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  • 2. Preis


    Architekten
    HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Freianlagen: Obermeyer Albis Bauplan GmbH Leipzig mit Prof. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektur Berlin TA u. Bauphysik: Obermeyer Albis Bauplan GmbH Leipzig Tragwerk : Eisenloffel. Sattler + Partner Ingenieure Berlin Brandschutz: Hahn GmbH Leipzig Modelbau : Gonzalez Berlin Visualisierung: vize Prag

    In Zusammenarbeit mit:
    TGA-Fachplaner: Obermeyer Albis-Bauplan GmbH, Leipzig (DE), Plauen (DE), Dresden (DE)
    Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)
    Brandschutzplaner: Brandschutzbüro Jürgen Hahn GmbH, Leipzig (DE)

    Erläuterungstext
    Die neue Riesentropenhalle Gondwanaland für den Zoo Leipzig ist ein Teil der sechs Themenbereiche aus dem Konzept „Zoo der Zukunft“. Durch die Eingliederung der Industriebrache zwischen Pfaffendorfer Str. und dem Zoogelände ergibt sich eine einmalige Chance der Erweiterung des Zoogeländes sowie zur Präsentation des Zoos an der Pfaffendorfer Straße.
    Ziel ist es mit der Neubaumaßnahme die Idee „Gondwanaland“ in einer Riesentropenhalle,
    zoologische Belange für eine optimal funktionierende Tropenhalle. die Eingliederung in das Zoogelände sowie eine adäquate Einbindung ins städtische Gefüge in Übereinstimmung zu bringen.


    Grundgedanken zu der gewählten Form für die Riestropenhalle

    - Die Dachform als eine Art Erdkugelabschnitt steht für den Urkontinent Gondwana
    - Die 3 Kontinente Asien, Afrika und Südamerika passen sich ideal in den dreieckigen Grundriss ein und werden ablesbar.
    - Die Großform fügt sich durch ihre Ausrichtung angenehm und mit zahlreichen Bezügen in die Umgebung ein.
    - Die 3 Hauptfassaden sind klar den folgenden Funktionen zugeordnet
    - zur Stadt als Eingang, Schaufenster und neue Fassade für den Zoo
    - zu den Außengehegen nach Nordwest als Teil dieser und der Topographie
    - und zum Wirtschaftshof nach Süden mit den erforderlichen Servicebereichen.
    - Die Dachkonstruktion als „Netztragwerk“ bildet eine hoch aufgelöste und somit filigrane Schalenstruktur. Überzeugend ist die geringe Konstruktionshöhe von 1,4 m für das Haupttragwerk im Verhältnis zu der Spannweite.


    Städtebauliche Einbindung

    Die Großform der Riesentropenhalle ist von der Grundstücksgrenze an der Pfaffendorfer Straße bewusst abgerückt. Das repräsentative, zweigeschossige Eingangsgebäude an der Südostecke bildet das Bindeglied und Schaufenster zur Stadt sowie zu der bestehenden Bebauung. Entlang der Pfaffendorfer Straße ist nördlich des neuen Eingangsgebäudes eine 2.5 m hohe Mauer vorgesehen. Die neue Halle als Großform mit einem eleganten Foyer tritt angenehm proportioniert und spannend für den Straßenraum in Erscheinung. Die Traufhöhe der Halle beträgt an den Eckpunkten 7,5 m und steigt bis auf 18 m am Hochpunkt an. Der höchste Punkt der Halle in der Mitte liegt 27 m über dem Straßenniveau und im Inneren beträgt die lichte Hallenhöhe 28 m über dem Wasserspiegel. Die differenzierte Höhenentwicklung des Gebäudes reagiert auf die unterschiedlichen Maßstäbe seiner Umgebung.
    Von der Zooseite aus wird der Neubau in seiner Ausformung als Teil der Topographie der neuen und alten Außengehege gesehen.
    Die Dreiecksform im Lageplan bettet sich durch seine gerundeten Fassaden insgesamt harmonisch in das Baufeld und den Stadtraum ein.
    Die Landschaft der neuen Tropenhalle integriert sich in die vorhandene kleinteilige Landschaft des Zoos. Sie schreibt einerseits dabei die Gestalt der angrenzenden Areale fort, andererseits entwickelt sie diese aber auch konsequent zu einer andersartigen Erlebnislandschaft weiter.
    Das leicht wirkende Hallendach legt sich auf diese Landschaft auf und wird im städtebaulichen Maßstab selbst zum Teil der Zoolandschaft, zu ihrem Relief, das immer auch durch große Volumen geprägt war.


