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  • DE-78462 Konstanz
  • 04/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-150276)

Döbele


  • 1. Preis

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    Verkehrsplaner
    Hans Billinger Ingenieur, Stuttgart (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bächlemeid, Konstanz (DE)
    Landschaftsarchitekten: Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Auszug aus der Bewertung der Jury vom 9. April 2014 zur Siegerarbeit

    Die Verfasser nehmen in ihrem Beitrag die vorhandenen baulichen und freiraum-planerischen Prinzipien des Ortes auf und treffen vor diesem Hintergrund zahlreiche nachvollziehbare Entscheidungen, die das neue Wohngebiet zu einem räumlich wirksamen Bestandteil der vorgefundenen Situation machen.Das gesamte Baugebiet wird auf eine selbstverständliche Weise in zwei Blöcke gegliedert, die aus drei- bis viergeschossigen Gebäuden bestehen. Diese Höhe nimmt Bezüge zur Nachbarbebauung auf und wird insgesamt als räumlich angenehm und ebenso angemessen empfunden. Hier und da werden ganz subtil besondere Situationen herausgearbeitet und eine sympathische Hierarchisierung der öffent-lichen Platz- und Straßenräume erreicht.Hervorzuheben an dieser Stelle ist die gelungene Einbindung des Bestandsblockes im Bereich des Grenzüberganges an der Emmishofer Strasse, der nun eine städtische Klammer zwischen dem Bestand und den Neubauten bildet. Ebenso überzeugend ist die Ausbildung eines kleinen Platzraumes an der Ecke Döbelestrasse und Schützen-straße, die leichte Überhöhung der Eckbebauung als Stadteingang am südlichen Ende des Boulevards, und ebenso dessen gekonnte räumliche Verbindung zur Oberen Laube.Ein wenig beengt wirkt der Straßenraum entlang der Döbelestraße.In der inneren Logik des Entwurfes konsequent umgesetzt ist der Vorschlag für die Ausbildung des Boulevards, dessen angrenzende Bauten im Erdgeschoss vielfältige gewerbliche Nutzungen anbieten können. Ebenso klar und eigenständig sowie stringent formuliert ist die bauliche Kante als Stadtrand zum Grünraum an der Grenzbachstraße.

    Zu erwähnen ist, dass durch die zentrale Führung der neuen Erschließungsachse die Randbereiche vom Verkehr deutlich entlastet werden. Die Breite des Boulevards ist zu vergrößern. Die Ausbildung des Knotenpunktes Boulevard und Grenzbachstraße ist noch nicht gelöst. Sie wird einen höheren Flächenanspruch erzeugen, erscheint jedoch gut realisierbar und mit dem Konzept verträglich. Dies gilt auch für die Tiefgaragenzufahrten, die zu nah an den Knotenpunkten liegen. Der Grenzbach und die damit verbundenen Grünraumpotentiale sind nicht dargestellt und wären zu konkretisieren.Die Baublöcke zeigen angenehm proportionierte grüne Hofräume, die Tiefgarage ist geschickt in die geplante Gebäudestruktur integriert. Die vorgesehene Erdüber-deckung lässt die Pflanzung größerer Bäume zu. Der Vorschlag einer vollständigen Unterbauung des gesamten Gebietes durch eine zweigeschossigen Garage ist zu überdenken, und dies sowohl hinsichtlich einer Bauphasenerstellung als auch der Erschließung. Die Gebäudetypologie zeigt Grundrisse, die auf Grund ihrer Tiefe, Orientierung und Erschließung Wohnungen für unterschiedliche Nutzergruppen und hohe Aufenthalts-qualitäten ermöglichen. Die beiden innenliegenden spitzen Gebäudeecken sind hinsichtlich einer guten Nutzung zu optimieren. Die Anzahl der Wohnungen liegt im Vergleich zu den anderen eingereichten Beiträgen im oberen Bereich.Eine stufenweise Realisierung der Verkehrserschließung und der Baufelder ist gewährleistet.

    Insgesamt zeigt der Beitrag ein tiefes Verständnis für die vorgefundene Situation und überzeugt durch eine Haltung, die in Bezug auf Städtebau, Architektur und Freiraum ein hohes Potential für die Entwicklung eines hochwertigen Quartiers besitzt.


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