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  • DE-81245 München
  • 02/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159625)

Ehemaliges Dornier-Gelände Süd


  • 2. Preis


    Architekten
    pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    8.400 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf liefert einen eigenständigen, relativ städtisch geprägten Beitrag, der auf zwei nord-südverlaufenden Straßenräumen aufbaut.

    Die städtebauliche Struktur nimmt in ihrer Ausrichtung einerseits Bezug auf die nördlich angrenzende Gewerbebebauung, andererseits wird versucht, die südöstlich des Wettbewerbsgebiets anschließenden, weitläufigen Biotopflächen in abgewandelter Form als Raumkontinuum bis tief in das Quartier fortzusetzen. Östlich und westlich dieses Grünraums bilden zwei versetzt zueinander angeordnete mäandrierende Bebauungsbänder wechselseitig straßenzugewandte Platzflächen und Grünhöfe aus.
    Die hierdurch entstehende Raumbildung formt sozial überschaubare, kleinteiligere Einheiten, die über die öffentlichen Räume in Bezug stehen und einen Großteil der Wohnungen an beiden Außenraumqualitäten partizipieren lassen.
    Die bewusste Durchmischung der Nutzungsformen (EOF/FF) in Analogie zum Städtebau ist konsequent und wird positiv gesehen.
    Der östliche und westliche Quartiersrand, der jeweils durch eine straßenbegleitende, offene Bebauung gebildet wird, wirkt dagegen etwas undifferenziert und weist insbesondere im Hinblick auf die Schallimmissionen im Nordosten auch technische Schwächen auf.
    Die Gebietserschließung wird als Ring ausgebildet, der ausschließlich von dem Zubringer „Am Gleisdreieck“ angedient wird und die Voglerstraße in den Ringschluss mit einbindet. In die südlichen und westlichen Nachbarquartiere existieren lediglich Notzufahrten.
    Durch den südlichen Ringschluss, der funktional nicht zwingend erscheint, und die Fortführung der Bebauung bis weit nach Süden wird das angestrebte grüne Raumkontinuum jedoch gestört. Auch die Verbindung zum großteils erhaltenen Baumbestand mit Wall im Westen ist hierdurch nicht gegeben.
    Die starke Überhöhung der Erdgeschossebene mit 1,5 m bietet zwar hohe Privatheit, lässt allerdings erhebliche Schwierigkeiten bei der Barrierefreiheit und der Rettungswegeausbildung erwarten.
    Die Bildung von real teilbaren Einheiten mit kleinteiligeren TG- Einheiten ist gut gelöst. Insgesamt ein guter Beitrag, der jedoch die spezifischen Qualitäten des Ortes noch nicht in aller Konsequenz aufgreifen kann.