    Besuchererschließung

    Von der Zooseite erreicht man die Riesentropenhalle über einen spannenden Eingangsbereich durch eine Schlucht über der Parthe. Die bestehende historische Raubtieranlage erhält mit dem neuen Kopf- und Zugangsgebäude einen Abschluss an der Südwestecke entsprechend der bestehenden Voliere an der Nordecke. Über eine breite Brückenplattform über der Parthe wird der Besucher unter und hinter die historische Felsenanlage geführt und bewegt sich in einer Schlucht. Die ostseitige Wandscheibe ist vollflächig als „vertikaler Garten“ mit Vegetation überwachsen. Der Besucher spürt den Fluss unter sich, taucht in eine schattigere, grüne und feuchte Welt ab und wird auf den Dschungel eingestimmt. Durch das Foyer (West) mit den erforderlichen Funktionen Kasse, Garderobe, WC etc. erreicht er über den Thementunnel den Dorfplatz im Pfahlbaudorf.

    Von der Pfaffendorfer Strasse aus betritt man das Foyer (Ost) mit Info, Kasse, Garderobe etc.. Ein Zooschaufenster direkt von der Strasse erlaubt einen ersten Einblick in die Tropenhalle sowie das Gehege der Spießhirsche und Weißgesichtssaki und macht neugierig. Vom Foyer betritt man die Tropenhalle durch einen dichten Pflanzbereich und gelangt direkt auf den Platz im Pfahlbaudorf. Von hier beginnen die verschiedenen Rundwege mit der Bootstour oder über die Haupt- und Nebenwege mit Baumwipfelpfad und Beobachtungsgräben.


    Die Gondwana-Landschaft

    Um die dichte Atmosphäre eines tropischen Regenwaldes zu erzeugen, bedarf es einer Reduzierung der Elemente.
    Idealerweise ergeben sich Wege sowie die Abgrenzungen der Gehege aus den Elementen, aus denen sich das „klassische“ Regenwaldbild konfiguriert. Das Land mit seiner bewegten Topografie, z.T. felsig, üppigst bewachsen mit tropischer Vegetation und mäandrierenden Wasserläufen, die den Dschungel durchschneiden.


    Haupt und Nebenwege

    So wie sich die Erforscher des Regenwaldes auf dem Wasser fortbewegten oder sich ihren Weg durch die dichte Vegetation bahnen mussten, so soll auch der Besucher von Gondwana in den Dschungel „eintauchen“. Im wirklichen Dschungel gibt es keine –bequemen- Wege. In der Tropenhalle muss man selbstverständlich hiervon gewisse Abstriche machen – aber die Wirkung, dieser Atmosphäre muss gewahrt bleiben.
    Die Wege sind daher integraler Bestandteil der Landschaft und somit der Topografie. Sie ergeben sich aus der Ausgestaltung des Geländes. Der Weg lenkt den Besucher unmerklich – oder besser ausgedrückt: die Topografie erzeugt die Besucherlenkung und Orientierung, im Zusammenspiel mit der Vegetation.
    Die Materialität des Hauptweges ergibt sich aus der umgebenden Landschaft. Je nachdem in welchem Material- und Farbkontext er steht, nimmt er chamäleongleich die Anmutung eines „ausgetretenen“ Erdpfades, eines steinigen Weges durch Felsformationen oder eines Sandweges an. Die Oberfläche besteht hierbei größtenteils aus eingefärbtem, auch strukturiertem oder mit entsprechenden Zuschlägen versehenem Beton, z.T. aber auch aus erd- bis sandfarbenen Kunststoffbelägen, die zusätzlich ein „weiches Gehgefühl“, wie auf Naturboden erzeugen. Nur die „schwebenden“ Abschnitte des Hauptweges, die Stege über das Wasser und der schwankende Baumwipfelpfad setzen sich stark von ihrer Umgebung ab.

