Wegschlaufen nimmt zugleich alle wichtigen Bezüge zum überregionalen Radwegenetz der innerstädtischen Erschließung und den Planungen am Argen-Center auf.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.