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  • DE-51109 Köln
  • 04/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159836)

Neubau des Pfarrzentrums St. Adelheid


  • Engere Wahl


    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stephan Lenzen

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: RÖMER KÖGELER und PARTNER ARCHITEKTEN mbB, Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Die städtebauliche Neuarrondierung des Pfarrzentrums ermöglicht eine schärfere Profilierung von Zugängen, Ruheräumen und kontemplativen Innenhöfen. Dies erfordert eine behutsame Neugestaltung der Außenanlagen, die auch in aufeinanderfolgenden Bauabschnitten von Kirche und Stadt möglich ist. Es gilt dabei vor allem, den Wunsch der Kirche des Öffnens nach außen zu gewährleisten, um auch im öffentlichen Leben des Viertels präsent zu sein, und gleichzeitig eine gewisse Privatheit für die Kirchengemeinde zu schaffen. Hierbei sind die beiden städtischen Räume des Marktplatzes, mit seinem einheitlichen Material sowie die als Platte zu verstehende Grundfigur des Pfarrzentrums zu verschränken. Diese Funktion erfüllt ein Teppich aus Plattenmaterial, der zum neuen Eingang des Pfarrzentrums und dem Gemeindecafé mit Außensitzbereich leitet und sich dabei subtil von dem Belag des Markplatzes absetzt. Die großen Bestandsplatanen werden in den Teppich integriert. Unter dem Baumdach ergibt sich ein beschatteter, jedoch aufgrund des hohen Kronenansatzes transparenter, urbaner Raum mit Sitzmöglichkeiten und Blick auf das Café sowie auf den Spielplatz. Die Spielanlagen werden nach Möglichkeit aufgewertet.
    Die inneren Flächen des Pfarrzentrums erhalten einen neuen, längsformatigen Plattenbelag, der alle Funktionen und wichtigen Zugänge miteinander verbindet. Im Zentrum und somit dem eigentlichen Herz des Pfarrzentrums entsteht ein kleiner, ruhiger Platz als Treffpunkt der Gemeinde, der sich durch mehrstämmige Blutpflaumen in allen Jahreszeiten in seiner Umgebung klar lesbar zeigt.
    Die neuen Gebäude werden als Block im städtischen Umfeld platziert. Nach außen sichtbar mit aus dem Bestand abgeleitetem Prinzip der Mauern zusammengefasst und abgegrenzt, werden zusätzlich vorgelagerte Pflanzungen unter dem Baumbestand geschaffen. Der entstehende, introvertierte Innenhof ist zweigeteilt. Zum einen entsteht ein Garten für die Gemeinschaftsräume des betreuten Wohnens, zum anderen ein dem Mehrzweck- und Gruppenräumen vorgelagerter kontemplativer Raum, der zum Verweilen einlädt. Die Dachflächen der Lagerräume werden begrünt und vervollständigen somit den Block mit seiner grünen Mitte.
    Die neuen Außenanlagen erzeugen somit sowohl eine gewisse Privatheit für die Gemeinde und seine Bewohner, als auch eine Geste der Transparenz in einem heterogenen Umfeld.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf stellt sich in Material und Kubatur als eigenständiger Komplex innerhalb des Pfarrzentrums dar.

    Er gliedert sich funktional in zwei Baukörper, mit introvertiertem Gartenhof als Zentrum. Der nördliche Baukörper beinhaltet den Pfarrsaal, welcher nur über den Garten Hof belichtet wird, der Pfarrsaal wird über Foyer und Café von Norden erschlossen, so dass eine unmittelbare Blickbeziehung zur Kirche hergestellt wird, leider ist die bauliche Anbindung an die Kirche mittels einer schmalen Überdachung nicht überzeugend. Durch die Unterbringung der Gruppenräume im Obergeschoss wird in der Gesamtanlage ein zweiter Aufzug notwendig, der sich wirtschaftlich kaum darstellen lässt.

    Der südliche Zugang zum Kirchhof erscheint zu eng, und im Bereich des Zugangs zum innenliegenden Hof unnötig verwinkelt. Die Außenräume auf der Ostseite wurden positiv bewertet.


INFO-BOX

Angelegt am 02.05.2014, 12:27
Zuletzt aktualisiert 26.05.2014, 09:02
Beitrags-ID 4-84253
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