    Die Wege unterliegen einer Hierarchie. Der Hauptweg erfüllt alle Anforderungen an die Nutzung der Halle: er führt in einem Rundkurs durch die drei Kontinente und ist für alle Besucher gut zu begehen. Auf ihm findet auch teilweise die Andienung der Gehege statt. Der Hauptweg leitet die Besucher zu den Hauptattraktionen der Halle und eröffnet ihm damit phantastische Ein- und Ausblicke. Die Nebenwege unterscheiden sich deutlich in der Dimensionierung, Materialität und der Bequemlichkeit.

    Beim Durchwandern der Halle wird eine erstaunlich große, vermeintliche Ausdehnung der Halle/ des Regenwaldes suggeriert. Hierzu trägt eine subtile Blicklenkung und Besucherführung, eine differenzierte Einstellung unterschiedlichster Dichten in der Vegetationsstruktur und eine Fülle an vielfältigen, alle Sinne ansprechenden Einzeleindrücken bei.

    So wie die Wege sich quasi auflösen im Relief des Geländes, so zurückhaltend werden auch notwendige Elemente und Einbauten weitgehend integriert. Absperreinrichtungen und Sitzgelegenheiten ergeben sich in der Regel aus entsprechend geformten Felsen, „umgestürzten“ Baumstämmen oder die die Halle durchziehenden Wasserschleifen.

    Die Vegetation der Tropenhalle orientiert sich an den Hauptmerkmalen tropischer Regenwälder. Ein gestufter Vegetationsaufbau – von Bodendeckern bis in die Wipfel großer Bäume – dessen (Blick-) Dichte standortbezogen gewählt wird. Prägant ist die vertikale Ausrichtung durch hohe Bäume und vielfältige, sehr auffällige Stamm- und Blattstrukturen. Die Vegetation wird den drei Kontinenten Afrika, Südamerika und Asien zugeordnet (siehe beispielhafte Pflanzenlisten), wirkt aber dennoch als Gesamtatmosphäre „Regenwald“.

    Beobachtungspunkte/Abenteuerpfade

    An drei Stellen, je Kontinent einmal, werden Beobachtungsgräben auf Wasser und Unterwasserniveau angeboten. Es weichen seitlich vom Hauptweg Trampel- und Treppenpfade in tiefer liegende Gräben und Tunnel, von wo durch Glasscheiben in Aquarien das Leben der Tiere um den Wasserspiegel und die Geländeoberfläche beobachtet werden kann. Zusätzlich gibt es z.B. am Wasserfall oder zum Baumwipfelpfad Abenteuerpfade welche ebenfalls vom Hauptweg abweichen und in den Dschungel eintauchen, Bachläufe queren und z.B. einen spektakulären Ausblick durch den Wasserfall in die den Tropenwald bieten.


    Baumwipfelpfad

    Zwischen den „Kontinenten“ Südamerika und Asien spannt sich der Baumwipfelpfad zwischen zwei Urwaldriesen und der Felswand mittels leichter Drahtseilbrückenkonstruktionen wie ein Spinnennetz durch den Dschungel. Über einen der Bäume ereicht man in 13 m Höhe ein Baumhaus mit Ausblick und Imbiss. Im inneren des Stammes ist ein Aufzug sowie eine Treppe mit zwei ineinander laufenden Treppen, hoch und runter, vorgesehen. Man verlässt den Baumwipfelpfad entweder über den Weg, den man gekommen ist oder über eine Treppe in der Felswand an Pfaffendorfer Straße auf das Hauptwegniveau. Neben den zwei genannten Zugängen gibt es einen weiteren Rettungsweg direkt von der Baumwipfelebene zu einer Außentreppe ins Freie.


