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  • DE-70825 Korntal-Münchingen
  • 04/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-154421)

Korntal - West


  • 2. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es, mit drei Stadtbaufeldern eine zeitgemäße Fortführung des Korntaler Gartenstadtgedankens zu erreichen. Die drei Stadtbaufelder bestehen aus einem Mix der geforderten Wohnbautypologien. Die Typologien werden um Höfe gruppiert, so dass die Gedanken des gemeinschaftlichen Wohnens, der Wohnnachbarschaften und des generationenübergreifenden Wohnens wie selbstverständlich im Plankonzept angelegt sind.
    Die Stadtbaufelder werden durch gut dimensionierte Grünstrukturen gegliedert. Den öffentlichen Grünstrukturen sind jeweils dichtere Wohnformen zugeordnet. Der Entwurf weist eine gute Flexibilität in der Umsetzbarkeit der Baufelder auf. Der westliche Ortsrand kann mit den vorgeschlagenen Reihen- und Mehrfamilienhäusern klar ablesbar, aber auch differenziert gestaltet werden. Eine Randeingrünung ist privat wie öffentlich möglich.
    In jedem Baufeld wird ein Nachbarschaftsplatz als Treffpunkt auch mit öffentlichen Stellplätzen angeboten.
    Die privaten Stellplätze sind für die quer zum Erschließungsraum stehenden Reihenhäuser nicht nachgewiesen.
    Der eigentliche Quartiersplatz liegt am Übergang zum bestehenden Siedlungsrand. Kindergarten und Mehrgenerationenhaus mit einer kleinen Versorgungseinheit im Erdgeschoss sind am Quartiersplatz gut situiert. Die Lage des Platzes unmittelbar am Bestandsquartier und die Umfahrung des Platzes werden als nicht optimal angesehen.
    Die Verknüpfung des Feldweges zur Gärtnerei und in die landwirtschaftliche Feldflur mit der Funktion als Naherholungsweg führt zu Einschränkungen für beide Nutzungsansprüche.
    Die Bauabschnittsbildung ist sehr gut möglich, es können gut gestaltete Ortsränder auch schon im 1. und 2. Bauabschnitt entstehen.Die Nachbarschaftsplätze und die nord-süd- und ost-west-orientierten Grünflächen bedingen Einbußen beim erzielbaren Nettobauland. Auch die Größe der Wohnhöfe könnten diesbezüglich optimiert werden.
    Die ökologischen Belange der Durchlüftung, der Freihaltezone entlang der Bahn und der Oberflächenentwässerung mit Retentionsbecken sind berücksichtigt. Allerdings werden die bestehenden Gehölzstrukturen im Plangebiet nicht aufgenommen. Die Bebauung des Südquartiers rückt zu nahe an die Bahnlinie heran. Der Entwurf bietet eine klare Strukturierung und Erschließung als Grundlage für eine über mehrere Jahre ablaufende Aufsiedlung an. Er beinhaltet die dafür notwendige Flexibilität.