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  • DE Hamburg
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-171090)

Elbmosaik Architekturbörse


  • Teilnahme Baugemeinschaftsquartier

    Hofanlage Blick von Süd, © Czerner Göttsch Architekten

    Architekten
    czerner göttsch architekten architektur + stadtplanung, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Alexandra Czerner

    Mitarbeit
    Johannes Treibert

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Generationen - Wohnen
    Baugemeinschaftsquartier

    Der Wunsch in Hamburg Wohneigentum – mit gemeinschaftsorientiertem Fokus – für sich und seine Familie zu schaffen, ist nachhaltiger und werthaltiger Trend, nicht nur für viele junge Familien, sondern auch für Ältere. Oft wollen diese Menschen aufgrund der kürzeren Wege in die Innenstädte, nicht so sehr an den Stadtrand. Was ist also die Qualität des ehemals dörflichen Neugraben Fischbek, das als besondere Alternative der Ort für das neue Zuhause werden kann?

    Gute Luft und ein "gesundes" Umfeld, das Nähe befördert zwischen Mensch und Natur. Ausgeprägte Marschlandschaften mit Wiesen, Mooren und Gräben, der weite Blick über die Landschaft und die direkte Nachbarschaft zu dem ökologisch bedeutenden Naturschutzgebiet “Moorgürtel“ sind die hervorragenden Vorteile des Standortes. Durch den nahen S-Bahnanschluss (S3, S31) ist jeder direkt mit anderen Hamburger Stadtgebieten verbunden.

    Das Leben in der Innenstadt ist mit immerwährendem Verkehrslärm, Emissionen und schlechterer Luftqualität verbunden. Wer also den Wunsch nach einem gesünderen Lebensumfeld hat, ist in Neugraben-Fischbek am richtigen Ort. Hinzu kommen deutlich günstigere Immobilienpreise als in der Innenstadt.

    Der Nordturm–Hof

    Am unverbauten Blick über die Landschaft, an der nördlichsten Ecke des Gesamtquartiers, liegt das Ensemble aus Geschosswohnungen und Reihenhäusern. Zeichenhaft in der Blickachse bekommt es als Anfangs- und Endpunkt des Quartiers eine hohe Bedeutung. Der generationengerechte Mix des Ensembles bietet Wohnungen für Jung und Alt mit vielen noch wählbaren Optionen für die zukünftige Baugemeinschaft.
    Die Hofanlage wird aus drei Elementen gebildet: Dem Geschosswohnungsbau als kraftvolle Nordost-Ecke mit den Turmwohnungen und den Reihenhäuser an der Nordwest-Ecke, die eine klare Kante zur angrenzenden Marschlandschaft schaffen. Die notwendigen Nebenanlagen mit Abstellräumen, Fahrraddach und Müllraum schirmen nach Süden, als Hofbegrenzung zur Anliegerstraße, ab und bilden zudem das Einfahrtstor in den Innenhof. Dieser Innenhof gliedert sich in einen Vorplatz, der als Parkplatz dient, und einen anschließenden, gemeinsam genutzten Freibereich mit Blick über die Marsch, der als gemeinschaftliche Kinderspielfläche und Treffpunkt das Ensemble vereint. Gemeinsame Feste und Grillabende, Sommer- und Wintersonnenwende und vieles andere können vor diesem beeindruckenden Naturraum gemeinsam gefeiert werden.


    Klinkerarchitektur
    Nachhaltigkeit bedeutet, Häuser zu bauen, die eine hohe Lebens-erwartung haben. So ist eine sehr nachhaltige Konstruktion für die Häuser und für die Fassaden, zweischalig mit Verblendmauerwerk, gewählt. Der rotbunte Ziegel wirkt zusammen mit den weißen Fenstern zeitlos und grundsätzlich modern, ohne modisch zu sein. Das Ensemble bezieht sich mit seiner Hofanlage auf die im nord-deutschen Flachland ortstypen Hofbildungen kleiner Hausgruppen.


    Funktionsplan – Kubatur – Förderung
    Die Kubatur der Häuser folgt dem Funktionsplan als einer Richtlinie. Mit moderaten Optimierungen wird die Nutzung in Art und Maß etwas vergrößert. Die Kubatur des Geschosswohnungs-baus wird akzentuiert, der Turmbereich der Ecke dadurch betont und der Baukörper kompakter und somit energetisch optimiert.
    Durch ein schlankeres Achsmaß bei den Reihenhäusern und einer Tiefe von 10,5m können 8 statt 6 Reihenhäuser geplant werden, mit einer leichten Verbreiterung der Reihungslänge auf ca. 39,5m. Dadurch können die Grundstückskosten pro Haus verringert werden. Des Weiteren sollen sie durch ihre individuelle Variabilität zu einem stärkeren Gesamtmix des Quartiers beitragen.
    Die Förderrichtlinien für Baugemeinschaften sind eingehalten. Im Geschoßwohnungsbau sind zudem die Förderrichtlinien für Mietwohnungsbau 1.und 2. Förderweg eingehalten.

    Der Mix
    Schwerpunkt sind die 8 Vierzimmer-Reihenhäuser mit einer Gesamt-wohnfläche von je 102m² bis 104m², inkl. 5m² Terrassenflächen. Weitere familienfreundliche 3-4-5 Zimmer Wohnungen schließen sich im „Turm-Haus“, dem Geschoßwohnungsbau, an, ergänzt durch 3 seniorenfreundliche 2- Zimmer Wohnungen im 1.und 2. Obergeschoss. Bei Bedarf kann das „Turm-Haus“ mit einem Aufzug ausgestattet werden, so dass damit alle 10 Wohnungen schwellenfrei erreichbar sein können.


    Das Energiekonzept
    Der Mindeststandard Effizienzhaus 55 (EnEV2009) ist nachgewiesen. Durch den moderaten Glasflächenanteil und die Konstruktion wird ein höherer Energiestandard auf Wunsch leicht umsetzbar. Mit der Berücksichtigung des Lebenszyklusansatzes und der Verwendung von nachhaltigen Baustoffen wird weiterhin ein hohes Qualitätsniveau geboten, dass weitere Optionen, wie den Einsatz von Photovoltaik zur Stromerzeugung integriert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 06.06.2014, 12:39
Zuletzt aktualisiert 28.06.2017, 09:37
Beitrags-ID 4-86167
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