    Bootstour

    Die Boottour startet direkt unterhalb des Pfahlbaudorfes und die Schiffe verschwinden nachdem die Besucher eingestiegen sind zwischen den Hütten hinter einem Tor im Bereich der Dunkelfahrt. Hier erleben die Passagiere die Inszenierung zur Entstehung der einzelnen Erdteile und des Lebens auf dem Urkontinent Gondwana. Durch eine Grotte verlassen die Schiffe die Dunkelfahrt und tauchen nacheinander in die Flora und Fauna der Kontinente Afrika, Asien und Südamerika ein. Vom Boot aus betrachten die Besucher die Tiere ohne eine sichtbare Barriere über die Wasserflächen in Ihrer natürlichen Umgebung.
    Zur Bootswartung und -pflege ist vom Bereich der Dunkelfahrt zum höheren Niveau des Wirtschaftshofes eine einfache Slipanlage/Bootshebeanlage vorgesehen.


    Pfahlbaudorf

    Das Pfahlbaudorf liegt an der Südfassade der Halle und wird direkt über den Zugang West vom Zoo oder über den Zugang Ost von der Pfaffendorfer Straße aus erreicht. Hier sind sämtliche Versorgungs- und Servicebereiche untergebracht wie das Restaurant mit einem Self-Servicebereich, der Küche, den Gastraumflächen auf den überdachten Terrassen über dem Wasser oder auf der OG-Ebene über dem Dorf. Der Zooshop mit Anlieferung sowie der Backstagebereich für Sonderveranstaltungen mit Büro und Garderobe etc. liegen mit direktem Zugang vom Wirtschaftshof. Hier ist auch eine der großen Halleneinfahrt für schweres Gerät vorgesehen mit dem man bis in die Mitte der Halle fahren kann. Der Bootsanleger mit Wartebereich über zwei Ebenen liegt an der westlichsten Dorfseite. Der Zugang für die Besucher erfolgt über das dem Wasser zugewandte Bootshaus und verlassen werden die Boote auf der anderen Seite mit separatem Treppenaufgang und Aufzug auf die Hauptebene. Ein Kinderwagendepot für Bootsnutzer ist zwischen Foyer und dem Restaurantbereich vorgesehen. Über den Aufzug ist der Bereich behindertengerecht erschlossen.


    Der Eventbereich als zweiter Bauabschnitt

    Direkt unter dem Dach des Hauptzuganges von der Pfaffendorfer Straße erreicht man seitlich vom Foyer einen separaten Zugang zu dem Eventbereich. Dieser ist mit 1.000 qm über zwei Ebenen vorgesehen und schließt mit einer Längsseite direkt an die Halle und das Pfahlbaudorf an. Im OG genießt man über eine lange Terrasse/Freisitz einen weiten Blick in die Halle und im EG ist eine direkte Verbindungen über flexible Wandsysteme möglich. Als zweiter Bauabschnitt kann der Eventbereich ohne gravierende Störung des laufenden Betriebes errichtet werden.


    Tierpflege

    Ein umlaufender Pflegergang erlaubt eine gute Ver- und Entsorgung für den Großteil der Tieranlagen. Umsperrgehege und Schlafboxen liegen meist zwischen den Freigehegen und dem Pflegergang und können somit optimal versorgt werden.
    Das befahren der Hall mit schwerem Gerät wie Kranwagen oder Teleskoplift ist neben der Zufahrt von Westen über das Pfahlbaudorf ebenfalls von Norden über die Nashornaußenanlage und die Tore zwischen dem Innen- und Außengehege der Nashörner vorgesehen.
    Eine Futterküche mit Aufenthaltsräumen für Pflegerpersonal könnte optional an der Nordostecke der Halle unter dem Gehege 2.4 der Dianameerkatzen und Kirks-Dik-Dik untergebracht werden, sofern hierfür nicht eine zentrale Stelle vorgesehen ist. In jedem Falle kann an dieser Stelle eine Unterverteilung/Zwischenlagerung vorgesehen werden. Die Quarantäne-Station liegt gegenüber diesem Versorgungspunkt in der nordöstlichen Grundstücksecke im Wirtschafthofbereich.



    Erläuterung
    Tragwerksplaner


    Baubeschreibung Tragwerk / Konstruktion

    Über dem dreiecksförmigen Hallenkörper wird ein Dachtragwerk gebildet, das aus einer sphärischen Stabwerkskuppel aus Dreieckselementen besteht. Zwei Tragwerksebenen schweben scheinbar schwerelos gestapelt übereinander: Ein außen liegendes, stählernes Primärraster, von dem aus ein Sekundärraster mittels filigraner Zugstangen abgehängt wird. Das Sekundärraster trägt die Dachhaut. Schnee und Regenwasser wird zwischen Primär- und Sekundärebene abgeführt.
    Die Einzelstäbe der Schalenkonstruktion des Primärrasters bestehen aus stehenden, rautenförmigen Hohlkastenquerschnitten als Schweißkonstruktion in S355. Die Knoten werden durch vorkonfektionierte Gussknoten gebildet. Das Primärraster erreicht dabei Einzelkantenlängen von minimal knapp 7m bis maximal etwa 16m. Die Bauteilabmessungen der Hohlkastenquerschnitte betragen ca. 45 x 130cm. Umschlossen wird die Schale von einem trapezförmigen Randgurt mit Abmessungen von ca. 1.40 x 1.10m.
    Das Sekundär-Raster wird um eine Dimension verdichtet vernetzt ausgeführt, um seine Bauteilabmessungen als Trägerrost zu minimieren und optimierte Flächengrößen für die Anordnung der Dachhaut sicherzustellen. Das Sekundär-Raster der tragenden Konstruktion der thermischen Gebäudehülle erreicht dadurch Kantenlängen von knapp 3,5m bis ca. 8m. Die Bauhöhe variiert von ca. 18 x 18 cm in Hallenmitte bis ca. 12 x 12cm zu den Rändern hin.
    Die Dachdeckung wird durch ein hochtransparentes, vierlagiges ETFE-Folienkissen gebildet. Der lotrechte Lastabtrag erfolgt über massive Betonstützen, die in den Massivbauten eingespannt werden. Ein umlaufender Gang für Pflege und Wartung sowie ein umlaufender Installationsstrang bilden gemeinsam einen massiven Ring um die gesamte Halle. Die lastabtragenden Betonstützen weiten sich nach unten zu Lisenen auf und werden Bestandteil der Wandkonstruktion. Die Aussteifung der Halle erfolgt über Verbände in den drei Aussenkanten des Baukörpers in Längsausrichtung der Seitenwände. Die oberen Bereiche der Seitenwände sind wie das Dach transparent ausgeführt und sichern durch den Einbau von Lüftungsklappen gleichzeitig eine ausreichende Belüftung in den warmen Jahreszeiten.
    Gegründet werden die Massivbauten mittels einer Flachgründung als elastisch gebettete Platte mittlerer Mächtigkeit. In den Bereichen, in denen die Ordinate der Baukörper unterhalb des HGW zu liegen kommt, wird die Ausführung als WU-Konstruktion empfohlen. Pfahlgründungen sind nicht vorgesehen.
    Durch das formaktive Dachtragwerk sowie durch die Abmessungen und Ausbildungen der Trägerquerschnitte entsteht ein Dachtragwerk, das sich weitestgehend den Blicken der Besucher entzieht. Gleichzeitig erscheint durch die perspektivische Überhöhung, die durch die dynamische Veränderung der Rasterabstände zu den Hallenrändern hin hervorgerufen wird, der Horizont nochmals geweitet zu sein. Damit erscheint die Halle kein wirkliches Ende zu finden.
    Die gewählte Konstruktion, als gelungene Synthese zwischen Wirtschaftlichkeit und gestalterischem Anspruch, ist in der Lage, durch die zurückhaltende Erscheinung im Inneren wie im Äußeren bei gleichzeitiger, kompromissloser Klarheit der Gesamtkubatur zu einem neuen Markenzeichen der Stadt Leipzig zu werden.


    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.